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Ilkay Gündogan hat seinen Vertrag bei Borussia Dortmund vorzeitig verlängert.

Ilkay Gündogan hat seinen Vertrag bei Borussia Dortmund vorzeitig verlängert. © Bernd Thissen

Fußball

Kehrtwende von Gündogan: beim BVB bis 2017

Fußball-Nationalspieler Ilkay Gündogan ist dem Reiz des großen Geldes nicht erlegen, sondern seiner Neugier auf einen Neuanfang bei Borussia Dortmund mit Cheftrainer Thomas Tuchel gefolgt.

Dortmund. "Die ersten Tage der Saisonvorbereitung sind vorüber, und es macht großen Spaß, mit den Trainern und Mannschaftskollegen zu arbeiten", sagte 24-jährige Mittelfeldaktspieler nach seiner Vertragsverlängerung bis 30. Juni 2017.

Die Ideen des neuen Trainers haben den eigentlich abwanderungswilligen Profi mehr fasziniert, als die von Manchester United oder Paris St. Germain gebotenen Traumgagen. Die Franzosen sollen ihm zehn Millionen Euro pro Jahr geboten haben.

"Ich bin froh, dass wir nun endlich Klarheit haben und ich weiter für Borussia Dortmund Fußball spielen darf. Ich richte den Fokus ab sofort komplett auf die Vorbereitung, im August wollen wir schließlich wieder voll angreifen", meinte Gündogan, der seit 2011 beim BVB spielt.

"Wir freuen uns, dass Ilkay weiterhin für Borussia Dortmund auflaufen wird", sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc nach der nicht mehr überraschenden Wende im Fall Gündogan. "Ich bin überzeugt davon, dass er seinen Teil dazu beitragen wird, damit der BVB seine sportlichen Ziele erreichen wird", betonte er.

Ganz so harmonisch war das Verhältnis zwischen dem Profi mit türkischen Wurzeln und dem deutschen Pokalfinalisten nicht, nachdem er in der Rückrunde der vergangenen Saison erklärt hatte, seinen bis 2016 gültigen Vertrag nicht verlängern zu wollen. Daraufhin hatte ihn Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke mitgeteilt, dass er beim BVB keine Zukunft mehr habe und den Verein im Sommer verlassen solle.

Schließlich wollten die Dortmunder noch eine Ablösesumme für Gündogan erzielen, den sie bei seiner langwierigen Rückenverletzung mit viel Geduld unterstützt hatten. Von August 2013 bis Frühjahr 2015 konnte er 422 Tage keinen Fußball spielen und verpasste die Fußball-Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr in Brasilien.

In der Bundesliga-Rückrunde der Saison 2014/15 kam er wieder zum Einsatz, fand aber noch nicht zu seiner alten Form in einer Mannschaft, die lange in die Abstiegszone abgerutscht war. Möglicherweise ist auch das ein Grund der Kehrtwende. In der altbekannten Umgebung und unter der Regie eines neuen Trainers will Gündogan zur einstigen Form und Klasse zurückfinden - und seinen Marktwert wieder steigern. Schließlich reizt ihn mehr ein Wechsel zum FC Bayern München oder FC Barcelona, als nach England oder Frankreich.

dpa


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