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Europa League

Hannover 96 hakt Dänen-Frust ab

Torwart Zieler war zweimal nicht im Bilde. Das 2:2 gegen Kopenhagen schmerzte, doch der Fokus bei Hannover 96 richtete sich schnell auf das Gastspiel des Bundesliga-Tabellenführers Bayern München.

Gilt auch für die Fans: Dänemark ist abgehakt, jetzt freuen sich alle auf Bayern

© dpa

Hannover. Mund abwischen, eine Nacht drüber schlafen und an Bayern München denken: Die Profis von Hannover 96 haben das 2:2 gegen den FC Kopenhagen in der Europa League schnell abgehakt. "Ab sofort wird nur noch über die Bayern gesprochen", sagte Kapitän Steven Cherundolo kurz nach dem Abpfiff am Donnerstagabend.

Auch Verteidiger Christian Schulz trauerte dem leichtfertig verschenkten Heimsieg nicht lange nach und blickte dem Bundesliga-Hit am Sonntag (17.30 Uhr) mit großer Zuversicht entgegen: "Da werden wir die nötige Frische haben. Es kommt die Bayern-Motivation hinzu, die ganze Stadt steht Kopf."

Torwart Ron-Robert Zieler, der bei den dänischen Gegentoren von Dame N'Doye (67.) und Cesar Santin (89.) eine unglückliche Figur machte, wird dann wieder als Schlussmann auflaufen. "Wir brauchen Zieler am Sonntag in bester Verfassung", sagte Trainer Mirko Slomka.

Er sprach seinem jungen Keeper das volle Vertrauen für das direkte Duell mit Nationalmannschafts-Torwart Manuel Neuer aus, der in der Fußball-Bundesliga seit 748 Minuten ohne Gegentor ist. Slomka kritisierte lieber seine Feldspieler, die gegen die biederen Dänen mehr als nur die zwei Tore durch Christian Pander (29.) und Sergio Pinto (81.) hätten erzielen müssen. "Auf internationaler Ebene muss man so ein Spiel bis zur 90. Minute durchziehen", haderte er nach dem dritten Gruppenspiel.

Eine Erkenntnis, die auch für die Partie gegen den souveränen Tabellenführer gilt. Einen Leistungsabfall wie in der zweiten Halbzeit gegen Kopenhagen können sich Zieler und Co. nicht erlauben, wenn der 3:1-Sieg gegen die Bayern vom 5. März wiederholt werden soll. "Wir hätten einen Big Point landen können", erklärte Schulz. Eine ähnliche Rechnung stellte der gelernte Mathematiker Slomka auf. "Mit einem Sieg wären wir mit sieben Punkten Tabellenführer gewesen. So bleibt es eng, wahrscheinlich bis zum letzten Spieltag", sagte der 96-Trainer.

Seine Mannschaft liegt in der Gruppe B punktgleich mit Standard Lüttich (beide 5) auf Platz zwei, Kopenhagen (4) und selbst Poltawa (1) sind aber nicht aus dem Rennen. Immerhin blieben die Niedersachsen im eigenen Stadion unbesiegt. "Diese Serie wollen wir am Sonntag gegen die Bayern fortsetzen", kündigte Slomka an. dpa


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