Trotz Regen standen in Empede hunderte Menschen am Straßenrand, als die Trauergesellschaft zum Friedhof fuhr.
Neustadt am Rübenberge. Hunderte Menschen - darunter viele Kinder und Jugendliche mit Fan-Schals - säumten bei strömendem Regen die Straßen des Dorfes, als die Trauergesellschaft zur Beisetzung fuhr. Die Polizei hatte den Friedhof weiträumig abgesperrt. Nur Familienangehörige, Kollegen und engste Freunde begleiteten den Sarg. Zuvor hatte es eine öffentliche Trauerfeier mit etwa 40 000 Menschen im Stadion in Hannover und eine private Zeremonie in der Kapelle des Klosters Mariensee gegeben.
Bereits gegen Mittag hatte die Polizei einige Straßen rund um Enkes Wohnort abgesperrt und den Verkehr umgeleitet. Mit einer Polizeieskorte rollte der Leichenwagen zunächst zum Kloster Mariensee, gefolgt von fünf Bussen mit Spielerkollegen und Trauergästen sowie mehreren Autos. In dem kleinen, beschaulichen Empede hing vor einem Haus eine Fahne des Bundesligisten Hannover 96 auf Halbmast, überall standen Polizeifahrzeuge. Einige Anwohner schauten aus den Fenstern oder standen vor den Haustüren.
Am frühen Nachmittag sammelten sich immer mehr Menschen an den Straßen. Knapp 200 Fans harrten direkt an der Absperrung rund 200 Meter vor dem Friedhof aus, der außerhalb des Ortes liegt. Einige Trauernde hatten Blumen mitgebracht, viele trugen Mützen und Schals von Hannover 96. Der Torhüter des Fußball-Bundesligaclubs hatte sich am Dienstag das Leben genommen. lni
Kommentare
... Robert – 20.11.09
man merkt eben aus ihrem text das sie bis heute nicht damit fertig werden konnten, aus dem grunde respektiere ich ihre sichtweise, mehr aber auch nicht!Robert Enke Kathy – 18.11.09
Ich kann ja irgendwie verstehen, was du denkst, aber man sollte diese Menschen nicht verurteilen,keiner bringt sich um, weil er das toll findet, sondern weil da immer was hintersteckt!
Ich habe selbst psychische Probleme
und ich habe niemals daran gedacht,
mich umzubringen, weil es Dinge gibt,
die mir Kraft und Halt geben.
Aber für Robert war sein Fussball sein Leben!
Und er hatte furchtbare Angst zu versagen.
Ich finde das, was er sich getan hat, auch ganz schrecklich,
aber ich verurteile ihn deswegen überhaupt nicht!
Ich weiss, das er das nicht gerne getan hat, sondern weil er kein anderen Ausweg mehr gesehen hat!
Es ging ihm schlecht!
sehr schlecht!
Und er tut mir einfach nur leid,
weil ich selber weiss, wie das ist,wenn es mir psychisch schlecht geht.
Obwohl meine psychischen Probleme
ein Witz sind gegen die , die Robert erleiden musste.
ja, es stimmt, Familie,Gesundheit und Freunde sind wichtiger als irgendwelche Leistungen, aber trotzdem!
Robert Enke Kathy – 18.11.09
Lieber Robert, ich akzeptiere deinen Entschluss, aber es zerreisst mir das Herz!!!Ich weiss, du hattest Angst,
deine gefühle zu zeigen,aber nur so wärst du vielleicht gesund geworden.
Du bist nicht schuld am Tod deiner Tochter, du warst bis zuletzt bei ihr, du warst und wirst immer ein guter vater sein!
Ich habe dich nie wirklich gekannt,
aber dein Schicksal und dein Leid haben mir das Herz zerrissen!!
Ich habe selber seit meinen 3. Lebensjahr psychische Probleme und
kann so sehr verstehen, was und wie du dich gefühlt hast.
Ich hoffe wirklich von ganzem Herzen, das es dir da oben im Himmel bei deiner Tochter jetzt besser geht, aber wenn ich an diesem tag in deiner Nähe gewesen wäre,hätte ich alles getan, um dich von dieser Tat abzuhalten.
Ich werde dich nie vergessen und dein Schicksal wird mich mein Leben lang begleiten!
