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Ein weiterer Pokal ist für die Bayernvitrine erobert worden. Da genießt Rummenigge gern eine gute Zigarre.

Ein weiterer Pokal ist für die Bayernvitrine erobert worden. Da genießt Rummenigge gern eine gute Zigarre. © Martin Rose/FC Bayern München /Pool/dpa

Fußball

Rummenigge: "Ein Tor vor 70 000 durch nichts zu toppen"

Karl-Heinz Rummenigge hat die Entwicklung des FC Bayern zum Global Player im Vereinsfußball maßgeblich mitgestaltet. Zum 60. Geburtstag spricht der Pragmatiker über Romantik mit Spielern aus Pähl, ein Lob seines BVB-Kollegen Watzke und Strandspaziergänge auf Sylt.

München. Als ihn vor 41 Jahren der Anruf aus München ereilte, packte Karl-Heinz Rummenigge seine Sachen "so schnell, wie nie zuvor in meinem Leben". Der Lockruf des FC Bayern veränderte das Leben eines Mannes, der im Fußball gleich zweimal Karriere machte.

Im Interview der Deutschen Presse-Agentur zu seinem 60. Geburtstag an diesem Freitag gesteht der Bayern-Chef: "Ich bin ein Sonntagskind."

Herr Rummenigge, wie fühlt es sich an, als Chef von Bayern München ein "Sechzger" zu werden?

Rummenigge: Dieses Schicksal hatten schon einige vor mir, Uli Hoeneß, Franz Beckenbauer, Gerd Müller...

Gibt es in Ihrem Freundeskreis, oder sogar in Ihrer Familie, "Löwen"-Fans?

Rummenigge: Die gab es früher, als 1860 noch Bundesliga gespielt hat. Ich bin ja in den 70er Jahren nach München gekommen. Da gab es noch echte Konkurrenz zwischen Bayern und Sechzig. Das ist in den letzten Jahren auf dramatische Weise nicht mehr der Fall.

Zum 60. Geburtstag von Franz Beckenbauer gab es eine TV-Gala, bei Uli Hoeneß veranstaltete der FC Bayern ein großes Fest. Sie wollen sich nicht groß feiern lassen. Warum?

Rummenigge: Ich mag das nicht. Ich bin schon zu meinem 50. Geburtstag abgehauen mit meiner Familie. Und ich werde das zum 60. wieder machen. Ich feiere im Kreise meiner Familie. Ich werde aber im Anschluss daran die Angestellten von Bayern München einladen, weil diese den Verein täglich am Leben erhalten und uns alle gut aussehen lassen. Mit ihnen werde ich gebührend nachfeiern.

Franz Beckenbauer ist die Lichtgestalt, Uli Hoeneß war der Patriarch des FC Bayern. Was ist Karl-Heinz Rummenigge?

Rummenigge: Franz Beckenbauer war die wichtigste Person in der Geschichte von Bayern München. Die Erfolgsgeschichte begann in den 70er Jahren nicht ganz zufällig mit ihm. Und Uli Hoeneß war für mich immer der Spiritus Rector des FC Bayern. Ich bin glücklich, dass ich mit ihnen auf dem Platz spielen durfte, was mich unglaublich motiviert und nach oben gebracht hat. Dem Franz habe ich als Spieler einfach nur zugehört und geschwiegen. So habe ich am meisten gelernt. Und in der zweiten Karriere war es eine Inspiration, mit Franz und Uli im Präsidium zusammenzuarbeiten. Sie waren ganz wichtig für mich.

Sie haben als Jungprofi noch demütig den Weltmeistern gelauscht. Heutzutage treten die jungen Spieler mit einem ganz anderen Selbstverständnis auf. Wie empfinden Sie das?

Rummenigge: Wir hatten früher alle noch keine Berater. Ich muss manchmal schmunzeln, wenn ich die jungen Burschen sehe, wie sie auftreten. Der Mitchell Weiser (jetzt Hertha BSC) kam ins Büro gleich mit seiner Freundin, da habe ich gedacht: Hoppla, was ist denn hier los. Aber ich habe den Vorteil, dass ich fünf Kinder habe und weiß, dass die Generation etwas forscher ist als zu meiner Zeit.

