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Miralem Pjanic verwandelte einen Foulelfmeter zum 3:2-Sieg.

Miralem Pjanic verwandelte einen Foulelfmeter zum 3:2-Sieg. © Maurizio Brambatti

Fußball

Leverkusen muss nach 2:3 in Rom um Achtelfinale zittern

Rückstand, Ausgleich - und dann doch noch unglücklich verloren. Auf dem erhofften Weg ins Achtelfinale der Königsklasse hat Bayer Leverkusen einen Rückschlag hinnehmen müssen. Dennoch lobte Trainer Roger Schmidt sein Team. Noch ist nichts verloren.

Rom. Nach dem Schlusspfiff standen die Leverkusener Profis fassungslos auf dem Platz, Kevin Kampl beschwerte sich beim Schiedsrichter über die spielentscheidende Szene. Die Werkself hat beim AS Rom ein erneut verrücktes Spiel mit 2:3 (0:2) verloren.

Trotz einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit muss Bayer Leverkusen nun um das Achtelfinale der Champions League bangen. Das Team von Trainer Roger Schmidt rutschte durch die Niederlage auf den dritten Platz der Gruppe E ab. In den abschließenden Spielen gegen BATE Borissow und den FC Barcelona muss der Siebte der Fußball-Bundesliga nun unbedingt punkten und auf einen Ausrutscher des italienischen Vizemeisters hoffen, um noch in die K.o.-Runde der Königsklasse einzuziehen.

Die Bayer-Elf, von rund 800 Fans lautstark unterstützt, wurde kalt erwischt: Denn gleich mit dem ersten Angriff gingen die Gastgeber durch Mohamed Salah in Führung (2. Minute), der frühere Wolfsburger Torjäger Edin Dzeko legte zum 2:0 nach (29.). Doch nach der Pause glichen die Gäste innerhalb von sieben Minuten durch Admir Mehmedi (45.) und den Mexikaner Javier "Chicharito" Hernández (51.) aus - der Spielverlauf war komplett auf den Kopf gestellt. Die Rote Karte für Kapitän Ömer Toprak nach einer Notbremse (79. Minute) und der anschließende Siegtreffer für die Roma durch den Foulelfmeter von Miralem Pjanic (80.) versetzten Leverkusen den K.o.-Schlag.

Trotz der Niederlage lobte Schmidt seine Mannschaft für eine "fantastische" Leistung und machte seinen Jungs Mut. "Wir werden nicht aufgeben, wenn wir zwei Spiele gewinnen, können wir trotzdem noch das Achtelfinale erreichen", meinte der Coach. "Und die Mannschaft hat heute auf mich den Eindruck gemacht, dass sie das mit aller Macht versuchen will." Bayer-Keeper Bernd Leno kritisierte vor allem die schwache Leistung seiner Truppe vor der Pause. "Die erste Halbzeit war wirklich schlecht, da musste man froh sein, dass Rom uns überhaupt noch am Leben ließ."

Wie beim irren Hinspiel in Leverkusen, als beim 4:4 gleich acht Tore fielen und Bayer schon 2:4 hinten lag, fand die Bayer-Elf zwar noch einmal ins Spiel zurück. Doch zum Remis reichte es diesmal nicht. Beim 0:1 verlor Toprak einen Zweikampf im Mittelfeld, der frühere Wolfsburger Edin Dzeko schickte Salah mit einem Traumpass auf die Reise, Leno war gegen den Linksschuss des Ägypters machtlos. Das 1:0 nach 101 Sekunden war das schnellste Tor der Römer in der europäischen Königsklasse.

Rom spielte vor 36 000 Zuschauern im Stadio Olimpico nach der Führung weiter nach vorn, vor allem Torschütze Salah und der Ivorer Gervinho machten mächtig Dampf. Gervinho war schon durch und lief allein auf Leno zu, stand aber knapp im Abseits (15.). Die Gäste wirkten geschockt und waren erst einmal um Sicherheit bemüht.

Später kam der Bundesliga-Siebte gegen den Dritten der Serie A zwar etwas besser ins Spiel. Doch zwei halbe Torchancen des Mexikaners Javier Hernández ("Chicharito") vor der Pause waren einfach zu wenig. Hinten taten sich Riesen-Löcher auf, vorn fehlten zündende Ideen. Das machten die Italiener vor den Augen von Nationalcoach Antonio Conte viel besser, der verletzte Roma-Kapitän Francesco Totti applaudierte seinen Jungs von der Tribüne aus.

Dzeko baute die Führung nach feinem Pass von Radja Nainggolan aus. Schon im Trikot von Wolfsburg hatte der Bosnier zweimal gegen die Bayer-Elf getroffen. Eine Minute später vergab Dzeko den "Matchball", als er alleinstehend aus bester Position über das Tor zielte. Mit dem 0:2 zur Pause war die Werkself noch gut bedient.

dpa


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