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Evgeni Pevnov brüllt seine Freude raus beim Sieg gegen Flensburg, Casper Mortensen und Fabian Böhm (von links) jubeln mit.

Evgeni Pevnov brüllt seine Freude raus beim Sieg gegen Flensburg, Casper Mortensen und Fabian Böhm (von links) jubeln mit.
© Petrow

TSV Hannover-Burgdorf

Einfach weiterbrüllen!

Die Handball-Recken lagen sich in den Armen, hüpften jubelnd im Kreis nach dem 32:29-Überraschungssieg gegen Vizemeister Flensburg. Endlich mal wieder ein Bundesligasieg, der erste in 2017 nach der Horrorserie in der vergangenen Rückrunde. Neu-Trainer Carlos Ortega hat seinem Team endlich wieder Kraft gegeben – und warnt trotz großer Freude vor verfrühter Euphorie. Denn schon am Sonntag (15 Uhr) geht’s weiter – dann kommt die HSG Wetzlar in die Tui-Arena.

Hannover. „Der Sieg gegen Flensburg ist Vergangenheit, jetzt gucken wir nur auf Wetzlar“, betont Ortega. Das Mini-Wunder gegen den Vizemeister sei eben nur ein einziger Sieg gewesen, mehr nicht. Das Credo: Nichts überbewerten, nicht zu lange freuen, hart weiterarbeiten. Der Star-Trainer aus Spanien bleibt auf dem Boden, trotz zeitweise überragender Leistungen seines Teams beim Saisonauftakt. Aber Ortega strebt Perfektion an, dauerhaft. Und auf dem Weg dahin stete Verbesserung.

Die HSG Wetzlar ist die nächste große Reifeprüfung für Ortegas neues Konzept. Wetzlar steht mit einem Sieg und einem Unentschieden auf Tabellenplatz drei. Auch wenn’s noch früh ist in der Saison, ein Recken-Erfolg ist trotz der Superleistung gegen Flensburg kein Selbstläufer. „Wetzlar ist ein sehr gutes Team mit guter Abwehr und starkem Tempogegenstoß“, weiß Ortega, „aber wir werden unser Bestes geben.“

Allerdings ohne Spielmacher Morten Olsen, der gegen Flensburg eine bärenstarke erste Halbzeit als Ballverteiler spielte, sich dann aber im letzten Angriff vor der Pause am linken Oberschenkel verletzte. „Wir brauchen einen neuen Matchplan“, betont Ortega. Mit etwas Glück übernimmt Russen-Star Pavel Atman, der nach seiner Verletzung kurz vor einer Rückkehr steht, die Rolle als Regisseur. „Er wäre sehr hilfreich, mal sehen, was die Ärzte sagen. Aber er hat bisher nur einmal mit der Mannschaft trainiert“, erzählt Ortega. Der Taktik-Fuchs würde auch ohne Atman eine gute Lösung finden. Denn die Ausgangslage ist klar, bei aller Fan-Euphorie: „Dass die Negativserie in der Bundesliga gerissen ist, tut sehr gut“, sagt Recken-Abwehrchef Sven-Sören Christophersen, „aber wir müssen jetzt nachlegen, sonst war der Sieg gegen Flensburg nichts wert.“

Von Jonas Szemkus


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