Wie lief es vor vier Jahrzehnten beim FC Bayern ab?

Rummenigge: Beim damaligen Manager Robert Schwan durfte man in einem Fall von Übermut auch mal 15 Leichtmetallkoffer vom Bus in die Kabine und danach wieder zurückschleppen.

Wären Sie gerne noch einmal 20 Jahre alt?

Rummenigge: Ich müsste nicht unbedingt noch einmal 20 sein. Aber die Zeit als Spieler war die schönste. Meine zweite Karriere macht mir auch sehr viel Spaß. Aber das Erlebnis, vor 70 000 Menschen ein Tor zu schießen, ist durch nichts zu toppen. Wir haben in diesem Jahr schöne Vertragsabschlüsse mit Adidas, Audi und der Telekom gemacht, die den Verein in eine solide Zukunft führen. Bei der Unterschrift ist die Freude aber nicht so ausgeprägt wie bei einem Tor im Stadion.

Blicken Sie bei einem runden Geburtstag mehr zurück oder voraus?

Rummenigge: Ich schaue nicht mehr voraus. Ich habe einige Jahre in Italien gelebt, und diese Zeit hat mich völlig verändert. Ich habe dort mein Spektrum erweitert, gerade was Lebensqualität betrifft. Ich versuche, im Hier und Heute zu leben. Ich mag gar nicht wissen, was in einem oder zwei Jahren los ist. Ich versuche, den Tag zu genießen.

Würden Sie sich als Glückskind bezeichnen?

Rummenigge: Es fängt schon damit an, dass ich an einem Sonntag geboren bin. Und ich bin tatsächlich ein Sonntagskind. Das schönste Geschenk meiner Generation ist, dass wir nicht das Schicksal eines Krieges erleiden mussten. Mein Vater und mein Schwiegervater mussten in den Krieg ziehen. Dieses Schicksal ist mir erspart geblieben.

Können Sie vor diesem Hintergrund gut verstehen, dass derzeit Millionen Menschen vor Kriegen wie in Syrien davonlaufen und Zuflucht bei uns in Deutschland und in Europa suchen?

Rummenigge: Wenn man die Bilder im Fernsehen sieht, kann man nur Mitleid mit diesen Leuten empfinden. Wir müssen alle gemeinsam versuchen, Hilfe zu leisten, damit diesen armen Menschen geholfen wird.

Erst Profi, dann Vizepräsident und Vorstandsvorsitzender: Ist eine Karriere wie Ihre auch im Fußball des 21. Jahrhunderts, in dem Spitzenclubs wie der FC Bayern zu Wirtschaftsunternehmen geworden sind, für ehemalige Spieler noch wiederholbar?

Rummenigge: Ich glaube schon, und vor allem beim FC Bayern. Wir hatten immer den Anspruch, dass ehemaligen Spielern in der zweiten Karriere eine Tür geöffnet wird. Es wäre mein persönlicher Wunsch, dass das auch in Zukunft der Fall sein wird. Ich hatte das Glück, dass ich zehn Jahre im Windschatten von Uli und Franz ein Netzwerk aufbauen und lernen konnte. Heute wird verlangt, dass einer sofort schwimmen muss. Früher gab es einen Rettungsring. Ich denke aber, dass wir den einen oder anderen Spieler haben, der später im Management von Bayern München auftauchen könnte, wenn er Lust dazu verspüren sollte.

Ein Philipp Lahm zum Beispiel, oder auch ein Oliver Kahn?

Rummenigge: Sie kennen sich im Club aus. Sie haben sportliche Kompetenz. Und sie sind kluge Köpfe. Der entscheidende Faktor wäre, sie ranzuziehen, um die wirtschaftliche Kompetenz mit einzubringen. Das kann man nicht an einer Uni lernen.

