REICHTE KLAGE EIN: Martin Kind, Klubchef von Hannover 96.
HANNOVER/FRANKFURT. Hannover 96 setzt seinen Kampf gegen die 50+1-Regelung fort und hat am Mittwoch Klage beim Ständigen Schiedsgericht eingereicht. Der Ligaverband hat nun nach eigenen Angaben sechs Wochen Zeit, um auf die Klage zu reagieren. 96-Klubchef Martin Kind kämpft seit Jahren gegen die Regelung, dass die Stammvereine mehr als 50 Prozent der Anteile an den Bundesligisten halten müssen.
„Wir werden in gebotener Sachlichkeit und innerhalb der Fristen unsere Argumente zusammenstellen und dann vor dem Ständigen Schiedsgericht vortragen. Wir sind uns unserer Rechtsposition bewusst und sehen daher der Verhandlung gelassen entgegen“, wurde Liga- Präsident Reinhard Rauball in einer Pressemitteilung zitiert.
Kind hält die Regelung für nicht gerechtfertigt und sieht sie im Widerspruch zu geltendem Recht. Zudem beklagt der 96-Chef die Ausnahmen für Bayer Leverkusen und den VfL Wolfsburg, der eine hundertprozentige Tochter des Volkswagen-Konzerns ist. Bei der bisher letzten Mitgliederversammlung des Ligaverbandes hatten die Bundesligisten einen 96-Vorschlag zur Änderung der 50+1-Regelung abgelehnt. dpa
Kommentare
Verklagen M.K. – 10.02.10
Lieber Herr Kind,verklagen Sie lieber ihren Sportdirektor oder andere herrschaften die den Sportlichen Erfolg der Roten die letzten 8 Jahre herunter gewirtschaftet haben.Herr Schmadtke bekommt ca.ein Gehalt von 40.000 euro im Monat,ich würde es für 5.000 machen.Das gute daran Herr Kind,Sie sparen Geld und würden noch nicht einmal den Unterschied merken.
Leistung W17 – 04.02.10
Würde 96 seine Spieler nach Leistung bezahlen, bräuchte es weder einer 50+1Regel noch zusätzlicher Prämien, und jeder Zuschauer bekäme noch eine Bratwurst gratis. Spass beiseite, aber 50+1 bringt nur mehr Geld in die Taschen der Spieler/-berater und keine Preissenkung für die Zuschauer, die es doch wirklich mal verdient hätten!Kind a.k – 04.02.10
Das ist ganz wichtig für die 2.LIGA50+1 jens – 04.02.10
Kind ist kein "Kind" des Fußballs. Sein Leben gehört den Hörgeräten und vor allem den Bilanzen. Das Fußball mittlerweile mit viel Geld zu tun hat ist klar, aber man sollte ihn nicht um jeden Preis verscherbeln. Wer hat denn im Laufe der 80er Jahre diese irrsinnigen Summen für Spieler ausgegeben, für die Gehälter ebenfalls. Auch dafür sind "unsere Sportbegeisterten" Geschäftsleute aus dem Management zuständig. Nun versucht die nachfolgende Generation von Geschäftsleuten diese Fehler mit noch mehr Geld zu korrigieren. Spielerablösen und Spielergehälter steigen noch mehr in die Höhe - was die Herren Profis nicht gerade dazu annimiert mehr zu laufen. Im Gegenteil, sie werden noch satter und haben nach kurzem Profidasein noch weniger Grund sich die Seele aus dem Leibe zu laufen. Der normale Arbeitnehmer hingegen hat immer weniger Geld im Portemonaie und soll die zwangsläufig erhöhten eintrittspreise weiterhin bezahlen. Hat mal jemand beobachtet, wie die Zuschauerzahlen in Italien zurückgegangen sind? Unsere 2 Liga ist mittlerweile besser besucht. Das interessiert die Investoren wiederum nicht, denn sie leben von den Fernsehgeldern usw. Das was wir uns in Deutschland jahrelang erhalten haben wird durch die Neuregelung bröckeln, Englad, Spanien und Italien sind die besten Beispiele. Und egal was ür Regelungen getroffen werden, diese werden nach einiger Zeit neu eingeklagt, umgangen.... So tickt unsere Wirtschaft und Politik nun mal leider. Unsere jetzigen Arbeitgeber gehen ja nicht gerade fürsorglich mit Ihrem Personal im Arbeitsleben um (schlechte Bezahlung, Entlassungen usw. ), genau diese Leute werden die Investoren werden - und bestimmen über Eintrittspreise etc. unsere geliebte Freizeitgestaltung Fußball. Nein danke.50+1 hoje – 04.02.10
