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FUSSBALL

Wechsel perfekt: "Schweini" kostet 21 Millionen

Fußball-Weltmeister Bastian Schweinsteiger wechselt vom deutschen Rekordmeister Bayern München zu Manchester United. Das teilte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge am Samstagmittag auf einer Pressekonferenz vor der offiziellen Saisoneröffnung der Bayern in der Arena mit.

München. "Wir haben uns mit Manchester auf diesen Transfer verständigt, die Dinge sind geklärt. Er möchte zum Ende seiner Karriere noch etwas Neues machen. Dafür habe ich Verständnis", sagte Rummenigge. Bei der Team-Präsentation war Schweinsteiger schon nicht mehr dabei. "Das wollte er nicht. Er ist ein sehr sensibler Mensch. Diese Entscheidung muss man akzeptieren", sagte Rummenigge, der sich zu den Transfermodalitäten nicht weiter äußern wollte.

"Sie sind aber sehr fair", so Rummenigge. Schweinsteiger, der noch den Medizincheck absolvieren muss, spielte 17 Jahre für die Münchner, beim englischen Rekordchampion soll er einen Dreijahresvertrag bis 2018 erhalten. Das Gehalt des DFB-Kapitäns soll dabei mit rund zehn Millionen Euro jährlich unverändert bleiben, die Ablösesumme laut britischen Medien 21 Millionen Euro betragen.

Schweinsteigers Vertrag beim deutschen Meister lief ursprünglich noch bis Juni 2016. Bei United arbeitet der 30-Jährige wieder mit seinem Ex-Trainer Louis van Gaal zusammen. Schweinsteiger spielte seit 1998 in München. Er holte mit den Bayern acht deutsche Meisterschaften und sieben Titel im DFB-Pokal. 2013 wurde der Mittelfeldspieler mit den Münchnern Champions-League-Sieger und Klub-Weltmeister.

Als Rummenigge den Transfer vor 70.000 Fans in der Arena um 15.11 Uhr verkündete, gab es zunächst einige Pfiffe. Rummenigge trat Spekulationen entgegen, wonach Schweinsteigers Abschied auf ein gestörtes Verhältnis zu Coach Pep Guardiola zurückzuführen sei. "Das muss ich ins Reich der Fabel verweisen. Dass er geflüchtet ist, kann man total vergessen", sagte er.

Überhaupt habe er sich von Schweinsteiger "in großer Freundschaft verabschiedet", meinte Rummenigge: "Wenn er Lust hat, beim FC Bayern eine zweite Karriere zu starten, steht die Tür für ihn auf." Schweinsteiger bekomme überdies nach seinem Karriereende ein Abschiedsspiel.

Bundestrainer Joachim Löw nannte Schweinsteigers Weggang einen "Verlust" für den Klub und die Liga, aber: "Ich verspreche mir davon bei ihm auch einen weiteren Schub und Ansporn, auch in Hinblick auf die Europameisterschaft in Frankreich, bei der wir auf ihn setzen und er die Nationalmannschaft anführen soll." Löw sagte außerdem: "Ich bin davon überzeugt, dass der neue Reiz der Premier League Basti gut tun wird, ich weiß von ihm, dass er noch große Ambitionen und Ziele hat."

Schweinsteiger spielte seit 1998 in München. Er holte mit den Bayern acht deutsche Meisterschaften und sieben Titel im DFB-Pokal. 2013 wurde der Mittelfeldspieler mit den Münchnern Champions-League-Sieger und Klub-Weltmeister.


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