Sie sind kein Bauchmensch wie Uli Hoeneß, sondern eher der pragmatische Stratege. Wie passt das zum FC Bayern?

Rummenigge: Ich bin Ostwestfale. Diese sind etwas rationaler als Bayern. Ich habe auch nicht vor, das zu ändern. Ich spreche nach wie vor Hochdeutsch und nicht Bayerisch. Fußball ist Emotionalität, aber man muss sie mit der Rationalität, die vom Management verlangt wird, vereinen. Ich glaube, dass das bei Bayern München ordentlich gelingt.

Der Wechsel von Bastian Schweinsteiger zu Manchester United bewegte die Fans aber in erster Linie emotional.

Rummenigge: Ich verstehe, dass es emotionale Reaktionen gab. Aber es ist auch wichtig, dass es eine rationale Ebene gibt. Dieser muss man sich anpassen. Bastian wollte in seiner so erfolgreichen Karriere noch einmal ins Ausland. Er hat sich das gut überlegt. Wir haben eine veränderte Welt, auch im Fußball.

Wie sieht diese veränderte Fußball-Welt aus?

Rummenigge: Fußball ist heute nicht nur Sport. Fußball ist auch Big Business. Wir sprechen nicht mehr über Millionen, sondern Milliarden. Ich weiß, dass es der Wunsch der Fans ist, am liebsten einen Spieler zu haben, der in Pähl geboren ist, bei Bayern München ausgebildet wurde, mit 18 in die erste Mannschaft kommt, Erfolg hat und jede Woche ein Tor schießt: Der Name ist Thomas Müller.

Und den Fans wären elf Thomas Müller am liebsten?

Rummenigge: Vermutlich ja. Aber das gibt es nirgendwo mehr in Europa. Bayern München zählt noch zu den Clubs mit den meisten Spielern aus dem eigenen Land, der eigenen kulturellen Umgebung. Dazu zähle ich Spieler, die im Verein ausgebildet worden sind wie David Alaba oder Pierre Emile Højbjerg, der in dieser Saison nach Schalke ausgeliehen wurde. Wir haben drei, vier, fünf permanent auf dem Platz. Diese Romantik erlauben sich kaum noch Clubs. Wir versuchen, sie zu erhalten. Aber es wird immer schwerer.

Wie viel Fußball-Romantik gönnen Sie sich persönlich noch?

Rummenigge: Das Wichtigste in unserem gesamten Schaffen ist das Spiel, ob in der Champions League oder in der Bundesliga. Ich könnte nie Präsident eines Verbandes werden. Mir würde das Spiel fehlen. Mir würde fehlen, nervös zu sein, sich mit der Mannschaft zu freuen oder auch zu ärgern, weil man ein großes Spiel verloren hat. Die Emotionen im Stadion brauche ich.

Sie haben die Transformation des FC Bayern zu einem Global Player im Fußball entscheidend mitgeprägt. Welche Herausforderungen kommen auf den FC Bayern und Sie in den nächsten Jahren zu?

Rummenigge: Wir haben in den zurückliegenden zehn Jahren Vollgas gegeben im Verein. Denn wir hatten einen Traum: Wir wollten Bayern München nach ganz oben in Europa bringen. Das ist uns gelungen. Jetzt ist es unsere Aufgabe und Verpflichtung, den Verein da oben zu halten.

Wie geht das?

Rummenigge: Dafür braucht man Geld, auch wenn das unromantisch klingt. Wir sind in der Bundesliga auf allen Gebieten top, im Sponsoring, im Merchandising. Aber in der TV-Vermarktung ist Deutschland, das wirtschaftsstärkste Land Europas, im Ranking der großen Fußball-Ligen Tabellenletzter. Das darf nicht sein. Wir müssen alle ein vitales Interesse daran haben, die Summen aus dem Fernsehtopf zu steigern. Sonst sehe ich international die Wettbewerbsfähigkeit der Bundesliga infrage gestellt.

Auch die des FC Bayern?

Rummenigge: Es würde dann auch für uns schwieriger - international, nicht national.

