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GEBALLTE FREUDE: Trainer Jens Bürkle (Mitte) jubelt mit seinen Spielern Lars Lehnhoff (links) und Mait Patrail.

GEBALLTE FREUDE: Trainer Jens Bürkle (Mitte) jubelt mit seinen Spielern Lars Lehnhoff (links) und Mait Patrail.© Swen Pförtner

Handball

Historischer Sieg: Recken zeigen Stärke

Historischer Sieg für Hannovers Handball-Recken: Beim Aufsteiger ThSV Eisenach gewann das Team von Trainer Jens Bürkle mit 36:24 (15:12) und feierte damit gleich doppelt: höchster Sieg in dieser Saison und höchster Erfolg seit dem Erstliga-Aufstieg 2009.

Eisenach. Und noch eine Premiere: Zum ersten Mal in der laufenden Spielzeit gelang den Recken ein zweiter Sieg in Serie. So mussten Aushilfs-Kapitän Lars Lehnhoff & Co. auch die Sieges-Humba und die La-Ola-Welle vor den 50 mitgereisten Fans unter den 2354 heißblütigen Zuschauern in der engen Werner-Assmann-Halle zelebrieren.

„Das hat Spaß gemacht“, strahlte Linksaußen Lehnhoff, der in seinem zweiten Spiel nach seinem Comeback wieder an gute Zeiten anknüpfte. „Jeder hat seine Leistung gebracht, wir sind nicht eingebrochen - ein großer Schritt in die richtige Richtung.“

Pech für Morten Olsen: Der Spielmacher musste nach 20 Minuten passen. Nach einer Doppel-Chance für ihn selbst konnte der Däne nicht mehr weiterspielen - starke Rückenschmerzen. „Ich konnte nicht mehr aufstehen. Dabei hatte ich mich so gut gefühlt. Gut zu sehen aber, dass es die anderen perfekt gemacht haben.“

Der Tabellenvorletzte Eisenach leistete nur etwa 40 Minuten Gegenwehr. Die Gastgeber lagen nach Olsens Aus sogar 9:8 und 10:9 vorn, nachdem die Recken 5:3 und 7:5 geführt hatten. Was auch an Torwart Martin Ziemer lag, der zur Pause schon zehnmal pariert hatte. Aber auch die Recken trafen in Unterzahl durch Lehnhoff zum 12:11, ehe Erik Schmidt und zweimal Runar Karason für das 15:12 zur Halbzeit sorgten.

Zwischen der 39. (20:17) und 44. Minute (26:18) drückte das Bürkle-Team dann aufs Gaspedal. Schmidt und Joakim Hykkerud trafen vom Kreis, Sven-Sören Christophersen aus dem Rückraum und Timo Kastening von linksaußen. „Torwart, Abwehr, Angriff, die Konter-Quote - alles lief gut“, war Bürkle glücklich. „Einer der schönen Tage, aber die sind selten. Ganz großes Kompliment, wir haben in allen Mannschaftsteilen gut performed.“

„Nach der 40. Minute ist Eisenach zusammen gebrochen“, meinte Recken-Manager Benjamin Chatton und warnte gleich schon mal: „Gegen Wetzlar wird es Sonnabend viel schwerer.“ Diese Sorgen hätte Velimir Petkovic gern: „Das war eine Demontage, Lehrstunde, Blamage! Eine der schlechtesten Team-Leistungen in meiner 27-jährigen Karriere“, sagte Eisenachs Coach. „Ich entschuldige mich bei unseren Fans.“

Von Helmut Anschütz


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