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Stefan Reuter sieht beim FC Augsburg das Potential zum Klassenerhalt.

Stefan Reuter sieht beim FC Augsburg das Potential zum Klassenerhalt. © Andreas Gebert

Fußball

Reuter startet in Augsburg: Wir haben Potenzial

Mit Stefan Reuter als neuem Manager will der FC Augsburg den Klassenverbleib in der Fußball-Bundesliga schaffen. Reuter präsentierte sich bei seiner Vorstellung zuversichtlich.

Augsburg. Die Ski kamen kurz nach der Verpflichtung in die Ecke, die Wintersportklamotten brachte Reuter in die Waschküche. "Die werde ich so schnell nicht brauchen", sagte der neue Manager des FC Augsburg, der am Mittwoch offiziell vorgestellt wurde. Lächelnd und entspannt sprach er über die neue Aufgabe beim Abstiegskandidaten in der Fußball-Bundesliga. Und trotz der missglückten Hinrunde sieht Reuter genug Qualität für den Klassenverbleib: "Ich sehe auf alle Fälle so viel Potenzial, dass man die Liga halten kann.""

Bis zum 30. Juni 2015 steht Reuter bei den Schwaben unter Vertrag - unabhängig von der Spielklassenzugehörigkeit. Der Zeitpunkt der Verpflichtung sei für ihn "überraschend" gekommen, sagte der 46-Jährige. "Aber ich hatte von der ersten Sekunde ein gutes Gefühl. Ich halte den FC Augsburg für einen tollen Verein und es ist eine sehr interessante Aufgabe, hier mit anzupacken." Der 69-malige Nationalspieler war am 27. Dezember als Nachfolger von Jürgen Rollmann verpflichtet worden. Von Rollmann, dem bereits zweiten Manager in dieser Saison, hatte sich der FCA wegen "unüberbrückbaren Differenzen in der sportlichen Entwicklung" einen Tag vor Heiligabend getrennt.

Schnell traf sich Reuter mit Trainer Markus Weinziel, plauderte mit ihm "über Gott und die Welt", hatte Kontakt zu Kollegen wie Michael Zorc oder Matthias Sammer, sprach mit vielen Beratern - und wurde auch von Jürgen Klinsmann angerufen. Der frühere Bundestrainer und derzeitige Nationaltrainer der USA gratulierte zur Verpflichtung des amerikansichen Abwehrspielers Michael Parkhurst (FC Nordsjælland). Ein super Junge sei das, habe Klinsmann ihm gesagt.

Parkhurst ist einer von zwei Neuen, an Neujahr wurde Dong-Won Ji vom englischen Premier-League-Club FC Sunderland bis zum Saisonende ausgeliehen. "Unser Manko in der Hinrunde war natürlich, dass wir zu wenig Tore gemacht haben. Ji ist ein Spieler, der da Abhilfe schaffen kann", sagte Reuter. Weitere Wintertransfers wird es wohl nicht geben. "Ausschließen möchte ich grundsätzlich gar nichts, aber es wird schon sehr schwer, da noch etwas zu realisieren." Die Vorbereitungszeit sei sehr kurz.

Am Mittwoch nahm der FCA die Rückrunden-Vorbereitung in Angriff, am Samstag geht es ins Trainingslager nach Belek in die Türkei. Viele Gespräche wolle er da führen, betonte Reuter, der nicht nur im Anzug, sondern auch das "eine oder andere Mal in Trainingsklamotten" auftreten wird. Geschlossenheit sei wichtig, die Erfolge zu erreichen. "Wir müssen der Mannschaft klar machen, dass höchste Konzentration notwendig ist, dass jeder, der sich hängen lässt unseren Erfolg gefährdet." Der Abstand auf den Relegationsplatz beträgt drei Punkte, der auf das rettende Ufer bereits zehn Zähler.

Reuter betonte, dass er aus seiner Managerzeit bei 1860 München, wo er von 2006 bis 2009 arbeitete gelernt habe. "Geschlossenheit ist wichtig, um die Erfolge einzufahren, die wir uns alle wünschen", sagte der frühere Profi vom 1. FC Nürnberg, dem FC Bayern München, Juventus Turin und von Borussia Dortmund.

dpa


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