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TSV Hannover-Burgdorf

Handball: Recken verlieren beim Rekordmeister Kiel mit einem Tor - 26:27

Pech für die Bundesliga-Handballer der TSV Hannover-Burgdorf: beim Rekordmeister THW Kiel verloren sie am Mittwochabend mit 26:27 - ihr letzter Wurf blieb hängen.

Hannover.. Zwanzig Sekunden vor Schluss nahm Recken-Trainer Jens Bürkle eine letzte Auszeit. Ein letzter Versuch in letzter Minute. Überzahl, 26:27-Rückstand. Doch der Freiwurf von Runar Karason aus 14 Metern blieb in der Kieler Mauer hängen. Kein Happy End beim Handball-Drama in der Sparkassen-Arena für die Recken – aber was für ein Kampf!
Die TSV Hannover-Burgdorf  hatte gestern Abend den Rekordmeister am Rande einer Niederlage, verlor aber doch mit einem Tor – bitter. Mit hängenden Köpfen verließen die Spieler das Feld.
„Wir haben eine gute Leistung gezeigt und es den Kielern schwer gemacht“, sagte der starke Torwart Martin Ziemer.
Hinten stabil, ließen sich die Recken vorne Zeit und spielten geduldig und langsam ihre Angriffe aus. „Damit haben wir Kiel etwas ausgebremst“, so Ziemer.
Durch Mait Patrail ging Hannover mit 1:0 in Führung – es sollte allerdings die einzige bleiben. Mit 7:4 und 11:7 wähnte sich Kiel auf dem sicheren Weg, doch Hannover ließ sich nicht so einfach abschütteln. Nur 11:13 zur Pause – das ließ hoffen.  
Zu Beginn der zweiten Hälfte zog Kiel auf 15:11 davon, doch die Recken robbten sich wieder ran: Kai Häfner mit dem 15:16-Anschluss (39.). Kiels genervter Trainer Alfred Gislason stellte von einer 6:0-Abwehr auf 3-2-1 um und wechselte im Tor Europameister Andreas Wolff gegen Olympiasieger Niklas Landin aus – ohne Erfolg. Erst zauberte Patrail einen Kempa-Pass zu Torge Johannsen, dann netzte Lars Lehnhoff zum 18:18 für die Recken ein (42.).
Kiel reagierte wütend – und mit falscher Präzision. Steffen Weinhold  traf Ziemer am Kopf, jedoch mit so viel Wucht, dass der Ball noch zum 20:18 ins Tor trudelte. Weinhold entschuldigte sich, aber Ziemer, der behandelt werden musste, war untröstlich und meckerte die Schiedsrichter an, weil sie das Tor nicht abgepfiffen hatten. Ziemer bekam eine Zweiminutenstrafe aufgebrummt. „Da hätte ich mir mehr Fingerspitzengefühl erwartet“, meinte der Recken-Torwart hinterher.
Auch Joakim Hykkerud musste später auf die Bank, Trainer Jens Bürkle kassierte für Meckern die gelbe Karte. Zwischendrin versemmelte Johannsen auch noch einen Siebenmeter. Kiel setzte sich in der hitzigen Schlussphase wieder auf 26:23 ab – und kam trotzdem nicht weg. Fabian Böhm gelang drei Minuten vor Ende das 26:26. Die Recken waren nicht kleinzukriegen. „Wie wir in der zweiten Halbzeit dreimal zurückkommen – das hat mir imponiert“, lobte Manager Benjamin Chatton.   
Dann setzte Kiels Domagoj Duvniak mit seinem Tor zum 27:26 den entscheidenden Schlag – den Recken-K.o.!Zwanzig Sekunden vor Schluss nahm Recken-Trainer Jens Bürkle eine letzte Auszeit. Ein letzter Versuch in letzter Minute. Überzahl, 26:27-Rückstand. Doch der Freiwurf von Runar Karason aus 14 Metern blieb in der Kieler Mauer hängen. Kein Happy End beim Handball-Drama in der Sparkassen-Arena für die Recken – aber was für ein Kampf!


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