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Gewohnte Pose: Recken-Kapitän und Ballermann Kai Häfner jubelt nach einem seiner vielen Treffer.

Gewohnte Pose: Recken-Kapitän und Ballermann Kai Häfner jubelt nach einem seiner vielen Treffer.
 © Petrow

Handball-Bundesliga

Kapitän Häfner erklärt das Recken-Hoch

Die Recken der TSV Hannover-Burgdorf stehen mit 8:0 Punkten sensationell an der Tabellenspitze der Handball-Bundesliga. Die NP sprach mit Ballermann und Kapitän Kai Häfner über die neue Erfolgsserie, die Torjägerkrone und das kommende Heimspiel am Sonntag (15 Uhr, Swiss-Life-Hall) gegen Magdeburg.

Hannover.  

Wie ist das Gefühl da oben?

Es ist eine sehr schöne Momentaufnahme. Darüber kann man sich bei aller Bescheidenheit auch freuen und stolz darauf sein. Trotzdem wissen wir: Es kommt nicht von irgendwoher, wir haben dafür hart gearbeitet. Wir wissen auch, dass es anders kommen kann. Wir müssen konzentriert weitermachen.

Wie konnte die Wende klappen von „Wir gewinnen gar kein Spiel mehr“ hin zu „Wir gewinnen jetzt alle Spiele“?

Letztes Jahr waren wir nicht so schlecht, wie die Ergebnisse es aussagen. Ein, zwei Spiele liefen nach der Winterpause unglücklich. Im Team stimmte auch nicht alles. Dann bist du in dieser Negativspirale drin. Dann gab es einen Schnitt im Sommer. Die letzte Saison wurde ausführlich analysiert und abgehakt. Dann kam der neue Trainer, mit ihm eine neue Philosophie und ein paar neue Spieler. Das gab Aufwind und einen Schub. Dass wir Potenzial haben, war ja bekannt. Wir mussten es nur auf die Platte bekommen. Und wenn man so startet wie wir jetzt, dann klappt auch automatisch ein bisschen mehr. So viel ist sicher: Zu gewinnen macht deutlich mehr Spaß.

Müssen Sie sich nicht kneifen bei dem, was gerade passiert?

(lacht) Nein. Der Coach und die anderen Verantwortlichen sorgen dafür, dass man auf dem Boden bleibt. Aber die augenblickliche Phase kann jeder von uns richtig einschätzen. Wichtig ist, dass man sich bewusst macht, dass es erst vier Spiele sind.

Alle loben den neuen Trainer Carlos Ortega ...

Jeder Trainer hat seine Handschrift und seinen eigenen Stil. Carlos war ein sehr erfolgreicher Spieler. Er ist sehr authentisch und stellt eine große Persönlichkeit dar. Er kriegt die Mischung gut hin. Aber die Saison ist lang, da werden Stolpersteine kommen, Höhen und Tiefen. Bisher funktioniert es sehr gut.

War unter Vorgänger Jens Bürkle entsprechend alles schlechter?

Nein! Ich mag ohnehin keine Trainervergleiche. Bei ihm darf man nicht nur das letzte halbe Jahr sehen. Wir standen auf Platz fünf, waren in der Saison davor Siebter. Wir sind einfach in eine Negativspirale geraten. Ich bin kein Fan davon, dem Trainer die Schuld zu geben. Wir Spieler haben die Spiele verloren. Ich halte immer noch sehr, sehr viel von Jens. Er ist ein guter Trainer.

Sie befinden sich in Ballerform. Schon 29 Tore, Platz zwei in der Schützenliste. Haben Sie es auf die Torjäger-Krone abgesehen?

Nein. Es macht viel mehr Spaß, wenn man gewinnt und seinen Teil beiträgt, als wenn man ein paar mehr Tore wirft, aber verliert. Es freut mich natürlich, dass es bei mir läuft. Die Sommerpause hat gutgetan.

Das alljährliche Recken-Mantra lautet: Platz in den Top 10. Muss das Ziel nach oben korrigiert werden?

Die Top 10 sind ja ein Oberbegriff. Es passieren gerade sehr viele verrückte Dinge in der Liga, nicht nur bei uns. Und es ist alles sehr eng. Am Ende entscheiden wieder zwei Punkte, ob du Sechster oder Zehnter wirst. Fakt ist: Wir haben eine gute Ausgangsposition und müssen uns vor niemandem verstecken.

Am Sonntag kommt Magdeburg ...

Sie gehören zu den Teams, die um die Top-Plätze mitspielen. Es sind immer harte Spiele gegen die. Aber wir spielen daheim und wissen, was wir können. Also: Alles raushauen und gewinnen!

Von Simon Lange


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