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VERSCHNUPFT: Die Spieler des THW Kiel stehen nach dem misslungenen Champions-League-Final-Four mit leeren Händen da. Jetzt bleibt nur noch die Meisterschaft. Mit einem Sieg morgen in Hannover wäre der Titel praktisch sicher.

VERSCHNUPFT: Die Spieler des THW Kiel stehen nach dem misslungenen Champions-League-Final-Four mit leeren Händen da. Jetzt bleibt nur noch die Meisterschaft. Mit einem Sieg am Mittwoch in Hannover wäre der Titel praktisch sicher.

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Handball

TSV Hannover-Burgdorf: Was geht gegen dieses Kiel?

Das Beste kommt zum Schluss: Wenn am Mittwoch der THW Kiel in Hannover aufschlägt, haben die Recken ein Problem. Zu Gast in der ausverkauften Swiss-Life-Hall (ab 20.15 Uhr) ist die noch immer stärkste Mannschaft der Welt.

Hannover. Auch wenn Kiel am Wochenende beim Champions-League-Final-Four zwei Pleiten kassierte und nur den vierten Platz belegte.

„Es hätte nicht schlechter für uns laufen können“, sagt Recken-Trainer Christopher Nordmeyer. Seine Befürchtung: dass sein Team den vollen Frust der Kieler abbekommen wird. „Sie haben in den zwei Spielen alles verpasst, was sie haben wollten. Es gibt nur noch eine Chance zur Rehabilitation: die Meisterschaft.“ Und die können die Kieler mit einem Sieg in Hannover einen Spieltag vor Schluss eintüten. Zwei Punkte Vorsprung und ein um 39 Tore bessereres Torverhältnis trennen die Kieler vom einzigen Verfolger Rhein-Neckar Löwen, die parallel gegen Friesenheim antreten.

Nordmeyer weiß: „Ganz Handball-Deutschland wird auf dieses Spiel schauen.“ Sport 1 überträgt live im TV. 4150 Fans fiebern in der Halle mit.

„Es ist für uns zugleich das schwerste und einfachste Spiel der Saison“, erklärt Nordmeyer, der vor seiner letzten Heimaufgabe steht. „Das schwerste, weil die beste Mannschaft kommt. Das einfachste, weil die Erwartungshaltung zu gewinnen, so gering ist.“

Zu verlieren, betont Recken-Kapitän Torge Johannsen, „hat nur der THW was, wir nicht“. Er glaubt an eine Chance, den Rekordmeister zu schlagen. Wenn das Champions-League-Wochenende wirklich noch „eine mentale Belastung ist und wir sie zum Nachdenken bringen während des Spiels, könnte was gehen“. Wenn die TSV Hannover-Burgdorf den THW allerdings „in eine Komfortzone bringt mit einer schnellen Führung, dann wirds wahrscheinlich nichts werden“.

Johannsen hat noch immer Probleme an der Achillessehne, kann aber spielen. Angeschlagen sind Vasko Sevaljevic (Schulter) und Kai Häfner (umgeknickter Daumen), der von Bundestrainer Dagur Sigurdsson für die kommenden EM-Qualifikationsspiele auf Abruf nominiert wurde.

Für Johannsen und sein Team „wäre es eine große Sache, den THW zu schlagen und vielleicht die Meisterschaft ein bisschen spannend zu machen“. Ob die Rhein-Neckar Löwen schon ein paar Kisten Bier für Schützenhilfe versprochen hätten? „Davon habe ich nichts gehört“, grinst der Kapitän.

An Getränken dürfte es am Mittwoch ohnehin nicht mangeln. Für die Fans fließt nach dem Spiel Freibier. Egal wie es ausgeht.


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