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Das Team von Trainer Horst Hrubesch trifft bei den Spielen in Rio auf Fidschi, Südkorea und Mexiko.

Das Team von Trainer Horst Hrubesch trifft bei den Spielen in Rio auf Fidschi, Südkorea und Mexiko. © Armin Weigel

Olympia

"Wundertüte": Interessante Olympia-Gruppen für DFB-Teams

Das Team von Horst Hrubesch startet bei seiner ersten Olympia-Teilnahme seit 1988 mit einer schweren Partie gegen Mexiko, der Rest sind lösbare Aufgaben. Auch die Frauen haben keine leichten Aufgaben. Das Ziel ist das Finale im Maracanã.

Rio de Janeiro. Die deutschen Fußball-Teams der Männer und Frauen haben bei den Olympischen Spielen in Brasilien attraktive, aber lösbare Aufgaben zugelost bekommen.

Das Männer-Team von Trainer Horst Hrubesch trifft in der Vorrunde auf Mexiko, Südkorea und die Fidschi-Inseln, ergab die Auslosung am Donnerstag im Maracanã-Stadion in Rio de Janeiro. Die Mannschaft von Bundestrainerin Silvia Neid bekommt es mit Olympia-Neuling Simbabwe sowie Australien und Kanada zu tun. Das olympische Fußball-Turnier findet vom 3. bis 20. August in sechs Städten statt. 

Los geht es für die erstmals seit 1988 wieder qualifizierte Männer-Auswahl in der Gruppe C am 4. August in Salvador gegen Mexiko. Der Olympiasieger von 2012 in London dürfte der härteste Konkurrent in der Gruppe sein. Das zweite Spiel bestreitet das DFB-Team am 7. August ebenfalls in Salvador gegen Südkorea, bevor die Mannschaft zum Vorrundenabschluss gegen Außenseiter Fidschi (10. August) nach Belo Horizonte reist. In den vier Vierer-Gruppen qualifizieren sich die ersten Zwei für das Viertelfinale.

Olympia-Coach Horst Hrubesch zeigte sich zufrieden, hätte aber auch gern in einer Gruppe mit Brasilien gespielt. "Warum nicht? Das ist ein Highlight wenn Du gleich in Brasilia gegen Brasilien spielst, vor vollem Haus, da steigst Du gut ein in das Turnier", sagte Hrubesch der Deutschen Presse-Agentur. Aber auch so warte mit Mexiko eine schwere Aufgabe zum Auftakt. "Da muss man schon volles Rohr gehen." Auf die Frage, ob er einen Spieler der Fidschi-Inseln kenne, sagte der Europameister von 1980: "Bis jetzt noch nicht, aber ich werde sie jetzt kennenlernen." Wer für Deutschland nach Rio fahre, hänge auch mit der Nominierung des DFB-Aufgebots für die Fußball-EM in Frankreich zusammen, sagte er.

Die deutschen Frauen hätten es bei ihrer Goldmission in der Gruppe F kaum schwerer treffen können. Die erste Partie gegen Simbawe am 3. August in São Paulo dürfte noch ein lockerer Aufgalopp werden. Die übrigen Spiele am 6. August in Sao Paulo gegen den Weltranglisten-Fünften Australien und zum Abschluss in Brasilia (9. August) gegen die ebenfalls starken Kanadierinnen (Weltraglisten-Zehnter) sind große Herausforderungen. Bei den Frauen qualifizieren sich in den drei Vierer-Gruppen die ersten Beiden sowie die zwei besten Gruppen-Dritten für das Viertelfinale.

Frauen-Trainerin Sylvia Neid betonte: "Das ist eine starke Gruppe". Australien sei der amtierende Asienmeister. "Und Kanada ist auch eine Mannschaft, die stark über die Athletik kommt." Die große Unbekannte sei das Team aus Zimbabwe. "Die kennen wir gar nicht. Das ist eine leichte Wundertüte." Neid betonte, es sei der Traum, das Finale im Maracanã-Stadion zu spielen, wo die Männer-Nationalmannschaft vor uwei Jahren den WM-Titel gewinnen konnte. "Wir haben das Ziel, die Goldmedaille zu gewinnen." 

dpa


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