Respetklos !!!!!!! Hans Wevesiep – 17.11.09
Wie denken Sie eigentlich über andere Menschen.Der Lokführer kann einem nur Leid tun,während seiner Arbeitszeit sowas zu erleben.Dem Mann geht es nicht anders wie Frau Enke und muss damit weiter Leben in Zukunft.
Unverschämt so über den Lokführer zu Denken,als ob jeder Geld daraus machen würde.
Überlege Sie mal,bevor Sie schreiben !!
Selbstmord ist keine Lösung Hans Wevelsiep – 17.11.09
1.Ich selber habe vor 18 Jahren meine Frau im Alter von 33 Jahren durch Selbstmord verloren und habe das bis Heute noch nicht überwunden.Meine Frau war ebenfalls depressiv Krank geworden und war in der Hinsicht schon vorbelastet gewesen,obwohl es man ihr nicht ansah, selbst als nahestehender Ehepartner.Auch mit Liebe und gutem Zureden in ihrer Depression habe ich oft das Gefühl gehabt,als ob ich mit einer Wand gesprochen habe.Sie war nicht mehr auf dieser Welt.Auslöser war eine Fehlgeburt,ihre Eltern ( haben sich zuviel in unsere Ehe eingemischt im negativem Sinne ) und das Versagen in der Erziehung unserem damals zwei jährigen Sohnes,obwohl Sie alles Richtig gemacht hatte.Sie war in der Pyschatrie im Krankenhaus und ist dort entlaufen und hat in der Nähe des Krankenhauses auf den Bahngleisen grausam das Leben sich genommen.Obwohl unsere Ehe Liebevoll,Streitlos.Aufrichtig und uns Beiden an Nichst fehlte.Diese Menschen sind Abseits von dieser Welt und wissen nicht mehr aus Verzweiflung was sie tun.Für Sie war ein kleines Problem ein Weltuntergang.Ich möchte meine verstorbene Frau um Gotteswillen nicht verurteilen,aber ich war ein Opfer dieser Tat und es hat mein Herz gebrochen bis Heute.Meine Nachbarin die meine Frau kannte,sagte mir später offen ihre Meinung und sagte ,meine Frau habe sich Veranwortungslos mit Starsinn aus dem Leben verdrückt,anstatt ihre Probleme sich stellen und sich Helfen zu lassen.
Frau Enke hat es auch mit Liebe und Verständnis und ewigem gutem Zureden versucht und hat ihre Hoffnung auf ein gutes Ende verloren.Diese Frau wird diesen Vorfall mit ihrem Mann nie in ihrem Leben vergessen,weil Vorwürfe ohne Grund sie plagen werden.Sie wird viel Kraft haben müssen und viel Zeit um den Vorfall zu verarbeiten zu können und die Kraft wird Ihr das Kind geben.Um das besser zu verarbeiten zu können,sollte Sie sich unbedingt in ärztliche Behandlung sich begeben.Sonst besteht die Gefahr selbst pyshisch und pychosomatisch Krank zu werden, wie ich es Heute bin,weil ich gedacht habe !! damit werde ich schon selber fertig.Die Frage ? warum ihr Mann das getan hat,darauf wird Frau Enke keine Antwort in ihrem Leben mehr bekommen.
Ich wünsche Frau Enke viel,viel Kraft mit ihrer Tochter und das Sie,wenn die Zeit es wieder zu läßt,den Schmerz zu überwinden.Es ist gut,daß das Kind erst zwei Jahre alt ist und das keine Schäden bei der Tochter auftreten werden.Da Kinder in diesem Alter schnell vergessen,wär der Papa gewesen ist.So war es zumindes bei meinem Sohn.
Sowas kommt dabei raus,wenn man nur an seine Karriere und Wohlstand denkt,anstatt glücklich zu sein eine liebe Frau und ein Kind an seiner Seite im Leben zu haben.
Um Robert Enke Trauern?? da bedauere ich das Opfer mit seinen Schmerzen und der Ohnmacht viel mehr als einer der Verantwortungslos aus dem Leben einfach sich so verdrückt.Wie gesagt,Fußball ist nicht Alles im Leben.Ich weiss wo von ich schreibe und das ich damit fertig werden muß,auch nach so vielen Jahren.