Wo möchten Sie den FC Bayern zum 70. Geburtstag sehen?

Rummenigge: Hans-Joachim Watzke hat vor kurzem gesagt, Bayern München sei jetzt mit dem FC Barcelona und Real Madrid in der Topclass in Europa. Das habe er nicht für möglich gehalten. Das ist das Größte, was wir alle bei Bayern München in den letzten 20 Jahren bewerkstelligt haben, dass wir mit Barcelona und Madrid in einem Atemzug genannt werden. Das ist eine Auszeichnung, die mehr wert ist als jeder Orden, den man sich an die Brust heften darf. Und das Topclass-Niveau müssen wir zu halten versuchen.

Vielleicht wird Sie Ihr Dortmunder Gegenspieler am Geburtstag anrufen, gratulieren und im selben Atemzug ankündigen, dass er Ihnen am 4. Oktober, wenn die Borussia zum Bundesliga-Topspiel nach München kommt, aber keine Geschenke überbringen möchte?

Rummenigge: Zunächst einmal: Ich habe zu Hans-Joachim Watzke wieder ein sehr ordentliches Verhältnis. Und wir haben jetzt auch eine gemeinsame Interessenslage, die lautet: Die Bundesliga und ihre Topvereine wettbewerbsfähig zu halten in Europa. Borussia Dortmund muss eigentlich von der Qualität her in der Champions League spielen.

Aber möglichst nur als Vizemeister, oder?

Rummenigge: Idealerweise hinter uns als Meister, klar! Aber wie auch immer: Mir ist ein Konkurrent vom Kaliber Dortmund sympathischer als viele andere, die in der Vergangenheit an uns gekratzt haben. Als wir 2012 dreimal als Zweiter ins Ziel eingelaufen sind, hat uns das total geärgert. Aber es hat uns auch angetrieben, Dinge zu verändern, zu verbessern. Damit haben wir eine neue Qualitätsebene erreicht.

Sie haben gesagt, dass die letzten zehn Jahre viel Kraft gekostet haben. Sie stehen seit 2002 an der Spitze der FC Bayern AG. Streben Sie als Chef ein 20-jähriges Dienstjubiläum an?

Rummenigge: Ich bin jetzt im 14. Jahr. Ob ich das 20. erlebe, weiß ich nicht. Diese Gedanken beschäftigen mich jetzt nicht. Ich habe ein Credo: Jeder ist ersetzbar! Das habe ich 1977 gespürt, als Franz Beckenbauer den Club Richtung New York verlasen hat. Da hat die Fußballwelt geglaubt, jetzt ist der FC Bayern am Ende. Es gab einige Monate Irritationen und schlechte Ergebnisse, aber dann wurde es langsam wieder besser. Seitdem weiß ich: Jeder ist ersetzbar.

Sie waren beim FC Bayern frühzeitig der "Außenminister". Als Vorsitzender der europäischen Clubvereinigung ECA sind Sie jetzt sogar Mitglied in der UEFA-Exekutive. Ist das womöglich der Beginn einer Funktionärskarriere, die als UEFA-Präsident enden könnte?

Rummenigge: Nein, nein, überhaupt nicht. Ich werde hier bei Bayern München meinen Aufgaben auch weiterhin so intensiv nachgehen wie bisher. Wie lange, das weiß ich noch nicht. Aber danach sollte das Kapitel Fußball beendet sein. Ich strebe definitiv keine Verbandskarriere an.

Würden Sie sich denn UEFA-Chef Michel Platini als neuen FIFA-Präsidenten und Nachfolger von Joseph Blatter wünschen?

Rummenigge: Michel Platini, mit dem ich mich gut verstehe, hat eine Gabe: Er kann Menschen zusammenbringen. Gerade in der aktuellen Problematik der FIFA ist es wichtig, wieder Vertrauen herzustellen. Man hat von außen den Eindruck, die FIFA ist zerstritten. Es herrschen unglaubliche Egoismen. Europa hat andere Interessen als Afrika, Afrika andere als Asien, Asien andere als Südamerika. Ich würde Michel zutrauen, die Fußballwelt wieder zu einen. Er wird Reformen einleiten müssen, aber der erste Schritt muss sein, dass er Präsident wird.

