Dies sei nach einem tollen ersten Halbjahr 2009 umso überraschender gewesen, erklärte Neblung in einem Interview mit der „Bild-Zeitung“ (Samstag). „Er hatte morgens wieder ähnliche Symptome wie in Barcelona: Angst vorm Aufstehen, Versagensängste, Panik - das potenzierte sich. Dann haben wir die Therapie wieder aufgenommen“, berichtete Neblung.
Doch auch die Behandlung durch den Kölner Arzt Valentin Markser konnte nicht verhindern, dass sich der 32 Jahre alte Torwart von Hannover 96 und der Fußball-Nationalmannschaft am vergangenen Dienstag das Leben nahm. Enkes Krankheit ist laut Neblung in den Jahren 2002 und 2003 bei den Aufenthalten des Torhüters beim FC Barcelona und Fenerbahce Istanbul als depressive Störung erkannt worden. Bei beiden Vereinen konnte sich Enke nicht durchsetzen. „Es war am Ende ein Flucht aus Istanbul, bei der er quasi genötigt wurde, eine Auflösungsvereinbarung zu unterschreiben, damit er sich in Therapie begeben konnte“, sagte Neblung.
Nach seinem missglückten Ein-Spiel-Engagement in Istanbul unter Trainer Christoph Daum ließ sich Enke erstmals von Valentin Markser behandeln. Er wechselte zunächst zu CD Teneriffa und 2004 zu Hannover 96. „Bis Dezember 2003 war Robert komplett gesund. Teneriffa war quasi die Kur nach der Therapie. Hannover war dann das unbelastete, medikamenten- und depressionsfreie Leben“, sagte Enkes Freund.
Erstaunt reagierte Neblung auf die Aussage von Daum, Enke habe sich damals dem Fenerbahce-Trainer anvertraut. „Mit großer Verwunderung haben wir die Aussagen von Herrn Daum aufgenommen. Ich werde mich aber zu diesem Zeitpunkt nicht eingehender dazu äußern“, sagte der 42 Jahre alte Manager.
Kommentare
Kommentar C. Daum`s zu Enkes Depressionen A. Neu – 15.11.09
Sehr geehrter Herr Daum,Sie wissen mehr als andere aber sagen ich spreche nicht drüber. So weit so gut. Geheimnisse sollte man für sich behalten! Mir stellt sich aber die Frage, ob man sagen sollte: Ich weiß was, aber ich sags nicht.
Hat man vor Jahren ein Gentleman-agrement mi Robert getroffen, dann ist das okay und alle Welt respektiert dieses. Aber warum spricht man es dann an, dass es so eine "Aussprache" gab?
Mein Dank gilt Hannover 96 und deren Fans, welche einen sehr würdigen Rahmen für die Verabschiedung Robert Enke`s geschaffen haben.
You`ll never walk alone
A. Neu
Daums Kommentar zu Robert Enke Kika13D – 14.11.09
Christof Daum hat doch nicht alle Latten am Zaun. Hier benutzt einer die tiefe Betroffenheit von vielen Enke-Fans, um sich auch einmal wieder Gehör zuverschaffen. Herr Daum, bleiben Sie in der Versenkung!Ob Sie nun was sagen oder in Japan fällt ein Sack Reis um....Ihr Ansehen hat in der Vergangenheit eh stark gelitten. Ich glaube nicht, daß man Ihnen größeres Gehör verschafft. Hier geht es um das Ansehen eines großen Sportlers und eines sehr ehrenwerten Menschen, dessen Familie auf solche Kommentare sicherlich gerne verzichten kann.Zu Daum... R.S. – 14.11.09
War doch klar das Herr Daum, sich zu Wort melden muss! Um so schlimmer!!! Wenn das stimmen soll, was Er da meint..., -nun dann frag ich mich doch: Wo ist er denn dann gewesen, all die Jahre? Hat Er sich mal erkundigt, nach seinem Befinden??? So hätt er ja mal seine Hilfe anbieten können...bei all der Trauer um Robert Enke...hoff ich das für die Familie und Angehörigen als auch für die beiden Zugführer, irgendwann auch wieder die Sonne scheint
R.S.