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Franck Ribéry jubelt nach seinem sehenswerten Treffer.

Franck Ribéry jubelt nach seinem sehenswerten Treffer. © Tobias Hase

Fußball

Ribéry lässt Bayern beim 1:0 gegen Frankfurt jubeln

Drei weitere Punkte auf dem Weg zum Titel und vor allem eine gute Generalprobe für Lissabon: Der FC Bayern hat sich mit einem lockeren, aber knappen Sieg auf das Champions-League-Duell gegen Benfica eingestimmt. Feiern lassen durfte sich Franck Ribéry.

München. Mit ihrem Pflichtsieg dank des Geniestreichs von Franck Ribéry hielten sich die Münchner nicht lange auf. "Jetzt konzentrieren wir uns auf Benfica", erklärte Bayern-Trainer Pep Guardiola nach dem lockeren 1:0 (1:0) gegen die hochgradig abstiegsgefährdete Frankfurter Eintracht.

Ribérys zweites Saisontor in der 20. Minute reichte den Münchnern gegen harmlose Hessen. "Ein Wahnsinns-Tor!", betonte auch Guardiola.

Während der Bundesliga-Spitzenreiter vor 75 000 Zuschauern den unaufhaltsamen Weg zum vierten Meistertitel in Serie fortsetzt, hat der harmlose Tabellenvorletzte von Trainer Niko Kovac weiter allergrößte Abstiegssorgen. "Mit dem Ergebnis bin ich nicht zufrieden, mit unserem Spiel schon", befand Kovac, der von 2001 bis 2003 in München aktiv war. "Die Situation hat sich nicht verschlechtert und nicht verbessert", sagte Vorstandschef Heribert Bruchhagen.

Vor dem ersten Viertelfinal-Duell in der Champions League am Dienstag in München mit Portugals Tabellenführer aus Lissabon, der seine Generalprobe mit 5:1 gegen Braga gewann, hatten die Bayern als bestes Heimteam gegen die schlechteste Auswärtsmannschaft kaum Mühe. Nach zwei Monaten Verletzungspause durfte Javi Martínez ein Comeback ohne große Bewährungsproben geben.

"Das war wichtig, dass er jetzt mal wieder über 90 Minuten gespielt hat", betonte Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge nach dem ungefährderten Erfolg. "Wir haben drei Punkte geholt, dementsprechend gibt es auch nichts zu meckern. Diese Qualität wird für Dienstag aber nicht reichen."

Unerwartet oft versuchten die Bayern, mit langen Bällen durch Thiago, Ribéry oder Xabi Alonso hinter die 5-4-1-Formation der Eintracht zu kommen. Beim Führungstreffer brachte eine andere Angriffsvariante den Erfolg. Mario Götze, der so lange wie seit Anfang Oktober nicht mehr für die Bayern spielen durfte, führte den Ball ungestört durch die Frankfurter Hälfte und zog ab. Den 18-Meter-Schuss des Länderspieltorschützen parierte Keeper Lukas Hradecky noch, beim artistischen Seitfallzieher Ribérys aus der Distanz war Finnlands Nationaltorwart machtlos. Für Ribéry war es das 70. Tor für die Münchner.

Götze holte sich gleich nach dem 1:0 weitere taktische Instruktionen an der Seitenlinie von Guardiola ab. Der 23-Jährige, der nach seiner Verletzung Anfang Oktober in diesem Jahr zuvor bei den Münchnern nur auf 53 Liga-Minuten gegen Bremen gekommen war, zeigte sich eifrig und ging dabei körperbetont zur Sache. Alleine in der Anfangsphase gingen vier Fouls auf Götzes Konto, der in der 85. Minute vom Feld ging. "Ich bin auf einem guten Weg", sagte Götze. "Jetzt haben wir Dienstag ein wichtiges Spiel."

Mehr glänzen konnte Ribéry, den die Bayern vor dem Anpfiff noch nachträglich mit einem großen Blumenstrauß für sein 200. Liga-Spiel ehrten. Der Franzose war Torschütze, Antreiber und sogar Aushilfe in der Defensive. "Ich war lange verletzt, habe viel gekämpft und gearbeitet", erinnerte der Flügelspieler an die lange Leidenszeit. "Ich freue mich, wenn ich gut und gesund bin."

Von den defensiven, aber auch nicht ehrfürchtigen Gästen ging fast keine Gefahr aus. Szabolcs Huszti (46.) und Sonny Kittel (82.) verfehlten das Tor von Manuel Neuer, der zum 150. Mal ohne Gegentor blieb. Öfter glückte das nur Oliver Kahn und Oliver Reck. "Wir haben heute eine gute mannschaftliche Defensivleistung gezeigt", hob Neuer hervor.

dpa


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