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Luis Suárez traf vier Mal beim 8:0-Sieg. Foto: Lavandeira Jr.

Luis Suárez traf vier Mal beim 8:0-Sieg. Foto: Lavandeira Jr.

Fußball

Suárez schießt Barça aus der Krise

Mit einem 8:0-Torfestival in La Coruña beendet der FC Barcelona in beeindruckender Weise seine Krise. Die Katalanen schöpfen neuen Mut, aber im Kampf um die Meisterschaft ändert sich nichts. Die Verfolger Atlético und Real Madrid gewinnen ebenfalls.

Madrid. Tore sind das beste Mittel gegen eine Krise: Kaum jemand setzt diese Fußballweisheit so wirkungsvoll in die Tat um wie Luis Suárez vom FC Barcelona. Mit vier Treffern hatte der Uruguayer maßgeblichen Anteil am 8:0-Rekordsieg der Katalanen bei Deportivo La Coruña.

Und nicht nur das: Er bereitete auch drei Tore vor. "Dieser 'Dicke' ist quicklebendig", titelte das Sportblatt "Mundo Deportivo" unter Anspielung auf die kräftige Statur des Torjägers.

Suárez schoss den spanischen Meister nach drei Niederlagen hintereinander in beeindruckender Manier aus der Krise. Mit dem Torfestival verteidigten die Katalanen (79 Punkte) die Tabellenführung in der Primera División erfolgreich, konnten die Verfolger aber nicht abschütteln. Atlético (79) gewann bei Athletic Bilbao 1:0, Real Madrid (78) schlug den FC Villarreal mit 3:0. Mit dem 8:0-Torfestival erreichte Barça zum vierten Mal die - selbst aufgestellte - Bestmarke des höchsten Auswärtssiegs in der Ligageschichte.

"Wir können Fehler machen, aber wir stehen geschlossener zusammen als je zuvor", meinte Suárez am Mittwochabend und stellte sich damit ganz in den Dienst der Mannschaft. Das Verblüffende war, dass der FC Barcelona nur drei Tage nach seiner 1:2-Heimschlappe gegen den FC Valencia mit einer fast unveränderten Elf einen 8:0-Kantersieg feierte. Und nach Einschätzung der Beobachter spielten Lionel Messi & Co nicht einmal viel anders als gegen Valencia.

Trainer Luis Enrique erklärte die erstaunliche Wende so: "Wir waren einfach bei der Nutzung der Torchancen viel effektiver." Auf der Suche nach einer Erklärung griff das Sportblatt "As" auf ein Zitat des früheren Torjägers Ruud van Nistelrooy zurück: "Mit den Toren ist es wie mit dem Ketchup. Mal kommt nichts aus der Flasche, auch wenn man noch so viel schüttelt, und mal kommt viel auf einmal heraus."

Bei Atlético Madrid, dem Champions-League-Gegner von Bayern München, wurde eine Woche vor dem Halbfinal-Hinspiel der 1:0-Sieg in Bilbao von einer Verletzung des Abwehrchefs Diego Godín überschattet. Der Uruguayer wurde bereits nach zehn Minuten wegen einer Oberschenkelblessur ausgewechselt. Sein Einsatz gegen den FC Bayern ist nach Informationen des Sportblatts "Marca" in Gefahr.

Trotz des Ausfalls von Godín hielt die Atlético-Abwehr in Bilbao. Torwart Jan Oblak blieb in dieser Saison zum 21. Mal in einem Punktspiel ohne Gegentreffer und überbot damit den Vereinsrekord, den der Belgier Thibaut Courtois aufgestellt hatte. Den Siegtreffer erzielte Fernando Torres. Der 32-Jährige traf damit im fünften Spiel hintereinander und erlebt derzeit einen zweiten Frühling.

Bei Real ging Torjäger Cristiano Ronaldo beim 3:0-Sieg der Königlichen über den Tabellenvierten Villarreal leer aus, löste aber bei den Anhängern einen Schrecken aus. Der Portugiese, der in dieser Saison in den Punktspielen noch keine Minute gefehlt hatte, verließ kurz vor dem Abpfiff wegen Oberschenkelbeschwerden das Feld. "Ich bereue, dass ich Ronaldo nicht ab und zu habe pausieren lassen", räumte Trainer Zinédine Zidane ein. Der Torjäger gab am Donnerstag jedoch Entwarnung: "Es ist alles okay", schrieb Ronaldo auf Instagram.

dpa


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