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DIE RECKEN AM BODEN: Zwei Leipziger greifen sich Hannovers Kreisläufer Joakim Hykkerud (links).

DIE RECKEN AM BODEN: Zwei Leipziger greifen sich Hannovers Kreisläufer Joakim Hykkerud (links).© Florian Petrow

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Handbaall

Ernüchterung bei den Recken

Recken-Geburtstage sind zurzeit alles andere als pures Vergnügen. Am Sonntag wurde Spielmacher Morten Olsen 31, am Mittwoch wird Trainer Jens Bürkle 34 Jahre alt.

Hannover. Neben dem privaten Glück gibt es nicht viel zu feiern. Beruflich läufts nämlich nicht so, wie es sollte. Nach der deftigen 25:31-Heimpleite gegen Aufsteiger Leipzig ist Ernüchterung eingekehrt.

Ein, zwei Tage Trübsal, aber spätestens ab Montag, also gestern, habe er „wieder die Hoffnung, dass wir konzentriert weiterarbeiten und uns Erfolgserlebnisse verdienen“. Gesagt hat das Recken-Manager Benjamin Chatton am Sonnabend.

Der unerwartete Rückschlag wirkt immer noch nach. „Das war eine rechte Gerade. Niederschlag in der sechsten Runde. Jetzt heißt es aufstehen oder liegenbleiben.“ Chatton hatte auch gestern noch „so ein Bauchgefühl. Der Stein im Magen ist immer noch nicht weg.“

Was ihn bedrückt: mit sechs Toren Unterschied zu Hause gegen einen Aufsteiger zu verlieren und 55 Minuten keine Chance zu haben. „Leipzig ist eine gute Mannschaft, aber beileibe keine Spitzenmannschaft“, erinnert Chatton. „Das Ergebnis darf so nicht aussehen. Und es kommt auch darauf an, wie man sich präsentiert. Wir haben wirklich schlecht Handball gespielt.“

Kein Zugriff in der Abwehr, kaum Gegenstöße, keine Ideen im Angriff, Würfe zum Teil meterweise am Tor vorbei oder drüber. Am Kreis und auf den Außen waren die Recken so gefährlich wie ein Wattebausch. Hinzu kamen individuell schwache Auftritte der meisten Spieler. Auch Trainer-Auszeiten brachten nichts.

Was Chatton Hoffnung macht? „Dass wir schon gezeigt haben, dass wir besser Handball spielen können.“ Der gute Start mit den starken Auftritten gegen die Top-Teams Göppingen und Kiel ist allerdings längst Vergangenheit. Seitdem schwanken die Leistungen der TSV Hannover-Burgdorf irgendwo zwischen mies, mittelprächtig und meisterhaft.

Noch ist die Gesamtsituation nicht alarmierend. Doch eigentlich sollte es weiter nach oben gehen. Mit 8:10 Punkten stehen die Recken am Ende des Mittelfeldes. Wie in der vergangenen Saison. Gut, sechs der ersten neun Gegner kamen aus den aktuellen Top acht. Nach dem Sieg gegen Balingen (erster Auswärtserfolg seit Dezember) und dem ausgeglichenen Punktekonto machte sich Aufbruchstimmung breit. Die ist jetzt auf einen Schlag verpufft.

Chatton warnt vor dem schweren Gang nach Berlin am Sonntag: „Wir dürfen diese Pleite nicht als einfachen Ausrutscher abtun, dafür tat es zu sehr weh.“


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