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Eine große Recken-Familie: Carlos Ortega (von links) hatte seine Söhne Manuel, Ricardo und Carlos zum Jugendtraining der TSV begleitet, das von Lars Rölecke geleitet wird.

Eine große Recken-Familie: Carlos Ortega (von links) hatte seine Söhne Manuel, Ricardo und Carlos zum Jugendtraining der TSV begleitet, das von Lars Rölecke geleitet wird.
© Foto: Klein

Handball-Bundesliga

Recken reisen selbstbewusst zum Spitzenspiel

Erster gegen Zweiter: Die Handball-Saison ist zwar noch jung, doch am dritten Spieltag gibt es bereits das erste Spitzenspiel in der Bundesliga. Die TSV Hannover-Burgdorf tritt am Donnerstag bei Rekordmeister THW Kiel an – und rechnet sich durchaus etwas aus.

Hannover. Tabellenzweiter. Es scheint bereits alles zu passen. Überrascht? Carlos Ortega schmunzelt. „Überrascht ist vielleicht das falsche Wort“, sagt der Recken-Trainer, „wir haben schließlich sehr hart gearbeitet in der Vorbereitung. Es hat bisher gut geklappt gegen Flensburg und Wetzlar, aber es waren auch nur zwei Spiele. Und jetzt steht mit Kiel ein echt harter Brocken an. Der Druck auf uns wird dort sehr groß sein.“

Das Wort Spitzenspiel umgeht der Trainer der TSV Hannover-Burgdorf geschickt. Am Donnerstag(Beginn ist um 19 Uhr) spielt in der Kieler Sparkassenarena immerhin der Erste gegen den Zweiten. Es treffen zwei Teams aufeinander, die die ersten beiden Partien der Saison in eindrucksvoller Manier gewonnen haben.

Vom Rekordmeister Kiel konnte man das erwarten. Aber von den Recken? Sie haben zwei Spiele bestritten, in denen die Abläufe imAngriff und besonders in der Abwehr schon hervorragend funktioniert haben. Anpassungsprobleme waren überhaupt nicht zu erkennen. Das Team trat auf, als arbeite es schon monatelang mit dem neuen Trainer zusammen. Und das hat Mut gemacht auf mehr.

Warum nicht auch in Kiel? Magdeburg hat es am Sonntag vorgemacht, wie man den THW zumindest ärgern kann, hatte ihn am Rande einer Niederlage. Der SC führte dabei zwischenzeitlich mit sechs Toren . Verlor aber am Ende doch. „Das macht eine Weltklassemannschaft wie Kiel aus“, sagt Ortega. „Sie kann mit den Fans in der ausverkauften Halle solch ein Spiel noch drehen.“

Ob diese Aufholjagd eine Warnung für seine Mannschaft gewesen sei?, wurde der Recken-Coach gefragt. Er habe die Atmosphäre in der Sparkassenarena selbst schon einmal zu spüren bekommen, sagte er. Mit Vezprem in der Champions League. „Da muss man aufpassen. Wenn wir jedoch wie Magdeburg mit sechs Toren dort führen, würde ich das sofort nehmen“, sagt er lachend. „Aber: Wir fahren in einem sehr guten Zustand nach Kiel.“

Auch wenn er das nicht direkt ausspricht, so rechnet sich Ortega am Donnerstag Abend durchaus etwas aus. Nach einigen Lobhymnen auf den Gegner, der nach zwei Jahren ohne Titel mit einer jungen, talentierten Mannschaft wieder ein ernsthafter Meisterschaftskandidat sei, sagt der Spanier: entschlossen: „Kiel ist im Umbruch und wird in dieser Saison auch das eine oder andere Spiel verlieren.“ Und nach kurzer Atempause führt er an: „Warum nicht am Donnerstagabend gegen uns.“

Von Jörg Grußendorf


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