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Möglicherweise ist das HSV-Match für Markus Weinzierl das letzte Spiel als FCA-Trainer.

Möglicherweise ist das HSV-Match für Markus Weinzierl das letzte Spiel als FCA-Trainer. © Andreas Gebert

Fußball

Letztes FCA-Heimspiel für Weinzierl?

Augsburg schließt seine bislang aufreibendste Bundesliga-Saison mit einem Match ohne Druck und ohne Sorgen gegen den HSV ab. Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht Trainer Weinzierl, der sich wohl in Richtung Schalke verabschieden wird. Ein Ziel hat dieser noch mit dem FCA.

Augsburg. Die Spieler feierten schon auf Mallorca, einige Worte von Coach Markus Weinzierl klangen leicht nach Abschied: Für den FC Augsburg nimmt eine turbulente Bundesliga-Saison mit einem Spiel von begrenztem sportlichen Wert ein Ende.

Dass es gegen den Hamburger SV am Samstag (15.30 Uhr) nur noch um die Ehre und ein paar Plätze mehr oder weniger in der Tabelle geht, freut das Team. "Wir sind stolz darauf, dass es kein Endspiel gibt am letzten Spieltag", sagte Weinzierl. "Wir wollen gewinnen und die Saison abrunden."

Im Fokus steht am 34. Spieltag nicht das Duell auf dem Fußballplatz zwischen den punktgleichen Tabellennachbarn, sondern Weinzierl selbst. Vieles spricht dafür, dass der Trainer das letzte Mal auf der Augsburger Bank sitzen wird, sein Wechsel zu Schalke 04 gilt als nahezu perfekt. "Danach werde ich mich natürlich irgendwie äußern", sagte der Niederbayer auf der Pressekonferenz vor dem Spiel.

Er klang nicht wie jemand, der seine Zukunft unbedingt in Augsburg sieht. Nachdem Weinzierl zunächst noch sagte, dass "nichts klar ist", ergänzte er nur Minuten später in Bezug auf seine Zukunft vielsagend: "Es ist legitim, sich Gedanken zu machen." Zwischen Augsburg und Schalke geht es wohl nur noch um die Summe, mit der Weinzierl aus dem bis 2019 laufenden Vertrag gekauft werden kann.

Egal wie es mit dem 41-Jährigen weitergeht, das Spiel gegen den HSV wird der Schlusspunkt sein unter einer Saison voller Höhen und Tiefen, wie sie die Fuggerstadt noch nicht erlebt hat. "Wenn ich ehrlich sagen darf, war es die schwerste Saison, weil es unheimlich aufreibend war, weil es schwer war - nach Platz fünf im letzten Jahr - in die Saison zu gehen, auch vom Kopf und von den Erwartungen her", erzählte der Coach. Er musste den Spagat finden zwischen Europacup-Höhepunkten in Bilbao, Belgrad oder Liverpool und dem Abstiegskampf in der Liga. "Mir wurde nie himmelangst, weil ich weiß, wie meine Jungs ticken."

Nun geht Weinzierl davon aus, dass seine Schützlinge ihm und den Fans noch einen würdigen Abschluss bereiten - auch wenn einige Spieler die drei freien Tage am Wochenstart zu einem Trip nach Mallorca genutzt hatten. Außerdem fehlen neben den Langzeitverletzten noch Jeffrey Gouweleeuw (Sprunggelenks-OP) und Ja-Cheol Koo (gebrochener Zeh).

Für Weinzierl geht es gegen den HSV, der zuletzt in sechs Partien fünfmal bezwungen wurde und unter anderem auf Torhüter Jaroslav Drobny und Aaron Hunt nach einer Mandel-OP verzichten muss, auch um die bayerische Ehre. Der gebürtige Straubinger will die im Klassement nur einen Rang und zwei Punkte entfernten Ingolstädter abfangen.

"Es ist ein Riesenunterschied, ob du auf Platz 10 oder 15 landest. Ich hoffe, dass wir Ingolstadt mit drei Punkten überholen, dass wir dadurch die zweite Kraft in Bayern in der Tabelle darstellen, so wie es sich gehört", sagte er. Als Nummer zwei hinter den Über-Bayern kann sich Weinzierl angemessen in Richtung Pott verabschieden.

dpa


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