Der Leidensweg für Frau Enke beginnt erst Hans Wevelsiep – 17.11.09
Für Frau Enke wird eine sehr,sehr schwere Zeit für ihr weiteres Leben vor sich liegen.Zur Zeit ist es ein Trauma für Sie selbst und begreift den Selbstmord ihres Mannes noch garnicht,weil eine Schutzwand um ihr und im Inneren sich aufgebaut hat.Sie will es nicht wahr haben,was passiert ist.Sie wird später auch negativ Denken über ihren Mann und sich immer Fragen ( Warum ?? )er diesen Weg gegangen ist.Ihre Hoffnung und die Kraft die Frau Enke erbrachte,waren vergebens.Wie gesagt: Fußball ist nicht alles im Leben, wenn man bedenkt,daß Robert Enke eine liebe Frau und ein kleines Kind in seinem Leben an seiner Seite hatte,trotz einem Schicksal.Daran hätte lieber Robert Enke seinen Lebensweg aufbauen sollen.Ich nenne sowas Verantwortungslos,auch wenn dieses Wort hart ist.Ich wünsche Frau Enke sehr,sehr viel Kraft und das Sie wieder Glücklich in ihrem Leben wieder wird.
Brief Micha Hildesheim – 16.11.09
Hallo!Zu Ihrem Leserbrief möchte ich mir gern zwei Anmerkungen erlauben: Die Schlagzeilen welche negativ über Enke berichtet haben hat es vereinzelt gegeben. Aber was hat die Pressemeinung mit der Unterstützung speziell der treuesten Fans in der Nordkurve zu tun?
Ich sitze seit Jahren im N - Block Bereich und kann mich ehrlich gesagt nicht an massive kritische Äusserungen gegenüber Enke erinnern. Habe es auch nicht erlebt dass er mal ausgepfiffen wurde. Sorry, da liegen Sie falsch.
Mir tut allerdings der Lokführer und der DB Azubi auch sehr leid. Ich hoffe, dass der Dt. Fußball bald Instrumentaarien schafft die Menschen mit der Krankheit von Robert helfen. Herr Dr. Zwanziger hat dies gestenr allerdings auch indirekt gefordert.
Mit freundlichen Grüßen
96 Fan Michael aus Hildesheim
Robert Enke Annette aus Essen – 16.11.09
Er ist da wo er am liebsten sein wollte. "Bei seiner kleinen Tochter" könnt ihm die Ruhe und den Frieden den er sich gewünscht hat.RUHE IN FRIEDEN DER LOYALE – 16.11.09
Als erstens "Ruhe in Frieden Robert". Von aussen sieht man aus wie der glücklichste Mensch auf Erden, aber in Wirklichkeit ist alles anders.Es sollte nicht so passieren dürfen...
Ich wünsche deiner Frau und deiner Tochter in Zukunft viel Kraft und alles Guten. Du wirst den beiden sicherlich nicht alleine lassen, auch wenn du nicht mehr neben ihnen sein kannst!!!
PS: Ich hoffe die Lockführer kommen nach ein paar Jahren nicht auf dumme Gedanken, von wegen " So ist es wirklich geschehen" um daraus ein bisschen Knete zu machen !!!
Also ihr Lockführer habt ein bisschen Respekt vor der Familie Enke!
Beisetzung in Empede J. Rudert – 16.11.09
Auch in " Empelde "sind viele Menschen Betroffene,
Empelde liegt bei Ronnenberg,
Das Grab von Robert in Empede,
bei Neustadt.
Ein Tag vergeht... An die Fans... – 15.11.09
Liebe Fans von R.Enke...Seid ihr immer für ihn da gewesen?...
Konnte er sich in Hannover, wirklicher Freunde sicher sein?...
All das traf nicht wirklich zu!!!
Ich habe noch die Schlagzeilen im Kopf, über den Enke der schlecht hält, nie gesund wird usw.
Lieber Robert, komm zur Ruh. Ich weiss das du diesen Trubel, heute im Stadion in der Öffentlichkeit nicht wolltest!!!
Hätten die Fans doch nur anders Abschied genommen...
Eine nachdenkliche Woche
LG
PS: Lieber Lokführer, lieber Azubi der DB, ich hoffe ihr werdet diesen Moment bald verarbeiten können.
Robert konnte über diesen Ausgang durch seine Krankheit nicht mehr nachdenken. Schade das wir dich nicht gefunden haben...
Ruhe in Frieden barni – 15.11.09
und Deiner tapferen Frau und der kleinen Leila für die Zukunft viel Kraft und alles Gute. Robert Enke hat eine angebrachte, ergreifende Trauerfeier bekommen, dank seiner starken und lieben Frau!Den 2 Lokführern wünsche ich auch alles Gute.