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Stefan Kuntz steht vor seinem Pflichtspiel-Debüt als Trainer der deutschen U21-Nationalmannschaft.

Stefan Kuntz steht vor seinem Pflichtspiel-Debüt als Trainer der deutschen U21-Nationalmannschaft. © Swen Pförtner

Fußball

Pflichtspiel-Debüt für Kuntz in Finnland

Beim Pflichtspiel-Debüt von Trainer Stefan Kuntz wollen sich die deutschen U21-Fußballer in Finnland keinen Ausrutscher erlauben. Die Turnier-Teilnahme ist noch keineswegs gesichert.

Seinäjoki. Bei seiner Pflichtspiel-Premiere als Trainer der deutschen U21-Fußballer wartet auf Stefan Kuntz direkt eine große Herausforderung.

"Wir können in Finnland den nächsten Schritt machen. Aber es ist wieder eine neue Situation, ich habe mit der Mannschaft noch kein Qualifikationsspiel bestritten", sagte Kuntz vor dem Duell in der EM-Qualifikation an diesem Dienstag in Seinäjoki gegen Finnland. Ein Ausrutscher gegen die Skandinavier könnte die Mannschaft des Deutschen Fußball-Bunds (DFB) um ihre gute Ausgangsposition bringen.

Nach dem souveränen Testspielerfolg gegen die Slowakei (3:0) strebt die U21-Auswahl in Finnland ihren zehnten Sieg in Serie an. Doch mit Österreich gab sich auch der hartnäckigste Rivale in der Qualifikation für das EM-Turnier 2017 in Polen zuletzt keine Blöße. Die deutsche Mannschaft führt die Gruppe 7 mit 21 Punkten vor Österreich (18) an. Bei noch jeweils drei ausstehenden Partien könnte es zu einem Finale am 11. Oktober in St. Pölten um den Gruppensieg kommen. Das Hinspiel hatte Deutschland 4:2 gewonnen.

Nur die Gruppenersten qualifizieren sich direkt für die EM: Die vier besten Zweiten spielen in Playoffs zwei weitere Teilnehmer für die Endrunde aus, die erstmals mit zwölf Teams ausgetragen wird. Österreich tritt am Dienstag in Russland an und ist am 7. Oktober auf den Färöer zu Gast. Die DFB-Youngster empfangen Russland am 7. Oktober in Ingolstadt.

Zunächst gilt die Konzentration aber dem nächsten Kontrahenten. "Bevor ich an die EM-Endrunde denke, schauen wir auf Finnland", erklärte Kuntz. Vor seinem zweiten Match als U21-Coach ist der Europameister von 1996 gewarnt. Schließlich setzte sich Österreich erst mit einem in der Nachspielzeit erzielten Treffer 1:0 in Finnland durch.

Umso wichtiger ist es, dass gegen die Slowakei Selbstvertrauen getankt wurde. "Wir haben das sehr ordentlich gemacht und in unserem Spiel das umgesetzt, was der Trainer sehen wollte. Jetzt wollen wir in Finnland nachlegen", meinte Verteidiger Niklas Stark.

Angreifer Timo Werner von RB Leipzig hat eine Infektion auskuriert und soll in Seinäjoki zur Verfügung stehen. Planen kann Kuntz zudem mit Serge Gnabry. Der Neu-Bremer, der zum Gewinn der Silbermedaille bei den Olympischen Spielen in Rio sechs Treffer beitrug und viele Offensivakzente setzte, wurde gegen die Slowakei noch geschont.

Beim Abflug nach Finnland fehlte neben Hany Mukhtar (Bröndby IF) und Jannik Haberer (SC Freiburg) auch Max Christiansen (FC Ingolstadt). Er soll nach der Belastung bei den Olympischen Spielen seinen Trainingsrückstand aufholen. "Für Haberer und Christiansen ist es sinnvoller, sich in ihren Vereinen auf den nächsten Bundesliga-Spieltag vorzubereiten. So haben wir es im Vorfeld besprochen", erklärte Kuntz.

dpa


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