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AUF KURS EUROPAPOKAL? Recken-Kapitän Torge Johannsen (31) am Steuereines Maschseedampfers. Foto: Petrow

AUF KURS EUROPAPOKAL? Recken-Kapitän Torge Johannsen (31) am Steuer eines Maschseedampfers.© Florian Petrow

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NP-Interview

Hier spricht der neue Recken-Kapitän

Torge Johannsen ist der neue Kapitän der Handball-Recken. Der Rechtsaußen kann sich vorstellen, bei der TSV alt zu werden. Erst mal will er zum Burger-Essen einladen.

Herzlichen Glückwunsch zum neuen Amt. Der Trainer hat Sie zum Spielführer bestimmt. Hatten Sie eine Wahl?
Eine Wahl hat man immer im Leben. Das trifft auch auf diesen Fall zu. Das Kapitänsamt ist natürlich eine Ehre. Also ist das dann doch eher eine Einbahnstraße. Allerdings hätte ich auch nein sagen können. Aber ich habe zugestimmt und mich bedankt für das Vertrauen, was mir ausgesprochen wurde. Ich will das nicht überbewerten, sicher ist ein Stück weit Verantwortung dahinter, Kapitän zu sein. Aber ich habe jetzt nicht die Nachbarn eingeladen, weil ich Kapitän geworden bin.

Waren Sie schon mal Kapitän?
Ja, in Flensburg. Für ein halbes Jahr, Ende 2009, bevor ich nach Hannover gewechselt bin. Aber das kann man nicht vergleichen. Ansonsten bin ich Kapitän von vier Mädels zu Hause (Frau und drei Töchter, Anm. d. R.).

Was haben Sie sich vorgenommen, wie wollen Sie wirken?
Ich will versuchen, das Amt nach bestem Wissen und Gewissen auszufüllen. Eine gute Objektivität an den Tag zu legen. Und zwischen Mannschaft und Trainer zu vermitteln und als Bindeglied zu fungieren. Und ich werde natürlich die Mannschaft erst mal einladen.

Wozu?
Zum Burger-Essen. Burger mag ich ganz gerne. Vielleicht mache ich auch welche selbst.

Wie ist der Recken-Dampfer unterwegs bisher in der Vorbereitung?
Wir sind sehr fleißig. Es ziehen alle an einem Strang. Das ist zufriedenstellend. Aber wir haben drei neue Spieler einzubinden, die eine Rolle ausfüllen sollen auf elementaren Positionen. Eine sehr sensible Sache und erst mal schwierig. Das kann natürlich auch zunächst für Misserfolg sorgen, weil die Abstimmung noch nicht zu 100 Prozent passt. Den Linden-Cup haben wir gewonnen. Zuletzt waren wir aber beim Erima-Cup gegen Melsungen von der Rolle. Wir haben noch ein bisschen Zeit. Am Mittwoch gehts gegen Hildesheim. In einer Woche das Pokalspiel. Und dann kommt die Wahrheit: Melsungen zu Hause zum Ligastart.

Muss man Angst um die Recken haben gegen das starke Melsungen?
Auf keinen Fall. Wir haben ein Heimspiel. Das erlaubt uns, an den Schrauben „Geilheit aufs Spiel“ und „Emotionen“ zu drehen. Wie die Wahrheit tatsächlich aussieht, sehen wir dann natürlich erst hinterher.

Wo soll der Recken-Dampfer hin am Ende der Saison, um im Bild zu bleiben?
Eine konkrete Zielsetzung haben wir noch nicht vollzogen. Natürlich haben wir einen Anspruch. Ich denke, es wird eine Schnittmenge aus den letzten beiden Jahren.

Da sind sie Sechster und Achter geworden. Letzte Saison haben die Recken Europapokalluft schnuppern können, sind aber schon in der Gruppenphase gescheitert ...
Man kann jeden Spieler fragen, der letzte Saison dabei war: Wir waren nicht so erfolgreich, wie wir uns das vorgestellt hatten. Es ist klar, dass alle wieder den Europapokal erreichen und es besser machen wollen als beim letzten Mal. Im Prinzip ist es nichts anderes, als ein Spiel zu verlieren und das nächste Spiel gewinnen zu wollen.

Sie sind 31, gehen in Ihr sechstes Jahr bei den Recken. Ihr Vertrag läuft noch bis 2015. Werden Sie bei der TSV trotzdem alt?
Ach, mit 31 denkt man noch nicht übers Alter nach (lacht). Ich will auf jeden Fall noch einige Jahre spielen. Ich bin gerne hier. Meine Familie und ich haben ein gute Zeit hier und ein tolles Umfeld. Ich kann mir das vorstellen. Weil es keinen Grund gibt, der dagegenspricht.


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