Navigation:
Voller Einsatz: Recke Timo Kastening überwindet Nettelstedts Torwart und markiert einen seiner wichtigen Treffer.

Voller Einsatz: Recke Timo Kastening überwindet Nettelstedts Torwart und markiert einen seiner wichtigen Treffer.
© Petrow

Handball

Recken kämpfen sich in zweite Pokal-Runde

Minimalziel erreicht! Die TSV Hannover-Burgdorf ist mit dem lockeren 35:22 (18:10)-Sieg im Finale gegen West-Drittligist Leichlinger TV ins Achtelfinale des DHB-Pokals eingezogen.

Hildesheim. Minimalziel erreicht! Die TSV Hannover-Burgdorf ist mit dem lockeren 35:22 (18:10)-Sieg im Finale gegen West-Drittligist Leichlinger TV ins Achtelfinale des DHB-Pokals eingezogen.

Dabei wäre fast der Traum der Recken vom „Final-Four“ bereits am Sonnabend im Erstligaduell gegen den TuS Nettelstedt-Lübbecke geplatzt. Erst in einem dramatischen Endspurt setzten sich die Recken mit 26:24 (8:13) durch. „Ich bin glücklich, dass wir das gedreht haben“, sagte Trainer Carlos Ortega. Nach 38 Minuten hätte beim Stand von 10:17 indes niemand der 500 Fans mehr einen Pfifferling auf die Recken gesetzt. Für das „Hallo wach“ sorgte Lars Lehnhoff. Er nahm einen langen Pass von Torhüter Martin Ziemer in der Luft auf und wuchtete den Ball zum 12:17 in die Maschen. „Bemerkenswert, dass die Mannschaft an sich geglaubt hat“, sagte Manager Benjamin Chatton.

Die Abwehr zeigte endlich Aggressivität und Leidenschaft und erzwang Ballgewinne. Lehnhoff – wieder per Tempogegenstoß – schaffte das 16:17 (44.), wenig später stellten Timo Kastening und Morten Olsen das Spiel mit ihrem Doppelschlag zur 20:19-Führung (49.) endgültig auf den Kopf.

Was ein Verlauf! „Wenn der Spielverlauf der Maßstab für die Saison sein soll, brauche ich einen Therapeuten“, scherzte der leiderprobte Recken-Chef später. In zehn Tagen beim Saisonauftakt gegen die SG Flensburg darf sich die Mannschaft eine derart schlechte Wurfquote nicht leisten. 13 Fahrkarten schossen die Handball-Recken in Hälfte eins Chancen. Die Hannoverander kombinierten ordentlich, aber der Ball wollte nicht ins Tor. „Ich kann mich nicht erinnern, dass wir so oft an einem Torhüter gescheitert sind“, sagte Kastening. Lehnhoff musste seinen Platz nach der dritten Fahrkarte (13.) für Nachwuchsspieler Vincent Büchner räumen. Ilja Brozovioc scheiterte zweimal am Pfosten und Kai Häfner sowie Evgeni Pevnov an Peter Tatai im Lübbecker Tor. Mit der Einwechslung von Martin Ziemer ins Recken-Gehäuse kam Stabilität in die Abwehr und „unsere Einstellung war besser“, sagte Kastening.

Gegen Leichlingen ließen die Recken dann nichts anbrennen. Sieben Treffer steuerte Vincent Büchner bei. „Wenn er weiter Gas gibt, kann er seinen Weg gehen“, sagte Chatton. Lob verteilte der Recken-Boss auch an Eintracht Hildesheim für die Organisation der Pokalrunde. „Dank an die Hildesheimer. Sie haben wieder höchstes Niveau bewiesen.“

Von Uwe Serreck


Bildergalerien Alle Galerien
Anzeige
Vergleiche alle Wettquoten für Spiele von Hannover 96 bei SmartBets.