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DIE NEUE RECKEN-FESTUNG: Hannovers Top-Handballer spielen – wie hier gegen Balingen – nächste Saison in der Tui-Arena. Und hier könnten sie die Vorrunde im Pokal hier ausrichten.

DIE NEUE RECKEN-FESTUNG: Hannovers Top-Handballer spielen – wie hier gegen Balingen – nächste Saison in der Tui-Arena. Und hier könnten sie die Vorrunde im Pokal hier ausrichten.
© Foto: Sielski

DHB-Pokal in Hannover

Recken starten doch zu Hause

Es dauert zwar noch ein bisschen bis zum Pflichtspieldebüt des neuen Recken-Trainerduos Carlos Ortega und Iker Romero, doch jetzt steht fest: Das Pokal-Vorrundenturnier am 19. und 20. August findet in Hannover statt. Die Handball-Stars und ihre Starcoaches starten daheim! Das hatten die Recken zwar eigentlich anders geplant, doch aus der Not machen sie eine Tugend.

Hannover. Vier Teams starten beim Vorrunden-Pokalturnier. Im Halbfinale geht es für Hannover gegen den souveränen Bundesliga-Aufsteiger TuS N-Lübbecke. Ein brutal schwieriger Gegner zum Auftakt für das spanische Starduo Ortega/Romero. „Da müssen wir so gut wie möglich spielen. Das ist ein ganz wichtiges Match – für unseren Verein, das Team und unsere Fans“, betont Ortega. Im zweiten Halbfinale spielen derweil die Drittligisten Hamburg Mets und Leichlinger TV gegeneinander. Die zwei Partien finden genauso in Hannover statt wie das Finale der beiden Sieger tags darauf am 20. August. Denn alle drei Konkurrenten haben keine Lust, das Vierer-Turnier selbst auszurichten. Deshalb müssen es jetzt die Recken richten. Als höchstspielendes Team hat der Bundesligist nicht die Möglichkeit, die Ausrichtung zu verweigern. „Wir werden umgehend eine Lösung erarbeiten“, sagt Geschäftsführer Benjamin Chatton, der am Dienstag vom seinem „Glück“ erfuhr. „Vorher war ich davon ausgegangen, dass einer von den anderen dreien es ausrichtet“, sagt Chatton, „jetzt gucken wir, wo wir das machen.“

Es gibt zwei denkbare Szenarien: Die Recken könnten das Turnier schlicht selbst durchführen. Entweder in der riesigen Tui-Arena, ab kommender Saison ohnehin die neue Heimspielhalle. Das dürfte aber eher unwahrscheinlich sein – knapp 10 000 Plätze werden einfach nicht voll bei einer Pokal-Vorrunde. Schon realistischer ist es, das Turnier in der ehemaligen Haupthalle Swiss-Life-Hall auszutragen. Dort sind „nur“ rund 4100 Plätze zu füllen. Mindestens 1000 Zuschauer müssen laut Regularien Platz finden – eine Ausrichtung in Burgdorf fällt also flach.

Die Recken überlegen aber, der Sportregion Hannover zu helfen: „Wir könnten das Turnier in die Region geben, um es mit einem Handballverein vor Ort gemeinsam auszurichten“, erläutert Chatton. An Interessenten, die mit den Recken zusammen Top-Handball zeigen wollen, wird es nicht mangeln.

Hannovers Top-Handballer können durch den Ausrichtungs-Zwang und den daraus entstehenden Heimvorteil aber ganz sicher auf eine ordentliche Kulisse beim Pflichtspiel-Auftakt ihres neuen Trainerduos hoffen. Das könnte wichtig werden: Denn nur der Sieger des Vierer-Turniers kommt ins Achtelfinale des DHB-Pokals.

Von Jonas Szemkus


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