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Der Schalker Jefferson Farfan (M) setzt sich gegen den Bremer Tom Trybull (l) durch.

Der Schalker Jefferson Farfan (M) setzt sich gegen den Bremer Tom Trybull (l) durch. © Carmen Jaspersen

Fußball

Glückliches Schalker 2:0 bei geschwächten Bremern

Schalkes Matchwinner beim glücklichen 2:0 (0:0) in Bremen hockte wie ein Häufchen Elend in der Werder-Kabine. "Er sitzt da bedröppelt", berichtete Werder-Sportchef Thomas Eichin über Innenverteidiger Assani Lukimya, der mit zwei katastrophalen Fehlern Schalke 04 einen ganz wichtigen Sieg im Rennen um die Champions-League-Plätze "geschenkt" hatte.

Bremen. e.

Julian Draxler (51. Minute) und Ciprian Marica (68.) nahmen dankend an und besiegelten den nach einer erschreckend schwachen ersten Halbzeit nicht für möglich gehaltenen Erfolg. "Das war sicher ein glücklicher Sieg", bekannte Schalkes Trainer Jens Keller ehrlich.

"Wir haben den Gegner ins Spiel gebracht und die Tore aufgelegt", schimpfte Werder-Coach Thomas Schaaf über die folgenschweren Schnitzer Lukimyas, der bereits beim 1:1 in der Vorwoche in Mainz gepatzt hatte. Nach dem siebten sieglosen Spiel in Serie bleiben die Hanseaten im Keller der Fußball-Bundesliga stecken und müssen nun am kommenden Samstag zum wichtigen Duell beim Tabellennachbarn Fortuna Düsseldorf antreten.

Schalke untermauerte dagegen mit nun 45 Punkten Platz Platz vier. Dabei nahmen die Gäste erst nach der Pause am Spiel teil. "Die erste Halbzeit war sicherlich unter den Top drei des Schlechtesten vom Schlechten, was wir in den vergangenen zwei Jahren abgeliefert haben", befand auch Schalke-Manager Horst Heldt, der sich über den gleichzeitigen Punktverlust des direkten Konkurrenten Bayer Leverkusen gegen Wolfsburg freute. Am kommenden Wochenende kommt es nun zum direkten Duell gegen Leverkusen. Dabei muss Schalke aber auf Roman Neustädter verzichten, der seine fünfte Gelbe Karte sah. Offen ist der Einsaz von Torschütze Draxler (Kniereizung).

"Wir haben uns ein bisschen, aber wirklich nur ein bisschen Luft verschafft. Mehr ist es nicht. Es ist noch ein langer Weg", warnte Heldt. Verständlich angesichts der seltsam leidenschaftslosen ersten Halbzeit seines Teams. Obwohl Werder auf insgesamt zehn Spieler verzichten musste, bestimmten die Bremer das Geschehen. Schalke schoss aus dem Spiel heraus nicht einmal aufs Tor. Auf der Gegenseite musste Schalke-Keeper Timo Hildebrandt dagegen dreimal in höchster Not alleine gegen Kevin de Bruyne retten (10./11./16.).

"So eine Halbzeit will ich nie wieder sehen", beschwerte sich auch Keller, der laut Heldt in der Pause "Ramba-Zamba" veranstaltete. Laute Worte Kellers und die Hereinnahme Raffaels für den erschreckend schwachen Michel Bastos halfen. Einen Kopfball von Joel Matip (47.) konnte Werder-Schlussmann Sebastian Mielitz noch parieren. Kurz darauf war er aber nach Lukimyas ersten Patzer machtlos.

In höchster Bedrängnis vertändelte der Innenverteidiger gegen Marica den Ball. Nationalspieler Draxler verwandelte zur glücklichen Führung. Wenig später rettete Lukimya noch gegen Marica artistisch auf der Linie (54.), besiegelte dann aber die Pleite mit einem viel zu kurzen Rückpass auf Mielitz. Raffael nahm das Geschenk auf und bediente Marica, der abstauben konnte. Danach war das Spiel entschieden. Werder zeigte kaum noch Aufbäumen und wurde von den eigenen Fans trotz der bis dahin engagierten, aber glücklosen Leistung ausgepfiffen.

 

Spieldaten:

 

Ballbesitz in %: 52,1 - 47,9 Torschüsse: 9 - 17 gew. Zweikämpfe in %: 44,8 - 55,2 Fouls: 14 - 17 Ecken: 9 - 5

Quelle: optasports.com

dpa


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