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Horst Hrubesch wird das DFB-Team bei den Olympischen Spielen in Rio betreuen.

Horst Hrubesch wird das DFB-Team bei den Olympischen Spielen in Rio betreuen. © Armin Weigel

Olympia

Olympia-Auslosung: DFB-Teams drohen schwere Gruppen

Die deutschen Männer sind nach 28 Jahren zurück auf der olympischen Fußball-Bühne. Am Donnerstag werden in Rio die Gruppen für das Turnier der Männer und Frauen ausgelost. DFB-Coach Hrubesch und Bundestrainerin Neid hoffen auf eine erfolgreiche Abschiedstournee.

Rio de Janeiro. An historischer Stätte nimmt das Comeback der deutschen Fußballer auf der olympischen Bühne nach 28 Jahren konkrete Formen an.

111 Tage vor dem Turnierstart blicken DFB-Coach Horst Hrubesch und Bundestrainerin Silvia Neid mit Spannung und Vorfreude der Gruppen-Auslosung im legendären Maracana-Stadion für das Olympia-Turnier (3. bis 20. August) entgegen. Zum ersten Mal spielen sowohl ein DFB-Männerteam als auch die Frauenauswahl bei einem Olympia-Turnier.

"Ich freue mich auf die Auslosung in Rio und bin schon sehr gespannt, wer uns zugelost wird, wohin die Reise geht und wie Maracana heute aussieht", sagte Hrubesch vor dem Abflug der DFB-Delegation nach Rio am Mittwoch. Für die DFB-Männer wird es die erste Olympia-Teilnahme seit dem Bronzemedaillen-Gewinn 1988 in Seoul sein.

Dem Hrubesch-Team drohen bei der Auslosung am Donnerstag wegen der langen Absenz und fehlender Olympia-Ergebnisse harte Brocken in der Vorrunde: Mexiko als Olympiasieger von 2012 sowie Gastgeber Brasilien oder der zweimalige Olympiasieger Argentinien sind mögliche Kontrahenten. Brisante Partien wären garantiert, denn gegen die Mitfavoriten aus Südamerika hatte das A-Team von Joachim Löw bei der WM 2014 in Brasilien die letzten Schritte zum WM-Titel gemacht. Da Duelle von Mannschaften des selben Kontinents in der Vorrunde ausgeschlossen sind, trifft die DFB-Elf auf jeden Fall auf die Fidschi Inseln oder Südafrika (Topf 3). In Topf 2 liegen Nigeria, Südkorea, Honduras und Irak.

Anders als die Männer (16 Mannschaften) sind die deutschen Frauen als Gruppenkopf gesetzt. So geht die Neid-Elf zunächst Gastgeber Brasilien sowie Weltmeister und Olympiasieger USA aus dem Weg. Leicht wird die Viertelfinal-Qualifikation deshalb nicht. Sicher ist, dass der Europameister auf die starken Australierinnen trifft. Möglich sind unter anderem auch Kanada und Kolumbien als Gegner.

"Entspannt und positiv" blicke sie der Auslosung entgegen, sagte Neid, nachdem ihre Elf in Osnabrück mit dem 2:0 gegen Kroatien vorzeitig das Ticket für die Europameisterschaft in den Niederlanden 2017 gelöst hatte. "Es sind zwölf richtig gute Mannschaften bei Olympia, da wird keine Gruppe einfach." Egal wie es kommt, Spielführerin Saskia Bartusiak ließ am Ziel keinen Zweifel: "Wir fahren nach Brasilien, um die Goldmedaille zu holen."

Direkt nach der Auslosung gehen die DFB-Delegationen auf Besichtigungstour. "Wir wollen die Spielorte besuchen, um uns einen ersten Eindruck von den Bedingungen vor Ort zu verschaffen", kündigte Hrubesch an. Neben Rio gibt es fünf weitere Spielorte: Salvador, Brasilia, Belo Horizonte, Sao Paulo und Manaus.

Erst nach dem Viertelfinale ist ein Umzug ins Olympische Dorf in Rio vorgesehen. Und dort will Hrubesch hin. "Wir werden das Ziel ausgeben, bis zuletzt im Turnier zu bleiben, und wenn es geht auch versuchen, das Endspiel zu gewinnen. Die Jungs fahren da hin, um Fußball zu spielen und ihre Spiele zu gewinnen." Für den langjährigen U21-Coach, der nach Olympia von Marcus Sorg abgelöst wird, wird Brasilien ebenso zur Abschiedstour wie für Neid, die ihr Amt nach elf Jahren an Steffi Jones übergibt. "Für mich ist es ein Traum, dass ich das noch einmal erleben kann", sagte Neid.

dpa


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