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Gladbach und Schalke treffen innerhalb weniger Tage erneut aufeinander.

Gladbach und Schalke treffen innerhalb weniger Tage erneut aufeinander. © Maja Hitij

Fußball

"Skurrile Situation" auf Schalke - "Effe" fordert BVB

Nach dem Duell Pokalsieger gegen Meister folgt ein weiteres Topspiel im Cup: Schalke empfängt Gladbach und hat die Chance zur Revanche. Effenberg ist mit seinem SC Paderborn in Dortmund zu Gast. Ein kurioses Ziel gibt es bei Oberligist Reutlingen.

München (dpa) - Die brisante Revanche zwischen Schalke und Gladbach sowie das Gastspiel von Trainer Stefan Effenberg in Dortmund machen Lust auf die Fortsetzung der zweiten DFB-Pokalrunde.

Nur drei Tage nach dem 3:1-Sieg in der Fußball-Bundesliga und der schweren Verletzung von André Hahn trifft Borussia Mönchengladbach am Mittwoch erneut auf den FC Schalke 04. "Wir freuen uns sehr. Wir haben das Spiel vom Sonntag ausgiebig analysiert und festgestellt, dass wir es auf einzelnen Positionen besser machen müssen", sagte Schalke-Coach André Breitenreiter.

Nicht mit dabei ist in Gelsenkirchen Johannes Geis, der Gladbachs Hahn am Sonntag mit einem üblen Tritt verletzt hatte und dafür wettbewerbsübergreifend für fünf Spiele gesperrt wurde. Hahn wird deutlich länger fehlen. Eine Fraktur des Schienbeinkopfes sowie ein Außenmeniskus-Riss setzen ihn bis mindestens Ende des Jahres außer Gefecht. Neben dem Flügelspieler fehlen den Gladbachern auch noch Raffael (Grippe), Roel Brouwers (Rückenprobleme) sowie die Langzeitverletzten Martin Stranzl, Patrick Herrmann und Nico Schulz.

"Das ist eine skurrile Situation. Es wird ein ganz anderes Spiel. Die Schalker wollen die Niederlage sicher wettmachen, auch wenn es ein anderer Wettbewerb ist", sagte Gladbachs Sportdirektor Max Eberl. In der Liga hat sein Trainer André Schubert mit fünf Siegen aus fünf Spielen einen perfekten Start hingelegt. Im zweiten Bundesliga-Duell des Mittwochs erwartet Werder Bremen den 1. FC Köln.

Interessant wird es auch für Stefan Effenberg und seinen SC Paderborn. Als TV-Experte hatte der ehemalige Bayern-Spieler nach dem 1:5 der Dortmunder in München vor gut drei Wochen noch bemerkt: "Der BVB weiß jetzt, wo er hingehört." Nun tritt Effenberg als neuer Trainer am Mittwoch selbst mit seinem Team bei den Schwarz-Gelben an. "Es ist unser Auftrag, dort zu gewinnen. Das ist logisch und klar", sagte der Neu-Paderborner am Dienstag. Das Aufeinandertreffen mit dem dreimaligen Cupgewinner BVB sei "ein K.o.-Spiel. Im Fußball ist alles möglich", ergänzte Effenberg. 

Für den BVB, der wie im Vorjahr wieder das Finale anstrebt, soll Paderborn nur eine Zwischenstation sein. Thomas Tuchel freut sich auf das Duell mit dem "Tiger": "Ich war ein großer Fan von ihm, als er noch gespielt hat. Mich wundert es nicht, dass es bei ihm als Trainer gleich so gut losgeht", sagte der BVB-Coach. "Es ist offensichtlich, dass ein Ruck durch die Mannschaft gegangen ist."

Unter Zugzwang ist der FC Augsburg, der in der Bundesliga Tabellenletzter ist. Bei der Pokalpartie im Breisgau will Trainer Markus Weinzierl "Selbstvertrauen für die Liga tanken". Das SC-Team von Trainer Christian Streich ist mit 24 Punkten und 27 Toren trotz des jüngsten 0:1 beim FC St. Pauli Tabellenführer und stellt die Torfabrik der 2. Fußball-Bundesliga.

Eine weitere Überraschung peilt derweil Oberligist SSV Reutlingen an. Nach dem kuriosen 3:1 gegen den Karlsruher SC, als Giuseppe Riccardi den Außenseiter mit drei Elfmetertoren zum Sieg schoss, soll nun mit Eintracht Braunschweig der nächste Zweitligist besiegt werden. Die Fans der Reutlinger haben bereits T-Shirts drucken lassen: "Noch fünf Spiele bis Europa!", heißt es darauf.

Mit Viktoria Köln und Carl Zeiss Jena hoffen am Mittwoch zwei weitere Mannschaften aus der Regionalliga auf eine Sensation. Köln fordert im rheinländischen Duell Champions-League-Teilnehmer Bayer Leverkusen, Jena empfängt den VfB Stuttgart. "In Jena wird's ekelhaft", prognostizierte VfB-Coach Alexander Zorniger. Den Spieltag komplettiert das Zweitliga-Duell zwischen Sandhausen und Heidenheim.

Alle drei Amateurclubs haben eines gemeinsam: Sie dürfen sich über die Zusatzeinnahme von 268 000 Euro freuen. Für den Einzug ins Achtelfinale (15./16. Dezember) gäbe es bereits 527 000 Euro.

dpa


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