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Pogatetz gesperrt

Es hätte schlimmer kommen können …

Emanuel Pogatetz ging schwimmen. Das Beste, was er zurzeit tun kann bei den Rückenproblemen, die er schon länger erträgt. Pogatetz schont sich, er muss ohnehin drei Spiele Sperre absitzen, zu denen das DFB-Sportgericht ihn gestern verdonnerte.

Emanuel Pogatetz, hier mit 96-Coach Mirko Slomka, ist für drei Spiele gesperrt. Die 96-Abwehr trifft der Ausfall des Verteidigers hart.

© zur Nieden

Hannover . Dieser Ausfall ist ein schwerer Schlag für die eigentlich gefestigte Zu-null-Abwehr mit Pogatetz und Mario Eggimann.

Pogatetz hatte den Nürnberger Philipp Wollscheid mit zwei Schlägen niedergestreckt. Das sah brutal aus, Schiri Marco Fritz übersah es, aber die vielen TV-Kameras und Nürnbergs Trainer Dieter Hecking nicht. „Klares Foul, rote Karte, Elfmeter“, sagte Hecking. Nun bekommt Pogatetz nachträglich die rote Karte.

Das DFB-Sportgericht wertete die Aktion nach dem TV-Beweis als „Tätlichkeit gegen den Gegner nach einer zuvor an ihm begangenen sportwi-drigen Handlung“.

Im Nachklapp fiel das Urteil gegen Pogatetz noch milde aus, weil das DFB-Sportgericht ein vorheriges Foul von Wollscheid erkannt hatte. „Er hat mich geblockt“, hatte sich der 96-Verteidiger beschwert, und er sich nur befreien wollen. Sein Befreiungsschlag hätte aber niemals so heftig ausfallen dürfen.
Die 96-Abwehr trifft der Ausfall des robusten Verteidigers hart – vor dem Spiel in Berlin herrscht Alarmzustand. Karim Haggui kann nicht einspringen, weil er beim Afrika-Cup für Tunesien spielt. Er kommt voraussichtlich erst zum Mainz-Spiel am 11. Februar zurück – sollte Tunesien spätestens im Halbfinale (8. Februar) ausscheiden.

Christian Schulz immerhin ist zurück. Nach fast genau vier Wochen trainierte Schulz gestern mit der Mannschaft – 96-Trainer Mirko Slomka setzte ihn als Innenverteidiger ein. Slomka wird wohl auf Schulz setzen, wenn er sich nach seinem Muskelfaserriss fit meldet für Berlin. „Wir schauen von Tag zu Tag“, sagt Schulz.

Alternativ müsste Slomka Christopher Avevor (19) neben Eggimann spielen lassen. Slomka hatte den 19-Jährigen noch als „Gewinner der Vorbereitung“ gesehen – beide trainierten in dieser Woche zusammen in der Abwehr.

Avevor sieht seine Stärken in „Schnelligkeit und im Zweikampf“. Was ihm und Eggimann fehlt, ist Routine. Der Schweizer machte erst zwei Spiele von Anfang an. Avevor hat noch keine einzige Bundesligaminute gespielt in dieser Saison. Ohne Pogatetz kommt 96 personell ins Schwimmen.  Trotzdem sollte es reichen, um sich in Berlin über Wasser zu halten.


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