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Die Recken Morten Olsen, Evgeni Pevnov und Runar Karason (von links) freuen sich mit Sven-Sören Christophersen und Torwart Malte Semisch  (verdeckt) über den überraschenden 31:29-Sieg gegen Kiel.

Die Recken Morten Olsen, Evgeni Pevnov und Runar Karason (von links) freuen sich mit Sven-Sören Christophersen und Torwart Malte Semisch (verdeckt) über den überraschenden 31:29-Sieg gegen Kiel.
© Klahn

TSV Hannover-Burgdorf

Einfach irre, wie gut es läuft

Läuft bei den Handball-Recken der TSV Hannover-Burgdorf! „Wir haben auf der Rückfahrt aus Kiel auch ein paar Bier getrunken und ein bisschen gesungen“, verrät Trainer Carlos Ortega. Eine kleine Party für den großen 31:29-Sieg beim Rekordmeister – der erste in der Recken-Geschichte, dazu der beste Saisonstart, drei Erfolge in Serie trotz Topgegnern, Spitzenreiter! Doch viel Zeit für Partystimmung bleibt nicht. Schon am Sonntag (12.30 Uhr) geht’s für die Recken auswärts weiter bei Schlusslicht TuS N-Lübbecke.

Hannover. Dabei ist der Wahnsinnssieg in Kiel vom Donnerstagabend noch sehr präsent: „Das war ein richtig erfolgreicher Tag für uns, da können wir nur glücklich sein“, sagt Ortega. Kein Wunder: Es war der erste Sieg gegen den THW im 18. Anlauf für die Recken. Und auch Ortega war es zuvor als Trainer mit Ungarn-Topteam Veszprem und als Aktiver mit Barcelona nie gelungen, in Kiel zu gewinnen. „Wir haben den Sieg sehr genossen“ – aber nicht übermäßig. Der Blick geht wieder nach vorne – zu Lübbecke. Erster gegen Letzter, drei Siege gegen null Punkte. Auf dem Papier dürfte das kein Problem werden für die bärenstarken Recken. „Aber wir spielen eben nicht auf dem Papier“, warnt Ortega. Viel Vorbereitung bleibt nicht vor vierten Saisonspiel in nur elf Tagen.

Gegen den punktlosen Letzten N-Lübbecke müssen die Recken trotz des anstrengenden Auftaktprogramms nachlegen – zum ersten Mal in dieser Saison als klarer Favorit auf den Sieg. „Das ist vielleicht sogar schwerer. Wir haben jetzt ein Level erreicht, das wir halten müssen. Wir dürfen keinen Schritt zurück machen, sonst können wir das verlieren“, betont Ortega. Der Perfektionist aus Spanien will lieber noch einen Schritt nach vorne machen und weiter an der neuen Dominanz der Recken feilen: „Erfolg hast du nicht durch Glück. Dafür musst du hart arbeiten, und meine Spieler arbeiten hart“, lobt Ortega. „Wenn wir das weiter tun, mit diesem Selbstvertrauen und der Power auftreten, dann werden wir die Punkte holen.“

Von Euphorie will der Coach trotz des besten Saisonstarts der Recken-Geschichte aber überhaupt nichts wissen. Auch nicht gegen die vermeintlichen schwachen Lübbecker: „Wenn du die Bodenhaftung verlierst und nicht von Spiel zu Spiel denkst, werden wir stürzen.“ Fehlen werden in Lübbecke der angeschlagene Spielmacher Pavel Atman, Lars Lehnhoff (Achillessehne) und Torwart Martin Ziemer, der vorm Kiel-Spiel kurzfristig mit muskulären Problemen passen musste

Von Jonas Szemkus


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