Zwei, die viel Spaß zusammen haben: Mame Diouf und Moa Abdellaoue.
Hannover . Die beiden sollen es krachen lassen. Sie sind die perfekte Angriffsmischung, eine permanente Gefahr für den Gegner. Nur bei wenigen Spielern der Bundesliga wird ein so hohes Sprinttempo gemessen wie bei Diouf. Abdellaoue ist der Bundesliga-Stürmer, der die wenigsten Chancen für ein Tor braucht. Die „Rakete“ Diouf und der effektive „Bomber“ Abdellaoue – mit diesem Duo setzt 96 weiter zum Höhenflug an.
Erstaunlich schnell hat sich der Sprinter Diouf in seiner neuen Mannschaft zurechtgefunden. „Dass er sich wohlfühlt bei 96, sieht man daran, dass er auf dem Platz am Gestikulieren ist und immer das Wort sucht mit den Mitspielern“, hat Christian Schulz erkannt.
Auf Diouf ist Verlass, das wissen bereits die Kollegen. „Seitdem er gekommen ist, hat er immer einen guten Eindruck hinterlassen“, lobt Schulz, „gegen Brügge war er schon nah dran am Tor.“ Gegen Stuttgart hat er dann am vergangenen Sonntag erstmals für 96 getroffen. Schulz weiß: „Schön, wenn du neu in eine Mannschaft kommst und dann ein Erfolgserlebnis hast, das wird ihm unheimlich gut tun.“
Als Diouf sein Bundesliga-Premierentor erzielte, saß Moa im warmen Daunenparka auf der Tribüne. In Brügge aber wird Abdellaoue gebraucht. Es wird hitzig, und da hilft die Erinnerung an das Europa-League-Play-off. Nach dem 2:1-Heimsieg musste 96 in der Hölle von Sevilla antreten. Die Spanier waren sich sicher, die Gruppenphase zu erreichen. Aber es war Moa, der die erste Chance wunderbar zur 96-Führung nutzte. Danach lief das Spiel in der richtigen Bahn, 96 erkämpfte das 1:1 im Rückspiel und kam weiter.
So ähnlich könnte auch der Plan für Brügge aussehen. Gelingt 96 der Führungstreffer, wäre das auch in der heißen Atmosphäre des engen Stadions wohl der entscheidende Schritt ins Achtelfinale. Geht dagegen Brügge in Führung, wird es schwer. Die Belgier würden sich zurückziehen und auf Konter lauern – gefährlich für 96, wenn man die Abwehr zu sehr öffnet.
Allerdings sind Mame, Moa und Jan Schlaudraff in ihrer derzeitigen Top-Form immer für mindestens ein Tor gut. Schlaudraff ist auch Mister Europacup – mit vier Toren (zweimal Sevilla, in Kopenhagen, gegen Brügge) ist er der erfolgreichste 96-Schütze. Moa traf zweimal auswärts (Sevilla und Poltawa).
In der Bundesliga war Schlaudraff nur zweimal erfolgreich. Fehlt vom magischen Dreieck jetzt nur noch ein Europa-Tor von Diouf. Im Hinspiel vergab er zwei Großchancen, morgen soll die Rakete in Brügge aber zünden.