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WIEDER TOP-FIT: Burgdorfs Rechtsaußen 
Torge Johanssen traf gegen Großwallstadt fünfmal – 
trotz Rückenproblemen. 
Die sind jetzt aber auskuriert. 
Gegen Wetzlar dürfte er sich morgen 
in noch besserer Form befinden.

WIEDER TOP-FIT: Burgdorfs Rechtsaußen
Torge Johanssen traf gegen Großwallstadt fünfmal –
trotz Rückenproblemen.
Die sind jetzt aber auskuriert.
Gegen Wetzlar dürfte er sich morgen
in noch besserer Form befinden.© Petrow

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Spiel

Auf dem Weg in die Komfort-Zone

Das Überraschungsteam der Liga wartet am Freitag auf Burgdorf: Die HSG Wetzlar will es den Burgdorfern unbequem machen.

Hannover. Sphärische Klänge, wohlige Wärme, gediegenes Mobiliar, dezenter Duft von Massageöl in der Luft - die TSV Hannover-Burgdorf musste gestern improvisieren. Das obligatorische Pressegespräch vor einem Spiel der Handball-Bundesliga fand Mittwoch nicht wie sonst in einem Konferenzraum des Dormero-Hotels, sondern im Wellness-Bereich statt.

Wie passend. Nach sieben Spieltagen findet sich Burgdorf mit 7:7 Punkten (bester Start seit Bundesliga-Zugehörigkeit) auch in der Tabelle in der Komfort-Zone zwischen Gut und Böse wieder.

„Das ist nicht der Fall“, stellt „Sauna-Meister“ Christopher Nordmeyer wenig tiefenentspannt klar und sorgt für einen kühl-nüchternen Aufguss, während im Hintergrund die Panflötenmusik widerspricht. „Sieben Punkte reichen für nichts aus. Auch die doppelte oder dreifache Zahl an Punkten nicht“, sagt der Trainer, „ich möchte mal gerne in der Komfort-Zone sein, dass wir das Gefühl haben, alles ist möglich. Aber dafür brauchen wir noch ein paar Monate.“

Die Euphorie hält sich nach dem starken 31:27-Sieg gegen Großwallstadt in Grenzen - weil Freitag (19.45 Uhr) die schwere Auswärtsaufgabe beim Überraschungsteam der Liga auf Burgdorf wartet. Die HSG Wetzlar, vergangene Saison gerade dem Abstieg entwischt, hat mit 9:5 Punkten einen Super-Start hingelegt - zu Hause Hamburg geschlagen, Flensburg einen Punkt abgeluchst.

„Die Frage, ob wir eine Chance auf Zählbares haben, hängt von der momentanen Verfassung und Leistung Wetzlars ab“, gibt Nordmeyer die Favoritenrolle weiter, „die sind zurzeit nur sehr schwer zu schlagen.“ Wie, da hat Nordmeyer eine Ahnung: „Ich bin noch auf der Suche nach der Lücke im System. Die haben eine sehr starke Deckung. Ich glaube, wir müssen selber sehr gut verteidigen, müssen deren Angriffstempo brechen. Wenn wir hinbekommen, sie zu schlechten Pässen zu zwingen, können wir zu Gegenstößen kommen.“

Im Falle eines Sieges hat die Mannschaft das Wochenende frei. Zeit, die Seele baumeln zu lassen. Ein Sauna-Gang würde sich dafür bestens anbieten.


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