Navigation:
Bremens Trainer Viktor Skripnik steht nach der Pleite in Augsburg unter Druck.

Bremens Trainer Viktor Skripnik steht nach der Pleite in Augsburg unter Druck. © Carmen Jaspersen

Fußball

Werder-Coach Skripnik nach 1:2 gegen Augsburg unter Druck

Der FC Augsburg hat im Kampf um den Klassenverbleib einen wichtigen Sieg gefeiert und Werder Bremen noch tiefer in den Abstiegsstrudel gestoßen. Jetzt muss der Bremer Trainer um seinen Job bangen.

Bremen. Die Spieler des FC Augsburg haben in Bremen einen kaum für möglich gehaltenen Sieg gefeiert. Mit nur zwei Chancen schossen die Augsburger einen glücklichen 2:1 (0:1)-Erfolg heraus.

Sie liegen in der Tabelle der Fußball-Bundesliga zwei Punkte vor den heimschwachen Bremern, die auf den Relegationsrang rutschten. Das kann für Werder-Coach Viktor Skripnik gefährlich werden.

"Es ist nicht unser Anliegen, den Trainer zu wechseln", sagte Geschäftsführer Thomas Eichin. Der Manager fügte später aber hinzu: "Ich schließe gar nichts aus." Und er war nach der unnötigen Niederlage sauer: "So ein Spiel darfst du nicht verlieren. Wir müssen die richtigen Maßnahmen ergreifen." 

Der Geschäftsführer kündigte Gespräche an. "Wir müssen schauen, dass wir das Gefühl haben, dass wir als Einheit weiter durch die nächsten Wochen gehen, Mannschaft, Trainer und Geschäftsführung." Der Coach selbst will nicht aufgeben und sagte: "Das weiße Handtuch rauszuschmeißen ist nicht mein Ding."

Der Bremer Trainer hat nach eigener Aussage "gewartet, dass die Medien spekulieren". Skripnik sagte: "Wir spielen die ganze Saison gegen 18 Mannschaften - 17 in der Bundesliga und eine ist im Medienbereich."

Die Augsburger interessierte das nicht. "Wie wir gewinnen, ist mir egal", sagte Daniel Baier. Sein Team sei nicht nach Bremen gefahren, "um die Sterne vom Himmel zu spielen". Der Kapitän freute sich mit seinen Kollgen über die Tore von Alfred Finnbogason (53.) und des eingewechselten Jeon-Ho Hong (87.). Für die später entsetzten Bremer hatte Floran Grillitsch (43.) im Weserstadion die Führung erzielt.

Die Bremer dominierten vor 40 000 Zuschauern im Weserstadion gegen die stark ersatzgeschwächten Augsburger die Partie, erspielten sich aber zu wenig Chancen und patzten mal wieder in der Defensive. Die Augsburger kamen selten nach vorn und waren deutlich schwächer als die Gastgeber, erwiesen sich allerdings als gnadenlos effektiv.

Die anfällige Werder-Verteidigung, die zuvor in 31 Bundesliga-Spielen immer mindestens ein Gegentor hinnehmen musste, hatte gegen Augsburg lange Zeit fast nichts zu tun und patzte dann doch. Die Gäste fingen erst in der zweiten Halbzeit mit zaghaften Vorstößen an und trafen gleich beim ersten Versuch. Finnbogason wurde bei den Kopfball nach Flanke von Caiuby nicht gestört. Auch danach passierte wenig, ehe Hong nach Vorlage von Daniel Baier das überraschende zweite Tor erzielte.

Torchancen gab es in der insgesamt schwachen Partie wenig. Dafür nutzte Werder die zweite Chance nach dem Kopfball von Jannik Vestergaard (6.) durch einen Schuss von Grillitsch aus rund 20 Metern, der mit seinem ersten Bundesligator die hochverdiente Bremer Halbzeitführung erzielte. Nach dem Wechsel besaß Vestergaard (70.) bei einem Kopfball die beste Chance, doch Philipp Max rettete.

Augsburg agierte im Weserstadion vorsichtig und extrem defensiv. Aufgrund der vielen Ausfälle kam der Ghanaer Daniel Opare der rechten Verteidigerposition zu seinem ersten Bundesligaeinsatz und zeigte dabei eine zumindest engagierte Leistung.

Da Markus Feulner und Ja-Cheol Koo gesperrt fehlten, durfte Halil Altintop in der Startelf auflaufen. Der 33 Jahre alte Mittelfeldspieler, der seinen Stammplatz in der laufenden Saison verloren hat, konnte sich jedoch kaum durchsetzen. Die ohnehin schon dezimierten Augsburger mussten zudem Alexander Esswein während der ersten Halbzeit durch Raul Bobadilla ersetzen.

Spieldaten:

Ballbesitz in %: 59 - 41

Torschüsse: 17 - 4

gew. Zweikämpfe in %: 50,7 - 49,3

Fouls: 16 - 18

Ecken: 10 - 0

Quelle: optasports.com

dpa


Bildergalerien Alle Galerien
Anzeige
Anzeige