Arnold Bruggink jubelt über sein abgefälschtes Freistoßtor, das Hannover 96 den Sieg gegen Freiburg sicherte.
Von Thorsten Langenbahn
Hannover. „Ich habe ja nicht auf einmal das Fußballspielen verlernt“, sagt Bruggink. Zwar wurde sein abgefälschter 26-Meter-Schuss zum 2:1 als Eigentor von Freiburgs Papiss Demba Cissé gewertet, doch für Bruggink – der sein einziges Saisontor beim 5:2 im Hinspiel geschossen hatte – fühlt es sich an wie sein eigener Treffer. „Wenn man daran denkt, wie bei mir im letzten Jahr die Rückrunde mit Toren und Assists gelaufen ist, das ist nicht auf einmal weg“, erinnert er an seine Stärken als Rückrundenspezialist.
In seinen ersten drei 96-Spielzeiten hatte er immer erst nach der Winterpause getroffen, jeweils Ende Februar/Anfang März gings los. Demnach kommt seine stärkste Phase erst noch, auch wenn er in diesem Jahr ein bisschen spät dran ist. Das liegt auch an zwei Neuen: Trainer Mirko Slomka und dem Brasilianer Elson. „Der Trainer hat seine eigene Entscheidung getroffen“, weiß Bruggink. Die Gründe für den Tausch der Spielmacherrolle sind für ihn nachvollziehbar: „Es ist zuletzt nicht so gelaufen, wie ich es mir selber vorgestellt habe. Wir haben es als Mannschaft nicht gebracht, da bin ich auch ein wichtiger Teil von“, so der 32-Jährige.
Doch Bruggink kämpft – um seine Rückkehr in die Startelf, den Klassenerhalt, seine eigene Zukunft in Hannover. Bei 25 Einsätzen verlängert sich sein Vertrag um ein weiteres Jahr. 19 Spiele hat er gemacht, neun Spieltage sinds noch. Verletzen darf er sich nicht, will er den Verlängerungsjoker ziehen. Aber auch so wirds für ihn eng.
Gegen Wolfsburg hatte er als Joker die große Ausgleichschance kurz vor Schluss noch verdaddelt, in den 26 Minuten gegen Freiburg liefs besser. „Ich kenne das Gefühl, habe das schon oft erlebt, dass ich reinkomme und das Tor mache“, so Bruggink. Gelingt ihm das annähernd so wie in der letzten Rückrunde, als er fünf Treffer schoss und zehn Vorlagen gab, wird der jubelnde Holländer ein 96er bleiben.
Kommentare
Bruggink jensi – 09.03.10
Bruggink ist bestimmt kein schlechter Fußballer und ein Supertyp. Nur für die 1. Bundesliga reicht es dann doch wohl eher nicht. In früheren Zeiten, als der Ball noch in Ruhe angenommen werden konnte und größtenteils in ebensolcher Ruhe abgespielt wurde, dass wären seine Glanzzeiten gewesen. Er hat eine gute Übersicht, einen guten Schuss mit guten Standards - aber die Laufstärke und Laufgeschwindigkeit ist nicht zeitgemäß. Gerade nicht auf seiner 10er Position. Er kommt ja gar nicht erst dazu, um einen seiner Distanzschüsse anzusetzen, denn bevor es Maß nimmt ist der Ball schon wieder weg. Zudem ist er auf dieser präsenten Position in aller regelmäßigkeit komplett abgetaucht. Man muß in einer solchen Situation eben auch mal treten, kratzen, beißen und spucken. Nur ein paar anständige Spiele in der Rückrunde ist einfach zu wenig, damit wird man jedes Jahr um den Abstieg spielen. Allerdings ist mir auch Elson bis dato zu zahm. Von welcher Position sollen die Tore erzwungen werden? Die Stürmer hängen ja komplett in der Luft. Jung`s, ihr müßt Torgeil und auch vorne aggressiver werden... Hacke und Spitze ist erstmal am wenigsten gefragt......Bruggink Peter – 09.03.10
Bruggink ist nicht gut und war nie richtig gut. Leistung eher ausreichend, typischer Mitläufer. Wenn alle versagen, versagt er auch. Der Glaube ist wichtig, hilft aber nie alleine.hindernisse? Paok fc – 09.03.10
es sind noch ein paar hindernisse die zu beweltigen sind,das kriegen die roten schon hin.einfach nur daran glauben und ab der fisch.