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Die Profis von Borussia Mönchengladbach feierten zum Abschluss der Bundesliga-Hinrunde einen Heimsieg.

Die Profis von Borussia Mönchengladbach feierten zum Abschluss der Bundesliga-Hinrunde einen Heimsieg. © Bernd Thissen

Fußball

Gladbach mit Moral in Unterzahl zum Sieg über Darmstadt

Irgendwie paßte dieses Spiel zum turbulenten Fußball-Jahr von Borussia Mönchengladbach. In Unterzahl gab es ein 3:2 gegen Aufsteiger Darmstadt 98. Der neue Trainer André Schubert hat mehr Punkte geholt als sein Vorgänger Lucien Favre im letzten Jahr.

Mönchengladbach. Borussia Mönchengladbach hat am Ende eines turbulenten Jahres große Moral gezeigt und mit einer Energieleistung noch den Sprung auf einen Champions-League-Platz geschafft. Gegen Aufsteiger Darmstadt 98 kam das Team von Chefcoach André Schubert in Unterzahl zu einem 3:2 (1:1).

Marcel Heller (28.) und Sandro Wagner (67.) hatten in einem kampfbetonten Bundesligaspiel die Tore für die Hessen erzielt. Erst als Borussen-Kapitän Granit Xhaka (39.) mit Rot vom Platz musste, kamen die Hausherren besser ins Spiel. Vor 53 610 Zuschauern gelang Lars Stindl (44.) der Ausgleich, dem Norweger Havard Nordtveit (51.) per Freistoß die Führung und dem Schweden Oscar Wendt der umjubelte Siegtreffer. "Es war ein heißer Kampf und ein tolles Spektakel mit dem glücklicheren Ende für uns", sagte Schubert.

"Den Sieg haben wir uns verdient für das Engagement, das wir gezeigt haben", sagte Stindl. Über die Halbzeitansprache seines Trainers berichtete der ehemalige Hannoveraner: "André hat uns in der Halbzeit noch einmal gesagt, lasst Euch das nicht nehmen, das kriegen wir noch hin." Und so kam es dann auch. "Wir haben uns für einen leidenschaftlichen Auftritt belohnt und sind jetzt einfach nur glücklich", sagte Siegtorschütze Wendt. 98-Keeper Torhüter Christian Mathenia dagegen klagte: "Es hat an uns gelegen. Mit einem Mann mehr muss mehr herauskommen." Trainer Dirk Schuster meinte: "Wir haben beim 2:3 Lehrgeld gezahlt. Wir wären natürlich gern mit einem besseren Gefühl in die Pause gegangen."

Nach fünf Niederlagen zum Saisonstart und dem Rücktritt von Trainer Lucien Favre dagegen geht die Borussia wie im Vorjahr als Tabellen-Vierter in die Winterpause. Das Schubert-Team hat mit 29 Punkten sogar zwei Zähler mehr auf dem Konto als nach der letzten Hinserie.

Die Unsicherheit nach der 0:5-Klatsche in Leverkusen und dem Pokal-Aus war der Borussia anzumerken. Der zum Chefcoach beförderte Schubert hatte extra seinen grünen Glückspullover aus dem Kleiderschrank geholt. Doch das brachte zunächst nicht viel. Der Aufsteiger, der am letzten Spieltag beim 0:4 gegen Hertha ebenfalls die höchste Saison-Niederlage kassiert hatte, versteckte sich in Gladbach nicht.

Heller ließ mit einem satten Schuss Yann Sommer im Borussen-Tor keine Chance. So hatte sich der Schweizer sein 50. Bundesligaspiel nicht vorgestellt. Danach verlor Xhaka die Nerven, trat im Mittelfeld gegen Peter Niemeyer nach. Zum dritten Mal in dieser Saison musste der Borussen-Kapitän damit vorzeitig vom Feld. Stark präsentierte sich in dieser Szene das Schiedsrichter-Gespann. Referee Benjamin Brand hatte das Foul zunächst nicht gesehen, sein Assistent zeigte ihm die Tätlichkeit an. Dann gab es Rot. Niemeyer, der provoziert hatte, bekam Gelb.

In Unterzahl spielte Gladbach dann wie befreit auf. Mit einem schönen Schlenzer aus 18 Metern in die Ecke gelang Stindl der Ausgleich. Es war sein zwölftes Pflichtspieltor in dieser Saison. Nach dem Wechsel sah nach dem Freistoß-Tor von Nordtveit zunächst alles nach einem Heimsieg aus, dann war es Wagner, der die Hausherren zunächst aus allen Träumen riss. Völlig freistehend traf er per Kopf aus fünf Metern. Doch dann kam Wendt und Gladbach durfte wieder jubeln.

Spieldaten:

Ballbesitz in %: 59,3 - 40,7

Torschüsse: 13 - 15

gew. Zweikämpfe in %: 54,3 - 45,7

Fouls: 12 - 20

Ecken: 1 - 5

Quelle: optasports.com

dpa


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