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Der Hamburger Artjoms Rudnevs (r) versucht dem Freiburger Pavel Krmas den Ball abzunehmen.

Der Hamburger Artjoms Rudnevs (r) versucht dem Freiburger Pavel Krmas den Ball abzunehmen. © Patrick Seeger

Fußball

HSV rettet Punkt in Unterzahl - 0:0 in Freiburg

Am Ende fühlten sich die Hamburger als moralische Sieger. Trotz Unterzahl nahm die Mannschaft von Trainer Thorsten Fink dem SC Freiburg einen Punkt in der Fußball-Bundesliga ab und zeigte sich nach der Lektion gegen den FC Bayern München (0:3) vor einer Woche bestens erholt.

Freiburg. Ausgerechnet Verteidiger Paul Scharner hatte den Hanseaten allerdings mit einer Gelb-Roten Karte in der 35. Minute einen Bärendienst erwiesen. Zehn Hamburger um den in der Schlussphase hellwachen Schlussmann René Adler hielten dem Offensivdruck der Freiburger beim 0:0 aber Stand. "So wie das Spiel gelaufen ist, bin ich mit dem Punkt zufrieden", bilanzierte Fink. "Wir haben unsere Chancen nicht reingemacht", stellte sein Kontrahent Christian Streich fest. Sein Schlussmann Oliver Baumann hingegen schimpfte: "Das ist viel zu wenig."

24 000 Zuschauer im ausverkauften Freiburger Stadion sahen eine von beiden Teams leidenschaftlich geführte Partie. Der HSV verpasste seinen fünften Saisonerfolg, der SC wartet nun seit drei Spielen auf einen Dreier in der Bundesliga - war dem Sieg am Ende aber deutlich näher. Die Kontrahenten bleiben damit im Mittelfeld der Tabelle.

Nach der Lektion durch die Bayern nahm Fink zwei Änderungen vor. Der österreichische Innenverteidiger Scharner feierte nach einem Innenbandriss im rechten Knie für den grippekranken Michael Mancienne sein Bundesliga-Startelfdebüt. Zudem rückte der blasse Stürmer Artjoms Rudnevs in die Spitze und ersetzte Sechser Tomas Rincon. Dadurch durfte Rafael van der Vaart wieder hinter den Angreifern ran.

Freiburgs Coach Streich nahm nach dem 1:1 bei Borussia Mönchengladbach keinen Wechsel in seiner Anfangsformation vor, schließlich hatte der SC dort nur knapp einen Sieg verpasst. "Wir wollen uns weiter oben festsetzen", hatte Fink vor der Partie gefordert. Und im Duell der geografisch am weitesten auseinanderliegenden Fußball-Bundesligisten (rund 640 Kilometer Luftlinie) lieferten sich der SC und der HSV einen offenen Schlagabtausch. Maximilian Beister (13.) verpasste nach einem verunglückten Querpass von SC-Verteidiger Pavel Krmas die Führung.

Der HSV zeigte sich im Spielaufbau gegen die in der Deckung teils unkonzentrierten Breisgauer aber zunächst zielstrebiger und bissiger. Vor allem die Eröffnung über Kapitän Heiko Westermann und Regisseur van der Vaart klappte bestens. Dennoch ergaben sich bei heftigem Dauerregen auch SC-Chancen.

Daran war auch Adler nicht ganz unbeteiligt, der im Luftkampf nicht immer den sichersten Eindruck machte. Dennoch bot der Schlussmann der Hanseaten unter den Augen von DFB-Trainerausbilder Frank Wormuth vier Tage vor seinem möglichen Comeback in der deutschen Nationalmannschaft eine ansprechende Vorstellung.

Einen Bärendienst erwies Scharner seinem Team, als er wegen wiederholten Foulspiels mit Gelb-Rot vom Platz musste. Doch auch nach dem Wechsel blieb das Nord-Süd-Duell leidenschaftlich, wenngleich den Gästen die Kräfte immer mehr schwanden. Max Kruse (82.) zwang Adler mit einem Fernschuss zu einer Parade. Der eingewechselte Jan Rosenthal (86.) traf nur den rechten Posten.

Für Aufregung sorgte in der Nachspielzeit nochmal Adler, als er Kruse mit dem Ellenbogen am Kopf touchierte. "Das war keine Absicht", beteuerte der mit Gelb bestrafte Torwart.

Spieldaten:

Ballbesitz in %: 54,9 - 45,1

Torschüsse: 16 - 9

gew. Zweikämpfe in %: 50,4 - 49,6

Fouls: 19 - 20

Ecken: 9 - 3

Quelle: optasports.com

dpa


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