Navigation:
Hannovers Leon Andreasen (r) wird von Leonardo Bittencourt und Lars Stindl (l) nach dem 1:0 gegen Wolfsburg gefeiert.

Hannovers Leon Andreasen (r) wird von Leonardo Bittencourt und Lars Stindl (l) nach dem 1:0 gegen Wolfsburg gefeiert. © Sebastian Kahnert

Fußball

Hannover gewinnt Niedersachsen-Derby gegen Wolfsburg

Klaus Allofs musste sich zusammenreißen. Nach zwei Platzverweisen für den VfL Wolfsburg und einer 0:2 (0:1)-Niederlage bei Hannover 96 hatte der Manager schlechte Laune.

Hannover. "Ich werde nicht am ersten Spieltag meine Vorsätze über Bord werfen und etwas über den Schiedsrichter sagen", meinte Allofs. Für ihn war nach dem verpatzten Start in die neue Saison der Fußball-Bundesliga entscheidender: "Wir müssen schlauer spielen." Hannovers Fans feierten derweil den Sieg durch Treffer von Leon Andreasen (17.) und Szabolcs Huszti (84.).

Die Wolfsburger mussten nach der Roten Karte für Maximilian Arnold (32.) und Gelb-Rot für Timm Klose (52.) die meiste Zeit in Unterzahl spielen. Sie begrenzten den Schaden, mehr gelang den Gästen aber nicht mehr. "Die meisten Entscheidungen waren gegen uns", kommentierte Diego.

"Der Schiedsrichter hat mit der ersten Gelbe Karte für Klose die Hektik reingebracht", sagte VfL-Trainer Dieter Hecking, der sein Team lobte: "Kompliment, wie sie das gemacht haben mit zehn und mit neun Mann."

Hecking sah im ersten von insgesamt sechs niedersächsischen Duellen der 51. Bundesliga-Saison eine hektische und harte Partie, in der die Wolfsburger in den ersten Minuten forsch aufspielten und später bei Lattentreffern von Ja-Cheol Koo (49.) und Marcel Schäfer (85.) Pech hatten.

Schon vor der numerischen Überzahl waren die Hannoveraner stärker. Gegen neun Wolfsburger versäumten sie es jedoch, die Partie klarer zu gestalten. 96 vergab gleich mehrere gute Chancen. Trainer Mirko Slomka sagte später: "Wir haben ein bisschen Angst bekommen, dass wir mit zwei Mann mehr noch ein Tor kassieren."

Zwischenzeitlich war es sehr hektisch. Vor allem vor dem Platzverweis von Arnold ging es hoch her, kam es zur sogenannten Rudelbildung. Der Nachwuchsmann des VfL war mit gestrecktem Bein in einen Zweikampf mit Karim Haggui gegangen, mehrere Spieler gerieten aneinander, ehe Schiedsrichter Felix Brych den VfL-Mittelfeldspieler vom Feld schickte. Die Entscheidung war genauso vertretbar wie der Platzverweis für den neuen VfL-Verteidiger Klose, der Mame Diouf vor der zweiten Gelben Karte nicht regelkonform attackierte.

Emotional ging es andererseits zu, wenn Diego am Ball war. Hannover agierte äußerst hart, attackierte den Wolfsburger Spielmacher sofort und einige Male im Grenzbereich. Der anfangs links spielende Brasilianer wiederum agierte zu oft umständlich, um Akzente zu setzen.

Zudem verlor Diego vor der 96-Führung unnötigerweise den Ball. Andreasen, der mit Stindl eine starke Doppel-Sechs bildete, gewann den Zweikampf und schob nach einem schönen Zusammenspiel mit Diouf den Ball ins Tor. "Wir servieren ihnen das 1:0 auf dem Tablett", kritisierte Hecking. Zum Ende der Partie traf Huszti nach Vorarbeit von Andre Hoffmann mit einem Tunnel gegen VfL-Keeper Diego Benaglio.

 

Spieldaten:

 

Ballbesitz in %: 49,5 - 50,5

Torschüsse: 20 - 15

gew. Zweikämpfe in %: 43,4 - 56,6

Fouls: 28 - 11

Ecken: 7 - 2

Quelle: optasports.com

dpa


Bildergalerien Alle Galerien
Anzeige
Vergleiche alle Wettquoten für Spiele von Hannover 96 bei SmartBets.