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Während die Stuttgarter das 2:0 bejubeln, kehrt Gladbachs Torwart Marc-André ter Stegen zerknirscht in sein Tor zurück.

Während die Stuttgarter das 2:0 bejubeln, kehrt Gladbachs Torwart Marc-André ter Stegen zerknirscht in sein Tor zurück. © Bernd Weißbrod

Fußball

Gladbacher Geschenke: VfB Stuttgart siegt mit 2:0

Der VfB Stuttgart wittert in der Fußball-Bundesliga nach dem ungefährdeten und verdienten 2:0 (2:0) gegen Borussia Mönchengladbach selbst als Tabellen-Zwölfter plötzlich wieder eine Chance auf den Vorstoß auf einen Europa-League-Platz.

Stuttgart. "Wir wollen in der Bundesliga nichts abschenken. Das war ein sehr wichtiger Sieg," sagte VfB-Trainer Bruno Labbadia nach dem ersten Heimsieg in diesem Jahr erleichtert und zufrieden über die überzeugende Leistung seiner zuletzt so häufig schwächelnden Schützlinge. Allerdings machte es Gladbach seinem Angstgegner vor 53 430 Zuschauern in der Mercedes-Benz Arena auch ziemlich einfach.

Mit fast schon dilettantischem Defensivverhalten schenkten die Borussen den Stuttgartern beide Treffer. "Wir haben klar unnötige Tore kassiert", klagte Coach Lucien Favre nach seinem völlig verhagelten Jubiläum im 150. Bundesligaeinsatz. "Ich bin klar enttäuscht."

Erst lenkte Innenverteidiger Alvaro Dominguez nach einer kuriosen Ballstafette über seine Kollegen Luuk de Jong und Keeper Marc-André ter Stegen den Ball per Kopf ins eigene Netz (28. Minute). Wenig später verließen sich Patrick Herrmann und ter Stegen gegenseitig aufeinander. Christian Gentner nutzte die Verwirrung und sorgte mit einem schlitzohrigen Lupfer aus spitzem Winkel (33.) für die frühe Vorentscheidung. "Wir haben im richtigen Moment die Tore gemacht", konstatierte Labbadia.

"Wir wollten von der 1. bis zur 90. Minute keinen Zweifel aufkommen lassen", sagte der erneut stark spielende Mittelfeldmann Gentner zum Stuttgarter Siegeswillen.

Bei Gladbach herrschte nach dem Rückschlag im Rennen um einen Europa-League-Rang Katzenjammer. "Wir müssen die internationalen Plätze vergessen", urteilte Favre frustriert. "Die Mannschaft ist kein Vergleich zum Vorjahr." Mit 41 Punkten rangiert der Vorjahres-Vierte weiter auf Platz sieben knapp hinter den Europacup-Rängen. Stuttgart ist fünf Punkte dahinter nur Zwölfter und gibt sich dennoch kämpferisch.

Ter Stegen bemängelte die Offensivschwäche: "Wir hatten eigentlich keine Torchance." Zugleich räumte der Schlussmann ein, dass die Borussen bei den Gegentreffern schlecht ausgesehen hatten. "Aber so Tore können immer passieren."

Beim VfB herrschte dagegen nicht nur wegen dieser willkommenen Gastgeschenke eitel Sonnenschein. Bei Traumwetter zeigten die Stuttgarter endlich mal wieder eine ansprechende Leistung. Vor allem

 

in der zweiten Halbzeit beherrschten sie das Geschehen. Alexandru Maxim, Gentner und Arthur Boka sorgten im Mittelfeld für ein deutliches Übergewicht und ließen dem Konkurrenten keinen Platz zur Entfaltung.

 

Von Gladbachs Juan Arango kamen nur wenig Impulse und auch Patrick Herrmann hatte außer seinem schnellen Antritt wenig zu bieten. Die Borussia wirkte nicht wie ein Team, das unbedingt in die Europa League will. Vedad Ibisevic (55.) per Kopfball, Maxim (66.) aus kurzer Distanz und Shinji Okazaki (77.) per Lupfer hätten noch erhöhen können. Auch in diesen Szenen war die Borussen-Defensive schlecht organisiert.

 

 

 

Spieldaten:

 

Ballbesitz in %: 45,9 - 54,1

Torschüsse: 16 - 10

gew. Zweikämpfe in %: 53,4 - 46,6

Fouls: 14 - 9

Ecken: 4 - 3

Quelle: optasports.com

dpa


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