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Coach Martin O'Neill will mit Irland zur EM.

Coach Martin O'Neill will mit Irland zur EM. © Jakub Kaczmarczyk

Fußball

Irland und Schottland zittern wieder um EM-Teilnahme

Schottland und Irland hatten maßgeblichen Anteil an der Erweiterung der Europameisterschaft 2016 von 16 auf 24 Mannschaften. Doch in der deutschen Gruppe D wird es ein Team mal wieder nicht zu einer Endrunde packen. Irland hat die bessere Ausgangsposition.

Dublin. Ironie des Schicksals in der Gruppe D. Ausgerechnet Irland und Schottland kämpfen um einen Playoff-Platz, der die Chance auf die Teilnahme an der Fußball-Europameisterschaft 2016 in Frankreich wahrt. Beide Verbände hatten 2008 die Aufstockung der EM von 16 auf 24 Teams beantragt.

Die UEFA stimmte zu. Nun stehen die Iren am Donnerstag in Dublin gegen die deutsche Nationalmannschaft unter Druck. Das gleiche gilt für die Schotten, die nach Polen müssen. Eine der beiden Nationen wird wieder einmal auf der Strecke bleiben.

Dabei sollte alles im Hinblick auf die EM 2016 besser werden. "Die Regeln sind jetzt geändert", sagte Irlands Verbandspräsident John Delaney vor Beginn der Qualifikation. In jeder Gruppe sind zwei Teams direkt dabei und eine Nation muss sich über die Playoffs für das Turnier in Frankreich qualifizieren. Wie es der Zufall so wollte, landeten Irland und Schottland in der gleichen Gruppe.

Damals hatte Irland-Trainer Martin O'Neill bereits eine Vorahnung, das womöglich ein Team auf der Strecke bleiben könnte. "Ironisch" kommentierte er die Auslosung. "Seltsam" nannte es der schottische Coach Gordon Strachan.

Bislang haben schwächer eingeschätzte Teams wie Island, Österreich oder Wales sich bereits für das Kontinentalturnier in Frankreich qualifiziert. Die beiden Traditionsverbände haben dagegen mal wieder große Schwierigkeiten. Letztmalig haben die Schotten 1996 bei einer Euro teilgenommen. Irland stand lediglich 1988 und 2012 in Polen und der Ukraine in einer EM-Endrunde.

Zwei Spieltage vor Schluss der Qualifikation kämpfen beide Verbände um den Playoff-Platz drei. Mit 15 Punkten hat ihn Irland vor dem Duell gegen Weltmeister Deutschland (19) am Donnerstag (20.45 Uhr) inne. Die Schotten, die beim Tabellenzweiten Polen (17) antreten, folgen mit elf Zählern auf Platz vier. Die Chancen auf eine direkte Qualifikation sind für die Iren eher gering. Sollten die Polen am Donnerstag allerdings nicht gewinnen, kommt es am letzten Spieltag in Warschau für die "Boys in Green" zu einem Endspiel um Platz zwei.

Auf Rechenspiele hat Coach O'Neill allerdings wenig Lust. "Völlig egal, wie die anderen Ergebnisse sein werden: Wir brauchen einen Sieg, um die Playoff-Teilnahme sicher zu haben", sagte der frühere Trainer von Celtic Glasgow. Auch Strachan ist optimistisch. "Glaubt mir, wir sind noch im Rennen", sagte der Ex-Profi. "Wir haben noch zwei Chancen."

Noch optimistischer sind die Gedanken von Irlands Torhüter-Legende Pat Bonner. Seine Rechnung vor den letzten beiden Spieltagen: Irland besiegt Deutschland, gewinnt in Polen und qualifiziert sich direkt für Frankreich. Schottland bezwingt Polen und gewinnt in Gibraltar und erreicht die Playoffs. "Natürlich wird das sehr schwer. Allerdings glaube ich, dass sowohl Irland als auch Schottland bei der Euro 2016 teilnehmen können", sagte der 80-fache Nationalspieler.

dpa


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