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Der Hamburger Marcell Jansen greift sich fragend an den Kopf. Der HSV verlor zu Hause gegen den SC Freiburg.

Der Hamburger Marcell Jansen greift sich fragend an den Kopf. Der HSV verlor zu Hause gegen den SC Freiburg. © Axel Heimken

Fußball

Schwacher HSV unterliegt Freiburg mit 0:1

Eine Woche nach dem Debakel von München hat der verunsicherte Fußball-Bundesligist Hamburger SV auch gegen den SC Freiburg verloren. Jonathan Schmid gelang vor 53 021 Zuschauern am Samstag in der 69. Minute der entscheidende Treffer zum 0:1 (0:0).

Hamburg. Damit verbesserten sich die Breisgauer mit 42 Punkten auf Rang fünf in der Tabelle. Die Hamburger konnten den Rückstand auf die Europapokalplätze hingegen nicht verkürzen.

"Im Moment haben wir die Form nicht. Wir haben kein Selbstvertrauen. Es ist sehr schwer im Moment", sagte Hamburgs Sportchef Frank Arnesen. Die Positionen von Trainer Thorsten Fink ist für ihn "kein Thema". Rafael van der Vaart erklärte: "Wir sind verunsichert nach letzter Woche. Wir haben nicht gut genug gespielt, um zu gewinnen. Hoffentlich wird es nächste Woche besser." SC-Siegschütze Jonathan Schmid äußerte sich zu seinem sehenswerten Tor bescheiden: "Ich war da."

Nach der 2:9-Schmach beim FC Bayern ersetzte HSV-Coach Thorsten Fink den zuletzt schwachen Jeffrey Bruma durch Michael Mancienne. Zudem mussten Milan Badelj und Tomas Rincon auf die Bank, Tolgay Arslan wirbelte als alleiniger Sechser. Als sich der HSV noch sortierte, mussten die Heim-Fans eine Schrecksekunde überstehen. Jan Rosenthal (7.) mit einem Lattenkopfball und im Nachschuss Matthias Ginter an den Pfosten vergaben Großchancen.

Trainer Christian Streich hatte dieselbe Formation aufgeboten wie beim 2:0 gegen Mönchengladbach, sein Team zeigte gar keinen Respekt vor den Hausherren. Nach 16 Minuten hatte Rosenthal erneut die Möglichkeit, die Gäste in Führung zu schießen, aber Torhüter René Adler konnte klären.

Das erste Mal gefährlich wurden die Hanseaten durch Arslan, der nach 25 Minuten beherzt durch die Abwehr marschierte und Heung-Min Son bediente. Der Südkoreaner passte vor das Gehäuse, dort konnte Pavel Krmas in höchster Not zur Ecke klären. Der HSV bekam zwar ein spielerisches Übergewicht, erarbeitete sich aber keine zwingenden Chancen. Spielgestalter Rafael van der Vaart sollte sich auf Anweisung von Fink tiefer fallen lassen und von hinten Impulse geben. Der Niederländer arbeitete viel im Mittelfeld, doch dafür fehlte seine Kreativität in der Offensive.

Die Freiburger spielten gutes Pressing und schalteten immer wieder schnell um. So erarbeitete sich der ehemalige Stürmer von St. Pauli, Max Kruse, drei Minuten vor dem Pausenpfiff eine hochkarätige Chance, verfehlte aber knapp das Tor. Schon zur Halbzeit bekundeten die Hamburger Fans mit lauten Pfiffen ihren Unmut. Kurz nach Wiederanpfiff bekam van der Vaart einen Freistoß aus zwanzig Metern zugesprochen. Doch er schaufelte den Ball nur in die Arme von Keeper Oliver Baumann. Nur den Außenpfosten traf Son (52.), der im Sechzehner vorzüglich von Per Skjelbred bedient wurde.

Hingegen trafen die nicht nachlassenden Gäste. Nachdem er gut von Kruse eingesetzt wurde, passte Mensur Mujdza vor das Tor - Schmid musste nur einschieben. Bewacher Mancienne kam zu spät. Das zweite Tor für die Gäste hätte Rosenthal (73.) freistehend vor Adler machen müssen, doch der Nationalkeeper war noch mit einer Hand am Ball. Auch Kruse war näher am Treffer als die Hamburger am Ausgleich. Die Pfiffe im Stadion wurde bei den zahlreichen Abspielfehlern der Hausherren immer lauter.

 

Spieldaten:

 

Ballbesitz in %: 57,7 - 42,3 Torschüsse: 13 - 8 gew. Zweikämpfe in %: 47,1 - 52,9 Fouls: 15 - 12 Ecken: 6 - 1

Quelle: optasports.com

dpa


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