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Dafür wurde er geholt: Vedad Ibisevic schoss Hertha zum Sieg gegen Köln.

Dafür wurde er geholt: Vedad Ibisevic schoss Hertha zum Sieg gegen Köln. © Annegret Hilse

Fußball

Lewandowski-Gala bei Bayern-Sieg - Berlin auf Eurokurs

Robert Lewandowski hat den FC Bayern dank eines irren Fünferpacks zumindest über Nacht auf Platz eins geschossen. Hertha BSC und der Hamburger SV klettern in der Tabelle weit nach oben. Darmstadt gelang der erste Sieg im eigenen Stadion.

Berlin. Robert Lewandowski hat dem deutschen Rekordmeister FC Bayern München mit einer unglaublichen Tor-Show den sechsten Sieg am sechsten Spieltag der Fußball-Bundesliga beschert. Der eingewechselte Pole erzielte beim 5:1 (0:1) gegen VfL Wolfsburg alle Bayern-Tore.

Lewandowski traf fünfmal innerhalb von neun Minuten und stellte einen Rekord auf. Die Münchner rückten zumindest für einen Tag auf Platz eins vor. Borussia Dortmund muss am Mittwoch bei 1899 Hoffenheim mit mindestens drei Toren Unterschied gewinnen, um wieder Platz eins einzunehmen.

Hertha BSC bleibt nach dem 2:0 gegen den 1. FC Köln zu Hause unbesiegt und rückte auf Rang fünf vor. Neuzugang Vedad Ibisevic schoss seine ersten beiden Treffer für die Hauptstädter. Aufsteiger Darmstadt 98 feierte beim 2:1 gegen Werder Bremen seinen ersten Heimsieg. Der Ex-Bremer Sandro Wagner traf doppelt. Der Hamburger SV gewann glücklich bei Neuling 1. FC Ingolstadt mit einem späten Treffer 1:0 und rückte an die Europapokalplätze heran. Ingolstadt wartet weiter auf den ersten Treffer zu Hause.

FC Bayern München - VfL Wolfsburg 5:1 (0:1)

Die in Darmstadt geschonten Müller, Lahm, Thiago und Alonso standen in der Startelf. Dost, Luiz Gustavo und Rodriguez kamen beim VfL neu ins Spiel, in dem Daniel Caligiuri (26. Minute) mit einem Knaller für die Wolfsburg-Führung sorgte. Dann kam die irre Show des Robert Lewandowski: Der zur zweiten Hälfte eingewechselte Pole korrigierte den Rückstand innerhalb von neun Minuten zum 5:1 (51./52./55./57./60.). Gleichzeitig gelang ihm der schnellste Hattrick, der schnellste Vierer- und Fünferpack der Bundesliga-Geschichte. Die Wolfsburger wussten gar nicht, wie ihnen geschah.

Hertha BSC - 1. FC Köln 2:0 (1:0)

Die ersatzgeschwächten Berliner mussten auch ohne Stammtorwart Kraft auskommen. Trainer Dardai ließ erstmals im 4-4-2 spielen mit Ibisevic und Kalou im Sturm. Neuzugang Vedad Ibisevic beendete seinen Torfluch und traf zum ersten Mal seit Januar 2014 zum 1:0 für die Hertha (43.). Gegen schwache Kölner erzielte der vom VfB Stuttgart ausgeliehene Bosnier in der Nachspielzeit seinen zweiten Treffer für die Hertha.

SV Darmstadt 98 - SV Werder Bremen 2:1 (1:1)

Vor dem Anpfiff bestätigte Bremens sportlicher Geschäftsführer Thomas Eichin bei Sky, dass der Verein seinen Vertrag bis 2018 verlängert hat. Darmstadt war in der Anfangsphase das bessere Team, doch Werder nutzte durch Aron Johannsson (19.) seine erste Chance. Der Ex-Bremer Sandro Wagner verwandelte einen Foulelfmeter zum verdienten 1:1 (31.). Im zweiten Durchgang war Wagner (84.) für nachlassende Lilien zum zweiten Mal erfolgreich.

FC Ingolstadt - Hamburger SV 0:1 (0:0)

Beim HSV blieb Drobny im Tor, obwohl der Stammkeeper Adler nach einer Schulterprellung wieder fit ist. "Eine ganz schwierige Entscheidung", sagte Trainer Bruno Labbadia. In einem schwachen Spiel erzielte Michael Gregoritsch (87.) mit einem hart geschossenen Freistoß den glücklichen Siegtreffer. Die Ingolstädter, die auswärts schon dreimal gewannen, weisen im eigenen Stadion eine Tordifferenz von 0:5 auf.

dpa


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