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David Alaba (r) zaubert gegen überforderte Kasachen .

David Alaba (r) zaubert gegen überforderte Kasachen . © Robert Jäger

Fußball

Österreich feiert Alaba - Trapattoni zuversichtlich

Nach seinem Traum-Comeback genoss David Alaba die Rückkehr ins Rampenlicht. Von allen Seiten wurde Bayern Münchens Jungstar für seinen Gala-Auftritt beim 4:0 Österreichs gegen Kasachstan mit Lob überschüttet.

Frankfurt/Main. Drei Monate nach seinem Mittelfußbruch führte der 20-Jährige die Alpen-Kicker zum ersten Sieg in der deutschen WM-Qualifikationsgruppe und empfahl sich nachdrücklich für einen Einsatz im Bundesligaspiel der Bayern am Samstag bei Fortuna Düsseldorf. "Es war ein sehr, sehr schöner Abend", sagte Alaba mit einem spitzbübischen Lächeln im Gesicht.

"Nach der langen Pause zwei Torvorlagen und ein Tor zu machen, das war wie aus dem Märchenbuch", würdigte Österreichs Kapitän Christian Fuchs den überragenden "Fußballer des Jahres". Auch Doppel-Torschütze Marc Janko huldigte dem erst drei Tage vor dem Spiel nachnominierten Bayern-Profi. "Mann des Spiels war Alaba. Bei Davids Flanken musste ich ja nur noch Danke sagen. Und dann legt er auch noch ein Tor nach", lobte der Stürmer.

Österreichs Trainer Marcel Koller war ebenfalls froh, dass Alaba "das erste Tor in der Nationalmannschaft und ein tolles Comeback gelungen ist". Der Schweizer hatte Alaba nach der enttäuschenden Nullnummer in Kasachstan kurzfristig ins Aufgebot geholt, obwohl der Mittelfeldakteur seit Mitte Mai kein Pflichtspiel mehr absolviert hatte. "Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass die erste Partie nach einer Verletzung kein Problem ist, weil man da besonders motiviert ist", meinte Koller.

Alaba dankte es ihm mit einem starken Auftritt, auch wenn er selbst seine Leistung eher kritisch bewertete. "Natürlich ist mir nach der langen Pause ein bisschen die Luft weggeblieben, aber das ist normal. Es fehlen noch ein paar Dinge - Schnelligkeit, Spritzigkeit und Genauigkeit im Passspiel", sagte Alaba und fügte hinzu: "Ich war einfach glücklich, auf dem Platz stehen zu dürfen."

Mit vier Punkten haben sich die Österreicher als Tabellenvierter hinter Deutschland (10), Schweden (7) und Irland (6) im Rennen um die WM-Tickets zurückgemeldet. Zur guten Laune trug auch das unglaubliche 4:4 der DFB-Auswahl gegen Schweden bei. "Das ist gut. Jetzt können wir wieder Erster werden", meinte Janko mit einem schelmischen Grinsen.

Weniger fröhlich ist die Stimmung bei Giovanni Trapattoni, der trotz des 4:1-Erfolgs gegen die Färöer weiter um seinen Job als irischer Nationaltrainer bangen muss. "Ich habe kein Problem. Ich weiß, was ich kann, aber es ist nicht meine Entscheidung", sagte Trapattoni.

Der 73-Jährige selbst rechnet damit, dass er im kommenden Monat im Freundschaftsspiel gegen Griechenland noch auf der Trainerbank der "Boys in Green" sitzt und sie auch weiter durch die WM-Ausscheidung führt. "Ich erwarte das", sagte er. Dass der nach der 1:6-Pleite gegen Deutschland massiv in die Kritik geratene Trainer-Gentleman nicht die Heimreise mit dem Team antrat, sondern aus privaten Gründen nach Italien flog, nährte die Spekulationen um seine Zukunft.

Trapattoni kann die Diskussionen um seine Person nicht nachvollziehen. "Wir haben erst drei Spiele absolviert. Zwei davon haben wir gewonnen, eines verloren - gegen das beste Team der Gruppe", stellte er fest. Rückendeckung erhielt der Coach von seinen Spielern. "Wir wollen, dass er bleibt", sagte Kapitän Robbie Keane.

dpa


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