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Frankfurts Trainer Trainer Armin Veh freut sich über die neue Leichtigkeit seines Teams.

Frankfurts Trainer Trainer Armin Veh freut sich über die neue Leichtigkeit seines Teams.© David Ebener

Fußball

Vehs Eintracht auf dem Weg nach Europa

Nach dem erfolgreichen Abschluss einer wegweisenden Woche durch den 3:2-Sieg über die SpVgg Greuther Fürth schockt Armin Veh nicht einmal der kommende Über-Gegner Bayern München.

Fürth. "Nächste Woche haben wir leichtes Spiel", scherzte der Trainer von Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt mit Blick auf das anstehende Kräftemessen mit So-gut-wie-Meister FC Bayern München. Nichts konnte Vehs Leichtigkeit des Seins an diesem Osterfest stören: Erst hatte er nach langem Hin und Her den Vertrag bei den Hessen verlängert, um dann mit seinem Eintracht-"Baby" beim 3:2 (1:1) bei Schlusslicht Fürth endlich in die Erfolgsspur zurückzufinden.

 Da ließ es sich trotz des mäßigen Oster-Kicks natürlich gut strahlen. Aufgeräumt saß Veh bei der Pressekonferenz in den Katakomben der putzigen Fürther Arena und erfreute sich an der bereits sieben Spieltage vor Schluss beeindruckenden Bilanz des Bundesliga-Rückkehrers. "Wir haben die 40 Punkte-Marke geknackt und damit unser Saisonziel erreicht. Unser Ziel als Aufsteiger ist es eben erst einmal, die Klasse zu halten. Das haben wir geschafft."

 Und noch viel mehr. Bei nunmehr 42 Punkten und Tabellenrang fünf gab Veh jedwede Zurückhaltung auf und schwor sein Team plötzlich auf das große Ziel Europa ein. "Wir wollen jetzt natürlich einen Europapokal-Platz erreichen, eben nicht Neunter oder Zehnter werden. Jetzt wollen wir versuchen, Sechster zu werden." Logisch - ohne intakte internationale Perspektiven hätte der Meistertrainer von 2007 (mit Stuttgart) wohl kaum um ein Jahr bei den Hessen verlängert.

 Und die Eintracht-Profis schienen es Veh zu danken. Die Tore von Takashi Inui (12. Minute), Stefan Aigner (58.) und Alex Meier (68.) besiegelten den ersten Frankfurter Dreier seit zwei Monaten. Zwar mussten die Gäste gegen die Franken, deren Treffer durch Nikola Djurdjic (2.) und Sercan Sararer (72.) wieder nicht zum ersten Bundesliga-Heimsieg reichten, bis zum Ende zittern. Am Ende stand aber ein glanzloser Auswärtssieg. "Wir haben schon bessere Spiele gemacht, die wir aber leider nicht gewonnen haben", betonte Veh.

 "Mal wieder drei Tore geschossen, drei Punkte geholt - wir wollten diesen Sieg unbedingt", freute sich Eintracht-Profi Sebastian Jung über das Ende der Auszeit. Der Erfolg schaffte Selbstbewusstsein für das Heimspiel gegen die Über-Bayern. "Die wollen natürlich Meister werden. Aber vielleicht können wir die Party vermiesen", sinnierte Jung. Dafür wird die Leistung aus Fürth aber nicht reichen.

 Nach dem gemeinsamen Bundesliga-Aufstieg von Fürth und Frankfurt im vergangenen Sommer bewies der Sonntag für die Hausherren einmal mehr, wie unglücklich die Saison verläuft. Wieder hielten die Franken mit, warfen alles in die Waagschale - und standen am Ende doch mit leeren Händen da. "Bei uns geht der Ball einen halben Meter am Tor vorbei, bei denen geht er halt knapp rein", klagte Coach Frank Kramer nach seinem missglückten Heimdebüt. "Die ein oder andere Mannschaft ist einfach abgewichster als wir." So steht dann am Ende der Abstieg.

dpa


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