Navigation:
13.07.2015, Erika-Fisch-Stadion, Hannover, Die Mannschaft vom TSV Hannover-Burgdorf beim Laktattest

13.07.2015, Erika-Fisch-Stadion, Hannover, Die Mannschaft vom TSV Hannover-Burgdorf beim Laktattest© sp / Sielski

Trainingsauftakt

Neue Gesichter bei den Recken

Trainingsauftakt bei den Recken: Ein neuer Trainer,und auch bei den Spielern gibts ein paar neue Gesichter.

Hannover. VON SIMON LANGE

HANNOVER. Neuer Trainer, alte Sitten. Zum Trainingsauftakt wechselten die Handball-Recken der TSV Hannover-Burgdorf die Sportart. Fußball stand gestern in der Swiss-Life-Hall auf dem Programm. „Kicken in der ersten Trainingseinheit hat bei mir Tradition, das gehört sich so“, erklärte Jens Bürkle. Die Recken sind es gewohnt. Auch Bürkle-Vorgänger Christopher Nordmeyer brachte seine Profis regelmäßig mit Fußball auf Betriebstemperatur. Nach 20 Minuten tauschte Bürkle dann doch das Spielgerät gegen den kleinen Handball aus und leitete seine erste Einheit für die Recken.

Streng genommen sogar die zweite. Schon am Vormittag mussten seine Spieler beim Laktat-Test schwitzen und machten bei Bürkle „einen ganz vernünftigen Eindruck“.

15 Spieler standen am Nachmittag auf dem frisch polierten Hallenboden. Timo Kastening und Yannick Dräger hatten eine gute Entschuldigung für ihre Abwesenheit. Die beiden Talente reisten gestern mit der U 21 zur WM nach Brasilien. Dafür füllten Dominik Kalafut, Hendrik Pollex und Julius Hinz den Kader auf.

Nur individuelle Übungen absolvierte Sven-Sören Christophersen. Der Rückraumstar befindet sich nach seiner Hüft-OP noch im Aufbautraining. Größtes Sorgenkind bleibt Mait Patrail. Der lange an der Schulter verletzte Este kann immer noch nicht richtig werfen. Bürkle will „behutsam“ mit ihm sein, schont Patrail aber nicht vor Abwehraufgaben.

Im Gegensatz zu Patrail können die Neuen Vollgas geben: Kreisläufer Erik Schmidt sowie die Rückkehrer Malte Semisch und Morten Olsen. Der Däne hatte zuletzt zwar ebenfalls Probleme mit der rechten Wurfschulter, „aber nichts Dramatisches“. Beeindruckend fit wirkte Torwart Martin Ziemer nach seinem individuellen Trainings-Camp in Phoenix.

Bürkle kann zufrieden sein. „Ich freue mich, dass es endlich losgeht. Das ist eine spannende Phase.“ Problem: Bis zum Pokalstart am 15. August sind es nur fünf Wochen, das Team und der Trainer müssen sich „schnell kennenlernen“.

„Try and error“, Versuch und Fehler, so beschreibt der 34-Jährige das Herantasten und Ausprobieren im Training der kommenden Tage. Sein Credo: „Wer zu wenig Fehler macht, macht zu wenig Neues. Und wer immer den gleichen Fehler macht, ist ein Idiot.“

Bleibt noch die Frage nach dem Kapitän. Behält Torge Johannsen das Amt oder gibts einen neuen? Bürkle will sich da komplett raushalten. „Die Mannschaft muss wissen, wer sie vertreten soll. Sie soll mir das dann einfach zeitig mitteilen.“ Spätestens zum Saisonstart am 22. August beim Heimspiel gegen Göppingen. Danach gehts schon nach Kiel.


Bildergalerien Alle Galerien
Anzeige
Anzeige