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Gladbach qualifiziert sich durch den Sieg in Bremen direkt für die Champions League.

Gladbach qualifiziert sich durch den Sieg in Bremen direkt für die Champions League. © Carmen Jaspersen

Fußball

Gladbach schafft erstmals direkte Champions-League-Quali

"Champions League, Champions League", skandierten die glücklichen Anhänger von Borussia Mönchengladbach schon Minuten vor dem Abpfiff. Und als kurz darauf der verdiente 2:0 (0:0)-Erfolg bei Werder Bremen feststand, stürmten die Borussen-Profis allesamt in die Gladbach-Kurve und feierten mit ihren Fans den ersten Einzug in die Gruppenphase der lukrativen Fußball-Königsklasse.

Bremen. e. "Ein überragendes Gefühl", sagte Sportchef Max Eberl, dessen Team den ersten Sieg in Bremen seit 28 Jahren perfekt gemacht hatte.

Der stets gefährliche Raffael avancierte vor 42 100 Zuschauern im ausverkauften Weser-Stadion mit seinen Treffern (53./85. Minute) zum Matchwinner des besten Rückrunden-Teams, das zumindest Platz drei in der Bundesliga sicher hat. Werder war trotz allen Bemühens nicht in der Lage, der erhofften Europa-League-Qualifikation näher zu kommen. Rang sechs, der den Einzug garantiert, ist nur noch theoretisch möglich. "Wir haben gut mitgespielt, aber es hat definitiv die bessere Mannschaft gewonnen", stellte Coach Viktor Skripnik fest.

Die Gladbacher kamen zwar leicht verspätet in der Hansestadt an, sie marschierten aber so hellwach aus der Kabine wie die Bremer. Für diese vergab Davie Selke (7.) per Kopf die erste gute Chance. Der Jungstürmer, der wie die auch wechselnden Werder-Profis Koen Casteels und Sebastian Prödl vor dem Match verabschiedet wurde, musste sich dabei auch Pfiffe einiger Fans anhören. Sie verübeln ihm seinen Weggang zu RB Leipzig.

Auf dem grünen Rasen ging es weiter munter hin und her. Raffael (11.) zielte aus der Distanz knapp vorbei, dann landete eine von Sebastian Prödl abgefälschte Flanke von Oscar Wendt am Bremer Außenpfosten (13.). Glück für Werder, das die spielstarken Gäste kombinieren ließ und im eigenen Stadion auf schnelle Konter vertraute.

Die Gladbacher hatten deutlich mehr Spielanteile, sie trugen ihre Angriffe aber zunächst meist nur bis zum Strafraum gut vor. Vor dem Tor der Hausherren wurde es vor der Pause nur noch einmal gefährlich, als der ins Team zurückgekehrte Alvaro Dominguez (35.) frei stehend scheiterte. Schlussmann Casteels vereitelte die Topchance des weit aufgerückten Abwehrspielers reaktionsschnell mit dem Knie.

Kurz nach Wiederanpfiff gab es die beste Werder-Gelegenheit der gesamten Partie: Der über die rechte Flanke wunderbar freigespielte Selke scheiterte aber am glänzend reagierenden Keeper Yann Sommer (46.). Hätte er getroffen, hätte die Begegnung anders verlaufen können. Dann war aber wieder Gladbach am Drücker - und wurde belohnt: Eine präzise Hereingabe des Ex-Bremers Max Kruse drückte Raffael im Fallen mit etwas Glück über die Linie. Da war auch der starke Casteels, Bremens Bester, machtlos.

Werder antwortete mit einigen wütenden Angriffen, die die Elf vom Niederrhein aber gut kontrollierte. Nun waren es die Borussen, die vermehrt auf ihr allerdings bekannt gutes Konterspiel vertrauten. Die von ihrem Anhang nach vorn getriebenen Hausherren beschworen aber trotz optischer Überlegenheit kaum noch gefährlich Aktionen herauf.

Ganz anders die Borussia: Erst landete Patrick Herrmanns abgerutschte Flanke auf der Latte ((81.), dann zielte der eingewechselte Thorgan Hazard knapp daneben (82.). Mit seinem elften Saisontreffer machte der überragende Raffael kurz vor Schluss dann alles klar für seine Borussia - und gab damit das Startsignal zum Feiern.

 

Spieldaten:

 

Ballbesitz in %: 32,4 - 67,6

Torschüsse: 19 - 14

gew. Zweikämpfe in %: 41,9 - 58,1

Fouls: 13 - 7

Ecken: 5 - 4

Quelle: optasports.com

dpa


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