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SIE WOLLEN DIE LÜCKE FINDEN: Kapitän Kai Häfner (rechts) will mit den Recken morgen gegen Flensburg einen guten Saisonstart hinlegen.

SIE WOLLEN DIE LÜCKE FINDEN: Kapitän Kai Häfner (rechts) will mit den Recken morgen gegen Flensburg einen guten Saisonstart hinlegen.
© imago/Beautiful Sports

Handballsaison-Auftakt

Recken heiß auf den Spätstart

Morgen geht’s in der Tui-Arena gegen Titel-Favorit Flensburg. Bei Kapitän Häfner „kribbelt es schon“.

Hannover. m Donnerstag greifen die Recken ein. Fast sieben Wochen Vorbereitung mit Laufen in Halle und Wald hätten glücklicherweise ein Ende, sagt Kai Häfner, der Kapitän der Bundesliga-Handballer der TSV Hannover-Burgdorf: „Alle sind heiß. Wir freuen uns megamäßig.“ Und der erste Gast in der Tui-Arena (Beginn: 20.30 Uhr) hat es auch gleich ins sich: der deutsche Vizemeister SG Flensburg-Handewitt, der seit Jahren zu den großen drei in der besten Liga der Welt zählt.

Die Recken mussten sich gedulden, steigen ein paar Tage später in die Saison ein als fast alle Konkurrenten, weil ihr eigentliches Start-Spiel beim THW Kiel auf den 7. September verlegt wurde,

Entsprechend groß ist die Vorfreude, dass es endlich losgeht. „Es kribbelt schon“, sagt Häfner. Auch beim neuen Trainer, obwohl der in seiner Karriere schon nahezu alles erlebt und gewonnen hat. „Wir sind alle sehr aufgeregt“, sagt Coach Carlos Ortega, „wir können es kaum erwarten. Das merkt man auch im Training.“

Alle brennen auf die neue Saison. Die schlimme Rückrunde des vergangenen Spieljahres haben sie angeblich abgehakt. So wird es morgen ein kompletter Neuanfang – am besten sollen das die Flensburger gleich zu spüren bekommen. Ortega sieht auch keinen Nachteil darin, dass die Nordlichter bereits einmal gespielt ha­ben und schon leicht im Rhythmus sind: „Wir hatten dafür Zeit, sie zu beobachten und zu trainieren. Und außerdem spielen wir zu Hause.“

Ortega erkennt aber auch nicht zwangsläufig einen Vorteil darin, den Titelfavoriten so früh in der Saison zu empfangen, wenn noch nicht alle Automatismen greifen: „Das weiß man nie. Die Flensburger haben beim 37:23 gegen Lübbecke sehr gut gespielt“, sagt der Spanier, „aber am Donnerstag spielen sie erstmals auswärts. Mal sehen, wie sie da klarkommen.“

Die beste Waffe der Flensburger ist der Tempogegenstoß, weiß Ortega. „Das müssen wir versuchen zu verhindern. Wenn wir es nicht stoppen, werden wir leiden“, warnt der Spanier.

Ob bei den Recken selbst schon alles reibungslos läuft? Sie haben mit Ortega einen neuen Trainer, der ganz andere Schwerpunkte setzt, als sein Vorgänger Jens Bürkle es tat. „Auch wenn es viel Neues gibt: Es funktioniert schon ganz gut“, sagt Kapitän Häfner, „aber im ersten Liga-Pflichtspiel sieht das dann vielleicht doch wieder ganz anders aus.“

Mut macht der noch rechtzeitig gelöste Pokal-Krampf gegen Lübbecke. „Rückblickend war das ein wichtiges Spiel für uns“, sagt Häfner über das 26:24 nach 10:17-Rückstand: „Das hat uns gefestigt.“

Gute Nachrichten aus dem Lazarett: Casper Mortensen wird wohl wieder zur Verfügung stehen. Der Linksaußen hat am Montag erstmals nach seiner schweren Gesichtsverletzung ohne Spezialmaske trainiert. Auch andere Spieler wie Häfner oder Mait Patrail haben ihre Wehwehchen überwunden. Fehlen wird aber auf jeden Fall Zugang Pavel Atman (Ermüdungsbruch im Fuß). Der Russe hat zwar schon mit der Mannschaft trainiert, braucht aber noch Zeit. „Es wird täglich besser“, sagt Ortega.

Von Jörg Grußendorf und Simon Lange


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