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Sportdirektor Robin Dutt äußert sich zur Zukunft des VfB Stuttgart.

Sportdirektor Robin Dutt äußert sich zur Zukunft des VfB Stuttgart. © Daniel Naupold

Fußball

VfB plant die Zukunft: Nach der Rettung kommt der Umbau

Eine solche Horrorsaison will beim VfB Stuttgart keiner mehr erleben. Mit größeren Änderungen soll die jahrelange Talfahrt endlich gestoppt werden. Darüber will der VfB auf einer Pressekonferenz am Montag informieren.

Stuttgart. n. Die Deutsche Presse-Agentur beschreibt drei große Baustellen des Stuttgarter Fußball-Bundesligisten.

DER TRAINER: Keine 24 Stunden nach dem 2:1 beim Absteiger SC Paderborn und dem Klassenverbleib verkündete Sportvorstand Robin Dutt den Abschied von Trainer Huub Stevens. Nachfolger des Niederländers wird Alexander Zorniger, das ist in Stuttgart ein offenes Geheimnis. Bestätigen wollte das Dutt am Sonntag noch nicht - holt das am Montag aber vermutlich nach.

Zorniger saß beim VfB schon einmal ein halbes Jahr auf der Bank - 2009 als Assistent von Markus Babbel. Ansonsten verfügt der 47-Jährige, der Mitte Februar beim Zweitligisten RB Leipzig beurlaubt wurde, jedoch über keine Bundesliga-Erfahrung.

DIE MANNSCHAFT: Die Schwachstellen des hauptsächlich noch von Dutts Vorgänger Fredi Bobic zusammengestellten Kaders müssen dringend ausgemerzt werden, um nicht erneut Probleme zu bekommen. Zwar war die Offensive zuletzt in starker Verfassung; die Abwehr trieb den VfB-Fans mit ihren häufigen Patzern aber regelmäßig den Angstschweiß auf die Stirn. Bis zu zehn Spieler aus der zweiten Reihe sollen den Club verlassen. Doch gerade bei Großverdienern wie Vedad Ibisevic oder Mohammed Abdellaoue, die weiterlaufende Verträge haben, dürfte das nicht einfach werden. Zudem ist die Kasse derzeit leer.

Eine Lösung könnte sein, Nationalspieler Antonio Rüdiger für einen zweistelligen Millionen-Betrag zu verkaufen und die Ablöse in mehrere Neuzugänge zu investieren.

DIE FINANZEN: Die finanzielle Lage ist sehr angespannt. Nach einem Rekordverlust von rund 9,7 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2012 lag der Fehlbetrag 2013 bei etwa 3,1 Millionen Euro. Auch für 2014 wird ein Minus erwartet. Daher war in der Winterpause trotz der damals prekären Lage als Tabellenletzter nur ein Neuzugang drin: Vom FC Basel kam Serey Dié für eine Ablöse von einer halben Million Euro. Die geplante Ausgliederung der Profiabteilung aus dem Gesamtverein mit dem Ziel, zahlungskräftige Investoren zu gewinnen, wird jedoch frühestens 2016 kommen. Es gibt aber Vorbehalte unter den Anhängern.

dpa


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