Alle die der 50+1 Regelung zustimmen - ist ja okay. Nur, zwangsläufig werden Zuschauerpreise eklatant in die Höhe schnellen ( natürlich nicht sofort ). Zudem schauen Sie nach Österreich - aus Salzburg wurde Casino Salzburg, kurz danach Red Bull Salzburg usw. In früheren Jahren gab es in der 1 Liga einen Mann namens Günther Mast. Ein Geschäftsmann wie Kind, nur nicht in Sachen Hörgeräte sondern Jägermeister. Als Präsident von Eintracht Braunschweig sollte dieser Verein dann in "Jägermeister Braunschweig" umbenannt werden. Damals ist dieses vom DFB abgelehnt worden. Schauen Sie nach England usw., dort können Gering-und Normalverdiener die Eintrittspreise nicht mehr bezahlen. Fußball ist ganz sicher kein Sport für Besserverdienende, sondern sollte für jedermann zugäglich sein. Wenn die Herren Millionäre ihre Mediengeilheit beim Golf ebenso erhaschen könnten, ratet mal wo sie investieren würden. Wer hindert Investoren daran, unter derzeitigen Bedingungen den Vereinen Gelder zukommen zu lassen. Das hat Gründe !!! Und zwar gute Gründe für die Investoren, die durch Werbung ihre Unternehmen besser plazieren wollen, vielleicht auch als Abschreibungsobjekte. Natürlich gibt es auch ein paar Fußballbegeisterte Investoren, aben eben auch andere. Was macht Hoffenheim, wenn der Investor nicht mehr zur Verfügung steht oder evtl. sogar noch einige Gelder rausziehen kann. Dann ist Hoffenheim in kürzester Zeit mausetot, da weder Infrastruktur o.ä. vorhanden ist, Dasselbe gilt für Wolfsburg. Sie waren vor einigen Jahren tiefste Fußballprovinz, wenn VW den Geldhahn zudreht geht`s bergab. Fußball soll in erster Linie ein superschöner Sport sein, aber durch Aktionäre und Investoren steht das Geschäft im absoluten Vordergrund, zudem sind Tür und Tor für Manipulationen geöffnet.ist doch okay sverige96 – 04.02.10
Es geht im heutigen Fußball doch eh nur noch um Geld und nichts anderes. Solche Truppen wie WOB, Hoffenhheim und Leverkusen würden doch sonst nie in der ersten Liga spielen. Unter diesem Aspekt ist das Vorhaben von Herrn Kind absolut nachvollziehbar und okay. Ich hätte auch gerne die 80er zurück. Da waren bei 96 nämlich noch etliche Hannoveraner und Millionen haben (wenn überhaupt) nur absolute Toppstars á la Messi oder Ibrahimovic verdient.50+1 @ hoje Susi – 04.02.10
Sie bringen es auf den Punkt.50+1 abschaffen zu wollen ist überflüssig wie ein Kropf und bringt keine Vorteile.
Nicht umsonst sind alle anderen Vereine gegen Herrn Kind's Pläne.
Wenn Herr Kind meint, 96 hat zuenig Geld, soll er doch als generöser Sponsor einspringen.
Will er aber nicht - weil Macht- und Geldgeil. Als Mäzen, Anteilseigner, Inhaber, Besitzer lässt es sich viel besser wursteln.
96 als Tochterunternehmen des "Kind Hörgeräte Imperiums" wär doch was.
Fragt sich nur für wen.Für den Verein? Oder für den Fußballegasteniker?
Wie bereits an anderer Stelle schon sagte: das größte RESTRISIKO für 96 ist der Herr Kind.
Ganz offensichtlich und eindeutig.
50+1 Icke – 04.02.10
Boah, das wurde auch Zeit!Ich stehe voll hinter dieser Aktion und hoffe wirklich sehr, dass endlich diese ungerechte Regel fällt!
Weg mit 50+1! Für Gleichberechtigung im deutschem Fußball!
50+1 hoje – 04.02.10
Richtig, alle anderen Vereine würden dann ebenfalls die Gelder der Investoren bekommen. Zudem gibt es für Investoren einige andere Vereine in Deutschland die wesentlich interessanter sein dürften als Hannover 96. Somit würde die finanzielle Schere gegenüber den wirklich großen Club`s noch weiter auseinander gehen. Außerdem sehe ich bei 96 derzeit niemanden, der verantwortungsvoll das Geld einsetzen könnte.Im schlimmsten Fall werden einige Vereine zum Spielball machtbesessener und mediengeiler Geschäftsleute, deren Liebe dem Geld gehört - nicht dem Fußball. Am Anfang kann evtl. noch regulieren, aber wie überall wird Dieses nach einiger Zeit kaum noch möglich sein. Fußball kann so schön sein - aber Fußballlegasteniker wie Kind & Co werden ihn schon kaputt machen
Bravo W17 – 03.02.10
Fein, dann haben wir ja in Liga 2 keine Finanzprobleme!! ...uff, als ob es zur Zeit bei 96 nichts wichtigeres gäbe... vielleicht den Klassenerhalt?Klage walter rodekamp – 03.02.10
was soll 96 das bringen ? den vermeintlichen vorteil ( = mehr geld ) haben alle vereine.und was die roten mit mehr geld machen ist uns allen aus der vergangenheit ja hinlänglich bekannt . . .