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Daniel Ginczek feiert seinen Treffer zum 2:1 für den VfB Stuttgart.

Daniel Ginczek feiert seinen Treffer zum 2:1 für den VfB Stuttgart. © Axel Heimken

Fußball

Retter der Vorsaison halten den VfB im Pokal

Die Retter-Qualitäten von Daniel Didavi und Daniel Ginczek wurden gleich wieder gebraucht. Und wie schon im Finale der Vorsaison konnte sich der VfB Stuttgart auch zum Pflichtspiel-Auftakt in die neue Spielzeit auf sein Offensiv-Duo verlassen.

Kiel. Mit ihren Toren zum 2:1 (1:1) beim Drittligisten Holstein Kiel bewahrten Didavi (41. Minute) und Ginczek (60.) die Schwaben vor dem frühen Pokal-Aus und ihren Coach Alexander Zorniger vor einer blamablen Premiere. "Ich verstehe mich super mit ihm. Das sieht man auch auf dem Platz", sagte VfB-Regisseur Didavi über seinen Partner in der Offensive.

77 Tage zuvor waren es ebenfalls Didavi und Ginczek gewesen, die den monatelang taumelnden VfB am letzten Spieltag beim 2:1 in Paderborn mit ihren Treffern in der Bundesliga gehalten hatten. Und nun galt es nach dem Rückstand durch Kiels Rafael Czichos (37.), die unter Zorniger neu entfachte Euphorie nicht gleich zu Beginn im Keim ersticken zu lassen. "Solche Spiele sind gut, um als Team zusammenzufinden und Teamgeist neu zu entwickeln", sagte Ginczek.

Denn der Fußball, den der frühere Leipziger Coach Zorniger spielen lassen will, erfordert Teamgeist. Basierend auf dem Mantra Pressing/Gegenpressing sollen die VfB-Profis im Rudel ihren Gegnern die Bälle abjagen, um dann rasch in die Spitze vorzustoßen. Die Kieler unterbanden dies am Samstagabend clever, indem sie mit langen Bällen das Mittelfeld überbrückten und so dem Favoriten dazu keine Gelegenheit boten.

Entsprechend lehrreich fand Zorniger den Pokal-Fight - gerade auch mit Blick auf den Bundesliga-Start am kommenden Sonntag gegen den 1. FC Köln. "Das war ein wichtiger Sieg, weil er uns Aufschlüsse gibt über die Art und Weise, wie gegen uns gespielt wird. Darauf müssen wir uns einstellen", sagte Zorniger. Andererseits erwartet er nicht, dass in der Bundesliga die Gegner mit einer so "ekelhaften" Manndeckung ähnlich defensiv agieren wie der starke Drittligist. "Es ist nicht so, dass wir Bayern München sind."

Selbstbewusst sind sie nach einer gelungenen Vorbereitung aber im Stuttgarter Lager. "Wir haben Qualität und unsere Aufgabe ist es, das zu zeigen", sagte Didavi, der den knappen Sieg gegen Kiel schnell abhakte und stattdessen die Kölner ins Visier nahm. "Es ist das Wichtigste, dass wir in der Liga einen guten Start haben."

dpa


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