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GUT GELAUNT: Mit dem Recken-Logo fühlen sich der neue spanische Hannover-Trainer Carlos Ortega (links) und sein Co Iker Romero schon sichtlich wohl.

GUT GELAUNT: Mit dem Recken-Logo fühlen sich der neue spanische Hannover-Trainer Carlos Ortega (links) und sein Co Iker Romero schon sichtlich wohl.
© Foto: Vosshage

Die neuen Star-Trainer

Die Recken sind ihr Traumjob

Deutsch klappt noch nicht beim neuen Recken-Trainer Carlos Ortega (45). Aber Aufbruchstimmung versprüht er schon jetzt bei seiner offiziellen Vorstellung. Der spanische Star-Coach hat Großes vor mit Hannovers Handballern. Das Zeug für Europa? „Natürlich“, sagt Ortega wie aus der Pistole geschossen – allerdings auf Englisch. „Das Potential ist absolut da. Aber wir haben keine Zielvorgabe, keinen Tabellenplatz, der es unbedingt sein muss. Unser Hauptziel: Wir wollen in jedem Spiel mithalten, in jedem Spiel kämpfen, als sei es ein Finale. Dann können wir jeden schlagen.“

Hannover. Seine Worte sind Balsam für die geschundene Recken-Seele nach der Horrorserie in der Rückrunde. 16 Spiele ohne Sieg, danach musste Ex-Coach Jens Bürkle gehen. Der Star-Trainer aus Spanien, der schon das ungarische Topteam Veszprem ins Champions-League-Finale führte, soll es richten. So überzeugt er von der Qualität seines neuen Teams ist, so überzeugt ist er auch, dass er Erfolg haben wird.

Die Sieglos-Rückrunde als Bremse für neue Euphorie? Nicht mit Ortega! „Es ist ein klarer Schnitt: eine neue Saison, neue Trainer, eine neue Vorbereitung. Wir fangen bei null an.“ Ortega spricht Klartext, wirkt fokussiert, ohne dabei arrogant zu wirken. „Ich bin eigentlich sehr nett, aber wenn ich das Gefühl habe, hart sein zu müssen, bin ich hart“, sagt Ortega über sich selbst. Neue Impulse für die Rückkehr in die obere Tabellenhälfte. „Hannover hat ein richtig gutes Team, und es ist eine super schöne Stadt. Ich hatte auch andere Angebote, aber ich wollte unbedingt hier nach Hannover und in die Bundesliga! Das war meine erste Wahl.“ Die Recken-Fans dürften das gerne hören.

An seiner Seite hat der spanische Star-Coach einen weiteren Star: Ex-Weltmeister und Champions-League-Sieger Iker Romero übernimmt als Co-Trainer. Außerdem soll er den Recken-Nachwuchs führen, vermutlich als Coach der A-Junioren. Auch dort mit klaren Vorstellungen: „Wir wollen in allen Mannschaften das gleiche Spielsystem wie bei den Profis etablieren“, sagt Romero – auf Deutsch. Für den 37-Jährigen, der lange für das Topteam FC Barcelona und in der Bundesliga für die Füchse Berlin am Ball war, ist es die erste Station als Mit-Entscheider. „Für mich ist das eine Riesenchance hier zu sein“, sagt er, „wir werden viel trainieren, viel kämpfen. Ich bin so motiviert, dass die Vorbereitung endlich losgeht. Ich zähle die Tage!“

Mitte Juli ist es soweit, dann starten die Recken mit den ersten Einheiten. Und nicht nur das neue Trainer-Duo ist zuversichtlich, dass es mit frischem Wind bald wieder rund läuft. „Das sind zwei Namen, die in der Handball-Welt schon für viele Schlagzeilen gesorgt haben, Hoffentlich tun sie das jetzt auch bei uns“, witzelt Recken-Manager Benjamin Chatton. Mit der Verpflichtung ist ihm ein Coup gelungen. „Das ist ein schöner Tag für uns. Wir machen hoffentlich den Entwicklungsschub, den wir uns erhoffen“, sagt der bescheidene Geschäftsführer. Wer den ersten Eindruck des neuen Duos als Gradmesser nimmt, kann sicher sein, dass das klappt.

Von Jonas Szemkus


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