Sie sind bei Bayern immer von Weltmeistern umgeben gewesen, auch aktuell wieder. Sie selbst haben alles gewonnen, aber 1982 und 1986 zwei WM-Endspiele verloren. Wurmt Sie das bis heute?

Rummenigge: Uli Hoeneß sagt immer zu mir: 'Kalle, du kannst machen, was du willst, ich bin mindestens einmal mehr Weltmeister geworden als du.' (lacht) Speziell 1986 in Mexiko gegen Argentinien war der Titel möglich. Es stand 2:2, dann haben wir leider einen Fehler gemacht und 2:3 verloren. Ich glaube nach wie vor, wenn wir in die Verlängerung gegangen wären, hätten wir gewonnen. Wir haben vor meinem Geburtstag ein Foto gemacht: Da standen viele Pokale um mich herum, aber die WM-Trophäe nicht. Es ist der einzige Titel, der mir fehlt.

Westfalen, Bayern, Italien oder Sylt - wohin führt Sie Ihr Lebensweg in der Zukunft?

Rummenigge: Ich würde es so ausdrücken: Ich lebe gerne in München, esse gerne italienisch und genieße die Strandspaziergänge im Wind auf Sylt. Viel mehr brauche ich nicht.

Sie sind viel herumgekommen auf der Welt. Gibt es trotzdem noch ein besonders reizvolles Reiseziel für Sie?

Rummenigge: Meine Lieblingsstadt war immer Buenos Aires. Diese Stadt hat mich inspiriert. Multi-Kulti, die Küche, die Menschen, der Fußball. Früher bin ich oft mit Uli Hoeneß eine Woche zum Scouting durch Südamerika getourt. Im Fußball von heute geht so etwas leider nicht mehr.

Stichwort Buenos Aires: Sind Sie Tango-Tänzer?

Rummenigge: Leider nein, sehr zum Leidwesen meiner Frau, die sehr gut tanzt. Es ist eines meiner größten Handicaps: Gut zu tanzen kann ich ihr nicht bieten.

Eine Schlüsselfrage wollen Sie noch vor Jahresende klären: Bleibt Pep Guradiola über diese Saison hinaus beim FC Bayern?

Rummenigge: Eines ist klar: Wir haben eine gute Mannschaft. Und eine gute Mannschaft braucht einen guten Trainer. Den hatten wir in Jupp Heynckes, den haben wir aktuell in Pep Guardiola. Ich bin durchaus optimistisch, dass Pep über den 30. Juni 2016 hinaus bleibt. Der Trainer fühlt sich wohl. Er hat eine gute Mannschaft. München als Stadt ist hilfreich. Es liegt viel auf der Waage, damit sich Pep Guardiola für Bayern München entscheidet.

War es für Sie selbst nie eine Option, Trainer zu werden?

Rummenigge: Doch, als ich aufgehört habe, Fußball zu spielen. Es hat einen pragmatischen Grund, warum ich mich dagegen entschieden habe. Ich wollte nicht alle zwei, drei Jahre wie ein Nomade durch die Gegend ziehen. Wir hatten damals kleine Kinder. Ich wollte nicht andauernd den Standort wechseln und ihnen neue Schulen zumuten.

Sie haben 1974 Ihre Banklehre abgebrochen und sind mit 19 zum FC Bayern gegangen. Was wäre wohl ohne die Fußball-Karriere aus Ihnen geworden, Leiter einer Bank in Lippstadt oder Investmentbanker?

Rummenigge: Ich wäre wahrscheinlich, wie sich das heute für Banker gehört, ein kritisierter Investmentbanker (lacht). Vielleicht hätte ich auch da Karriere gemacht. Spaß hat mir der Job schon gemacht. Aber als der Anruf aus München von Robert Schwan kam, habe ich die Klamotten so schnell gepackt, wie nie zuvor in meinem Leben.

dpa


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