Navigation:
Recken-Rechtsaußen Torge Johannsen gab in Celle sein Comeback nach mehrwöchiger Verletzungspause.

Recken-Rechtsaußen Torge Johannsen gab in Celle sein Comeback nach mehrwöchiger Verletzungspause.
© Sielski-Press

Handball-Test

Recken schlagen Dänen

Die Handball-Recken der TSV Hannover-Burgdorf gewannen am Dienstagabend in Celle einen Test mit 29:24 gegen Ribe-Esbjerg aus Dänemark. Rückkehrer Torge Johannsen sah nach 50. Minuten die rote Karte.

Celle. TSV Hannover-Burgdorf behält ihre weiße Weste in der Vorbereitung auf die Handball-Bundesliga. Die Recken schlugen gestern Abend in Celle Ribe-Esbjerg HH mit 29:24 (15:13). Die Dänen, Siebter in der heimischen ersten Liga, waren allerdings nur phasenweise ein echter Prüfstein. Für Aufregung in der Halle sorgten nur die Schiedsrichter, die Torge Johannsen in der 50. Minute Rot zeigten. Grund: ein Kopftreffer gegen den dänischen Torwart, den die Referees als Absicht werteten. Eine eigenwillige Auslegung. „Die Rote Karte sollte man nicht überbewerten. Es war ein Kopftreffer, und die Schiedsrichter haben es so gesehen, dass der Torwart gestanden hat. Allerdings haben der Keeper und ich das etwas anders gesehen“, meinte Johannsen.

Ribe-Esbjerg agierte zu Beginn temporeich in der Offensive und führte mit 5:2. Doch die Hannoveraner stellten ihre Fehler in der Offensive schnell ab. Das Passspiel verbesserte sich, aus dem 2:5 wurde schnell ein 7:5-Vorsprung. Die Zweitoreführung für die TSV hatte auch zur Halbzeit Bestand (15:13). Die Dänen hielten das Tempo der ersten zehn Minuten nicht – kein Wunder, ihre Punktspielsaison beginnt erst Anfang September. Und im Tor der Recken bot Malte Semisch eine sehr ordentliche Leistung und wehrte immer mehr Würfe ab, je länger die Begegnung dauerte. Einziges Manko: Ribe-Esbjerg traf häufig aus neun Metern Entfernung in der Mittelposition. Da sind in der Defensive noch Steigerungsmöglichkeiten bei den Recken.

Richtig spielfreudig agierte Morten Olsen gegen seine Landsleute. Der Olympiasieger traf siebenmal ins Tor in den ersten 30 Minuten und verwandelte vier Siebenmeter sicher. „Nach dem Wechsel gab es dann nicht mehr so viel von mir zu sehen“, sagte Olsen. „Ich habe in einer Szene den Ball ins Gesicht bekommen und musste dann kühlen, weil ich zeitweise schlecht gucken konnte.“

Auch von außen gab es zeitweise sehenswerte Abschlüsse nach guten Aktionen durch den Nachwuchsmann Vincent Büchner und Johannsen, der nach mehrwöchiger Verletzungspause sein Comeback gab.

Das Fehlen von Kai Häfner, Pavel Atman, Lars Lehnhoff, Martin Ziemer und Casper Mortensen wurde in der ersten Halbzeit gut kompensiert. Nach dem Wechsel erwischten die Recken einen Blitzstart und hatten nach knapp 35 Minuten den Vorsprung auf 21:16 ausgebaut. Ribe-Esbjerg verkürzte etwas, weil die Hannoveraner in der Offensive ein wenig die Flügel vernachlässigten und nach wie vor zu viele Treffer aus der Rückraum-Mitte zuließen. Semisch aber blieb konzentriert und sorgte dafür, dass keine Gefahr einer Wende bestand. „Unser Ergebnis ist gut angesichts der vielen fehlenden Spieler“, sagte Olsen.

Recken-Tore: Olsen (7/davon 4 Siebenmeter), Böhm (6), Brozovic (4), Johannsen, Büchner (je 3), Patrail, Pevnov (je 2), Kastening, Feise

Von Carsten Schmidt


Bildergalerien Alle Galerien
Anzeige
Vergleiche alle Wettquoten für Spiele von Hannover 96 bei SmartBets.