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Handball

Hannover: Steigen die Recken ab oder kriegen sie die Kurve?

Bei den Recken läuft es momentan alles andere als rund. Die Niederlagen-Serie macht den Handballern aus Hannover zu schaffen. Die NP hat mal analysiert, ob ein Abstieg möglich ist und wie hoch die Chancen bei den nächsten Partien so stehen.

Hannover. „Wir strotzen mo­mentan nicht gerade vor Selbstvertrauen“, sagte Jens Bürkle nach der nächsten Niederlage der TSV Hannover-Burgdorf am Sonntag gegen Magdeburg. Diese Einschätzung des Trainers wirkt untertrieben angesichts einer Serie von 0:16 Punkten in der Handball-Bundesliga. Nur das Polster aus dem Herbst 2016 lässt keine Abstiegsängste aufkommen. Noch haben die Recken acht Zähler mehr als der Tabellensechzehnte TVB Stuttgart. Und in den vergangenen 14 Jahren haben die von den Recken jetzt schon erreichten 22 Punkte immer zum Ligaerhalt gereicht.

Eng wird es indessen mit dem Minimalziel Top 10. Für den zehnten Rang sollten die Recken 30 Zähler sammeln. Die NP blickt Spiel für Spiel auf das Saisonfinale und rechnet Hannovers jeweilige Siegchancen aus. Es könnte am Ende für Platz zehn noch reichen.

VfL Gummersbach (23. April, auswärts): Der VfL hat eine noch schlechtere Rückrundenbilanz als die Recken, wirkte zuletzt aber stabiler. Außerdem sitzt jetzt ein sehr erfahrener Trainer auf der Bank – Sead Hasanefendic, der mit Gummersbach drei Europapokale gewann. Siegchance: 50 Prozent.

Füchse Berlin (26. April, auswärts): Der Tabellenvierte stürzte am Sonntag Spitzenreiter Flensburg. Ein Sieg in Berlin wäre nur an einem grottenschlechten Tag des Gastgebers möglich. Siegchance: 5 Prozent.

TVB Stuttgart (13. Mai, daheim): Das 20:30 aus dem Hinspiel ist Motivation genug für die Recken, den Spieß umzudrehen. Der abstiegsbedrohte TBV verlor zuletzt deutlich gegen Wetzlar. Siegchance: 75 Prozent.

GWD Minden (19. Mai, auswärts): Der Aufsteiger hat nur einen Punkt weniger als Hannover. Und viel gewinnen konnten die Recken in Minden bisher nicht. Siegchance: 40 Prozent.

SC DHfK Leipzig (24. Mai, daheim): Die Sachsen warfen die Recken aus dem Pokal und siegten 2015 mit 31:25 in der Swiss-Life-Hall. Hannover setzte sich aber im Hinspiel durch. Siegchance: 50 Prozent.

HSC 2000 Coburg (31. Mai, auswärts): Der Tabellenletzte sollte keine Probleme bereiten, zumal dann dessen Abstieg schon besiegelt sein könnte. Siegchance: 90 Prozent.

TBV Lemgo (7. Juni, daheim): Die Lipper hatten bisher wenig Grund zur Freude in Hannover. Aber Achtung: Ostern schlugen sie Kiel. Siegchance: 80 Prozent.

Bergischer HC (10. Juni, auswärts): Personell schwächer be­setzt als die Recken. Aber die Rückrundenform des HC stimmt, die Rettung ist möglich. Sieg­chance: 60 Prozent.

von Carsten Schmidt & Simon Lange


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